Indien lässt Verkauf von refurbished iPhones nicht zu – Apple Stores noch vakant

| 7:33 Uhr | 1 Kommentar

Indien stellt sich quer. Das Land wird Apples Drängen auf eine Importgenehmigung für gebrauchte Smartphones nicht nachgeben, sagte die indische Handelsministerin Nirmala Sitharaman auf einer Pressekonferenz. “Wir sind gegen jeden Anbieter, der in diesem Land gebrauchte Smartphones verkaufen will – ganz gleich wie ausgezeichnet sie sein mögen”, so die Ministerin am Montag.

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Damit ist Tim Cooks Anliegen offenbar gescheitert. Der Apple-Chef wollte auf seinem Indien-Besuch auch eine Wiederaufnahme des ausgesetzten Verkaufsprogramms erreichen. Der Konzern zielt damit auf die breite Schicht der potenziellen Kunden, die nach preiswerten Modellen Ausschau halten. Der durchschnittliche Smartphone-Kunde in Indien greift nach einem Gerät im unteren Preisbereich.

Auf die Ablehnung seitens der indischen Regierung hat sich Apple bisher noch nicht geäußert.

Frage der Apple Stores ist noch offen

Auch der Wunsch nach der Eröffnung von Apple Stores in Indien bleibt bislang unerfüllt. Letzte Woche hatte der indische Finanzminister die Forderung seines Landes unterstrichen, dass jeder Konzern, der eigene Einzelhandelsgeschäfte betreiben möchte, auch einen gewissen Anteil der Produkte im Land herstellen muss. Es geht um mindestens 30 Prozent der Komponenten. Laut Reuters ist das letzte Wort jedoch noch nicht gefallen.

Das erfüllt Apple bisher nicht, der Konzern müsste die Produktion zum Teil aus China nach Indien verlagern. Ob sich dieser Tausch für Apple rechnet, werden wir sehen. Viel ist in dieser Hinsicht noch nicht passiert – außer dass Apple ein Forschungszentren in Indien eröffnet hat und ein weiteres bis zum Jahr 2017 plant.

Diese beiden haben zwar nicht direkt mit der Produktion zu tun. Aber innerhalb der Regierung scheint sich doch etwas zu bewegen. Nirmala Sitharaman sagte auf der Pressekonferenz, man werde die Sache intern diskutieren.

Plaudern mit dem Premier

Vor gut einer Woche war Apple-Chef Tim Cook zu Gesprächen nach Indien gereist. Er traf unter anderem auch den Premierminister Narendra Modi. Bei dieser Gelegenheit enthüllten beide ein neues App-Portal, mit dem die Bürger unter anderem mit dem Premier in Kontakt treten können.

Das Treffen schien von gegenseitigem Einverständnis geprägt gewesen zu sein. Insofern überrascht es vielleicht, dass immer noch keine Einigung beim Gebrauchtwarenhandel erreicht werden konnte. Für Apple stellt der indische Smartphone-Markt den aktuellen Wachstumsmarkt schlechthin dar. Der iPhone-Hersteller wird sich deshalb sicherlich nicht so leicht abweisen lassen.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • NKTHEK

    Kein Verständnis das ne Regierung sowas untersagen kann – nicht viel Demokratie wenn man nicht mal selber entscheiden kann ob man sich ein gebrauchtes iPhone kauft oder nicht. Vor allem in der Gosse also in Indien wo 95% der Einwohner wieso schon kein Geld haben wären gebrauchte iPhones eine Möglichkeit sich solch ein Handy überhaupt leisten zu können.

    31. Mai 2016 | 15:25 Uhr | Kommentieren

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