Devolo: Neuausrichtung mithilfe des Schutzschirmverfahrens

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Devolo informiert zum Wochenstart darüber, dass sich das Unternehmen mithilfe des Schutzschirmverfahrens neu aufstellen wird. Das Schutzschirmverfahren ist eine besondere Verfahresnart des deutschen Insolventsrechts. Damit kann Devolo in Eigenregie die Restrukturierung vorantreiben, die in Folge der anhaltenden Corona-Krise sowie des weltweiten Chipmangels nötig wurde.

Devolo: Neuausrichtung mithilfe des Schutzschirmverfahrens

In den vergangenen Jahren haben wir das ein oder andere Produkt von Devolo getestet und sind weiterhin von den Powerline-Adaptern des Unternehmens überzeugt. Allerdings informiert uns das Unternehmen am heutigen Montag darüber, dass man in eine Schieflache geraten ist.

Mit dem Schutzschirmverfahren macht devolo aktiv einen Schritt zur langfristig positiven Entwicklung des Unternehmens. Dazu wird die devolo AG während der kommenden Monate in enger Abstimmung mit Stakeholdern und Beratern einen Restrukturierungsplan erarbeiten. Dieser wird die konkreten Maßnahmen zur Neuordnung des Geschäfts enthalten. Der Geschäftsbetrieb der devolo AG läuft während des gesamten Restrukturierungsprozesses in vollem Umfang weiter. Alle Leistungen werden unverändert erbracht, die Gehälter der Mitarbeiter werden weiter gezahlt. Geplant ist, die Sanierung binnen weniger Monate abzuschließen.

Der Schutzschirm ist ein bewährtes Restrukturierungsinstrument des deutschen Sanierungsrechts. Bei einem Schutzschirmverfahren bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung (Eigenverwaltung). Dies ist nur in solchen Fällen möglich, in denen Unternehmen frühzeitig selbst tätig werden und genügend Handlungsspielraum für eine Lösung besteht. Beides ist bei der devolo AG der Fall. Bei einem Schutzschirmverfahren wird außerdem ein Sachwalter eingesetzt. Dieser überwacht ähnlich wie ein Aufsichtsrat die Neuaufstellung im Interesse der Gläubiger.

Gründe?

Devolo führt die anhaltende Corona-Situation für die Schieflache an. Devolo schreibt

Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Pandemiejahr 2020 und erwarteten Öffnungen des Flächeneinzelhandels im Frühjahr 2021 war zunächst von einer positiven Absatzentwicklung ausgegangen worden. Weitere pandemiebedingte Schließungen im Handel und ein verändertes Käuferverhalten speziell auf dem deutschen Markt führten dann aber zu einem Nachfragerückgang ab dem zweiten Quartal 2021.

Dem gegenüber standen jedoch hohe Warenzuflüsse aus den Produktionsstätten in Fernost. Hier müssen aufgrund des weiter anhaltenden Mangels an Bauteilen frühzeitig Lieferverpflichtungen eingegangen werden, die Anfang 2022 zu einem sehr hohen Lagerbestand führten und damit zu einem Liquiditätsengpass. Hinzu kam, dass devolo 2021 Umsätze mit Netzbetreibern im Ausland und im volumenstarken Projektgeschäft nicht realisieren konnte, weil spezifische Zulieferprodukte aufgrund des Chipmangels nicht verfügbar waren.

Devolo blick positiv in die Zukunft und rechnet mittel- bis langfristig mit positiven Geschäftsaussichten.

„Denn wir alle führen Videotelefonate im Home-Office, wir streamen Serien in HD, spielen online. Highspeed-Internet in jedem Winkel des Hauses ist dafür unverzichtbar und Heimvernetzung daher weiter ein Wachstumsmarkt. Als Marktführer im Bereich Powerline-Technologie, WLAN-Experte und wichtiger Partner internationaler Netzbetreiber werden wir von diesem Wachstum auch in Zukunft profitieren.“, So Heiko Harbers, Vorstand der Devolo AG.

Kategorie: Apple

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