Beats Flex: günstige Bluetooth-Kopfhörer im Test

| 20:11 Uhr | 0 Kommentare

Die neuen Beats Flex könnten sich als ein cleverer Schachzug aus der Beats-Abteilung von Apple herausstellen. So dürfte gerade jetzt, wo dem iPhone keine Ohrhörer mehr beiliegen, der Bedarf an einem neuen Paar Ohrhörer besonders groß sein. Und die neuen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer von Beats könnten sich hier als beliebter Ersatz herausstellen. Denn die Beats Flex sind bereits für knapp 50 Euro im Apple Online Store erhältlich und damit deutlich günstiger als die ausgemusterten Beats X – ganz zu schweigen von den AirPods. Ob auch die Qualität stimmt, verraten wir euch heute in unserem Test der Beats Flex.

Die Beats Flex

Die Beats Flex kommen in einer kleinen Verpackung daher, die neben einer Schnellanleitung, einem USB-C-Kabel zum Aufladen und vier Silikon-Aufsätzen natürlich auch die Kopfhörer enthält. Bei den Beats Flex handelt es sich um einen klassischen Bluetooth-Ohrhörer im Design der Beats X, bei dem die beiden Ohrstöpsel mit einer Strippe miteinander verbunden sind. Im Gegensatz zu den AirPods haben wir es hier somit nicht mit komplett kabellosen Kopfhörern zu tun. Das muss jedoch kein Nachteil sein. Zum einen muss man sich hier weniger Sorgen machen, dass man die Kopfhörer verliert, zum anderen ist die Bluetooth-Verbindung weniger störanfällig.

Das Einrichten ist schnell erledigt: Unter iOS muss nur der Power-Button der Beats Flex länger gedrückt gehalten werden und schon übernimmt der integrierte W1-Chip und Apples Schnellkopplungssystem alle weiteren Schritte. Der W1-Chip bindet die Beats Flex nahtlos in die Welt der Apple-Produkte ein. Sind die Kopfhörer gekoppelt, können sie mit jedem Apple-Gerät, das mit der iCloud verbunden ist, nahtlos genutzt werden. Für die Verbindung zu einem Android-Gerät muss der normale Bluetooth-Verbindungsprozess verwendet werden.

Etwas mehr Handarbeit ist da schon bei der Anpassung an die eigene Ohrform notwendig. Hierfür liegen der Verpackung die besagten Silikon-Aufsätze bei. Bei der Anprobe mussten wir ein wenig hin und her probieren, bis wir die richtige Größe gefunden hatten. So entscheidet der richtige Sitz nicht nur über den festen Halt im Ohr, sondern hat auch erstaunlich große Auswirkungen auf das Klangbild. Der Unterschied ist hierbei deutlich, weswegen wir euch nur empfehlen können, einmal alle Aufsätze auszuprobieren, um sicher den besten Kandidaten für euer Ohr zu finden.

Sound

Und damit kommen wir zu den wohl wichtigsten Punkt bei einem Kopfhörer: der Sound. Beats hat es geschafft eine gute Mischung aus Tiefen und Höhen zu finden. Persönlich treffen die Beats Flex unseren Geschmack. Doch an diese Stelle sei angemerkt, dass die Bässe etwas weniger präsent sind, als man es von der Marke gewohnt ist. Bei hoher Lautstärke „drückt“ sich der Bass dennoch immer noch in die Ohren. Dann gehen jedoch in den Tiefen einige Details verloren. Für die Preisklasse liefern die Ohrhörer einen sehr guten Klang.

Die Beats Flex erhalten aufgrund der Beschaffenheit der Ohrstöpsel eine Geräuschdämmung, aber es gibt keine spezielle Software, die eine Geräuschunterdrückung bietet. Somit kann man beim Einsatz gegebenenfalls immer noch Dinge in der Umgebung hören.

Die Ohrhörer eignen sich nicht nur für den Musikgenuss. Sie bieten sich auch für Video-Chats und Remote-Meetings an. Nicht nur für das Gehörte, sondern auch in Bezug auf die eigene Sprachqualität mit dem eingebauten Mikrofon. Unsere Stimme wurde im Praxis-Test vom Gesprächspartner als klar bezeichnet, vergleichbar mit den AirPods Pro. Dabei wurde die Stimme jedoch, ebenfalls im Vergleich mit den AirPods Pro, als etwas leiser bewertet.

Bedienung

Die Steuerung erfolgt wie gewohnt über das Smartphone oder über die Bedienelemente an den Beats Flex. Die Elemente befinden sich links sowie rechts am Kabel und haben einen angenehmen Druckpunkt. Dabei sind sie gut erreichbar, was besonders beim Sport ein großer Vorteil ist.

Praktisch ist, dass die Beats Flex die Musik automatisch pausieren, wenn sich die Ohrhörer mit den eingebauten Magneten verbinden. Die beiden Gehäuse der Ohrstöpsel sind magnetisch. Legt man sie aneinander, halten sie zusammen und lassen sich somit auch gut verstauen. Die Wiedergabe wird fortgesetzt, wenn sie wieder auseinandergezogen werden. Es gibt keine Sensoren, die erkennen, ob sich die Ohrstöpsel tatsächlich in euren Ohren befinden, wie es beispielsweise bei den AirPods der Fall ist

Laufzeit

Das Gute an drahtlosen In-Ear-Kopfhörern im Nackenbügel-Stil ist, dass die Akkulaufzeit in der Regel länger ausfällt als es bei True-Wireless-Kopfhörern der Fall ist. Die Laufzeit der Beats Flex wird auf „bis zu 12 Stunden“ bei ununterbrochenem Hören angesetzt. Das ist eine Verbesserung gegenüber den 8 Stunden der Beats X.

Im Praxis-Test haben uns die Beats Flex auch hier nicht enttäuscht. Selbst nach 12 Stunden war immer noch nicht die erste Akkuladung verbraucht. Es sei jedoch angemerkt, dass hier die genutzte Lautstärke ein großer Faktor ist. In unserem Test kam eine ohrenfreundliche Beschallung zum Einsatz. Wer gerne sehr laut Musik hört, könnte durchaus früher nachtanken müssen.

Fazit: Großer Sound für kleines Geld

Die Beats Flex machen Spaß. Für unter 50 Euro erhaltet ihr einen Kopfhörer, der sich perfekt für sportliche Aktivitäten eignet. Er überzeugt mit einer langen Akkulaufzeit und einer guten Verarbeitung, wobei die Bedienelemente jederzeit gut erreichbar sind.

Der Klang ist für einen Kopfhörer in der Einsteigerklasse vorbildlich, wenn auch Beats-Fans womöglich bemängeln könnten, dass die Bässe nicht so intensiv sind, wie man es von der Marke gewohnt ist.

Die Beats Flex sind in den Farben „Beats Black“, „Yuzugelb“, „Flammenblau“ und „Rauchgrau“ zu einem Preis von jeweils 48,65 Euro im Apple Online Store erhältlich. Das entspricht einem Drittel des Preises, welchen Beats vor einigen Jahren noch für die ähnlichen Beats X verlangte.

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