Phil Schiller im Interview: 16GB iPhone, USB-C Anschluss am MacBook, Akkulaufzeit

| 9:54 Uhr | 3 Kommentare

John Gruber von Daringfireball hatte die Möglichkeit Apples Marketing-Chef im Rahmen seines The Talk Show Podcasts zu interviewen. Dabei sprach er den Apple Senior Vice President auf einige Punkte an, die sicherlich nicht nur ihm auf der Seele lagen, sondern auch für viele Anwender interessant sind. So ging es unter anderem um die Tatsache, dass Apple das iPhone mit 16GB, 64GB und 128GB anbietet und auf ein 32GB Modell als Einsteigermodell verzichtet. Beide sprachen über den USB-C Port am neuen MacBook und diskutierten unter anderem über die Akkulaufzeit von Geräten und die Tatsache, dass Apple Produkte immer dünner gestaltet.

schiller_gruber

Phil Schiller im Interview

Im vergangenen Jahr änderte Apple die angebotenen Speichergrößen beim iPhone und setzte sowohl beim iPhone 6 als auch iPhone 6 Plus auf 16GB, 64GB und 128GB. Ein 32GB Modell wurde aus dem Portfolio entfernt. Stattdessen erhalten Kunden das 64GB Modell zum Preis des 32GB Modells. Warum startet Apple nicht bei 32GB?

Mit einem 16GB Modell wolle Apple seinen Kunden auch nach wie vor ein Gerät zu einem attraktiven Preis anbieten. Kunden setzen immer mehr auf Online-Dienste, um Fotos, Videos und Musik zu speichern und von daher macht ein 16GB Modell für viele Kunden Sinn, so Schiller. Die Kosten, die Apple beim Speicher einsparen kann, würde man in die Verbesserung anderer Komponenten, so z.B. in die Kamera, stecken. Kunden die Cloud-Speicher nutzen, können zu einem 16GB Modell greifen. Nachteil hier ist jedoch, dass man unterwegs oftmals auf das begrenzte Highspeed-Volumen des Mobilfunkvertrags angewiesen ist. Das 64GB Modell hat unserer Meinung nach derzeit das beste Preis Leistungsverhältnis.

„We model every thickness, every size, every weight and try to figure out what the tradeoffs are. I think we’ve made great choices there.“

Gruber sprach Schiller auch auf die Akkulaufzeit der Geräte an und auf die Tatsache, warum Apple immer dünnere Produkte entwickle. Stattdessen könne man die Geräte doch gleich groß gestalten und mehr Akkukapazität unterbringen. Apples Marketing-Chef betonte, dass Apple viele Variante eines neuen Gerätes teste und sich schlussendlich für die beste Balance zwischen der Größe des Gerätes und der Akkulaufzeit entscheide. Ein größeres Gerät mit größerer Akkulaufzeit sei schwerer, teurer und benötige länger, um aufzuladen, so Schiller.

Zum Schluss ging es noch um den einzelnen USB-C Port beim neuen MacBook. Apple verbaut lediglich einen USB-C Port beim neuen 12 Zoll MacBook mit Retina Display. Darauf angesprochen, gab Schiller zu verstehen, dass man Risiken eingehen müsse, um die Entwicklung nach vorne zu treiben.

„That’s the Apple I want — I want an Apple that’s bold and taking risks and being aggressive.“

Kleine Veränderungen führen nicht zum Erfolg. Schiller bestätigte, dass das neue MacBook sicherlich nicht für jeden optimal geeignet sei, Apple müsse jedoch ein paar Schritte vorausdenken, um die Technologie nach vorne zu bringen – in eine Welt, in der keine Geräte mehr an ein Laptop angestöpselt werden müssen. (via The Verge)

Kategorie: Apple

Tags:

3 Kommentare

  • MrHPunkt

    Jeder einzelne Punkt kann ich so nicht akzeptieren. Die Gewinnspanne beim iPhone ist derart groß, dass der einzige Grund nur 16GB statt 32GB anzubieten ist, weil somit viel mehr Leute freiwillig zu 64GB wechseln, weil sie mindestens 32GB wollten.
    Ich feier USB Type-C. Aber das Apple nicht wusste das kurz darauf Thunderbolt 3 heraus kam, das auch einen USB Type-C Stecker besitzt glaube ich kaum. Das Wegfallen von der MagSafe Ladebuchse ist auch scheiße. Platz für 2 USB-Ports oder ein zusätzlicher Mag Safe wär wohl locker noch machbar gewesen.
    Das die beste Balance zwischen Akku und Design ist, dass die Kamera raus steht verstehe ich nicht. Wenn Die Batterie größer wäre könnte man einfach gescheitere Netzteile vertreiben und mehr Ladestrom zulassen. Aber das wäre wieder ein paar Cent teurer.

    Bei Steve Jobs (zumindest am Anfang seiner Zeit bei Apple) ging es immer darum das beste Produkt zu machen. Nun geht es darum so viel Geld wie möglich zu machen. Schade. Ich frage mich was für großartige Produkte es wohl gäbe für wenig Geld mehr.
    Eine 480p Webcam in einem MacBook im 2015 wäre sicher nicht verbaut.

    10. Jun 2015 | 16:28 Uhr | Kommentieren
    • Markus

      Ja, leider ist niemand mehr da der was wirklich neues erfinden kann. Deswegen werden super Sachen wie z.b. der MacSafer Anschluss einfach mal ein paar Jahre in eine Schublade verschwinden, um dann wieder als neue Innovation vorgestellt werden zu können.
      Alle Firmen haben an erster stelle nur den Profit. Aber got sei Dank, gibt es noch eine einzige Firma (Apple) auf dieser Welt die noch das Produkt und die bedienbarkeit ganz oben stehen hat. Ich hoffe das das Erbe Steve Jobs noch lange fort geführt wird, denn wirkliche Alternativen in Qualität und Preis/Leistung gibt es NICHT !

      Wollte mir eigentlich nie wieder ein Windows Rechner kaufen, aber leider musste ich (war ich gezwungen) mir Anfang des Jahres, aus beruflichen Gründen, wegen einem (nur) in Deutschland weit verbreiteten CAD programm, einen Win8 Laptop zukaufen. Jetzt habe ich einen neuen nicht gerade billigen Dell PC mit, für einem Windosrechner, sehr guter, aktueller Harware Ausstattung, neben einem fast 4 Jahre MacBook stehen . . .
      Eigentlich braucht man dazu ja wohl nichts mehr sagen . . . aber fangen wir mal mit der ständigen Fehlermeldungen eines nicht kompatibelen Grafikkarten Treiber an, der nicht mit dem CAD Programm kompatibel ist, obwohl die Grafikkarte selber vom CAD Programm empfohlen wird. Zum Windows Betriebssystem fehlen mir die Worte. Schauen wir uns dann mal das Plastik Gehäuse mit Plastik Tastatur, Netzteil, Kabel und Stecker an . . . Vergleichen die Display Qualität . . . Keine Worte. . . . oder schalten mal eben beide Laptops gleichzeitig an um eine eMail zu empfangen, zu lesen und zu beantworten . . . Da habe ich das MacBook schon wieder zugeklappt, bevor ich auf dem Win8 Laptop überhaupt eine eMail empfangen habe . . . Ich kann mir nicht erklären warum sowas überhaupt hergestellt wird oder wer sowas freiwillig kauft.

      11. Jun 2015 | 12:15 Uhr | Kommentieren
  • Instinct23

    Amen Bruder (Y)

    10. Jun 2015 | 23:55 Uhr | Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *