RWE setzt im Tagebau aufs iPad mini

| 21:32 Uhr | 0 Kommentare

Ein paar Monate ist es schon her, dass Apple und IBM eine weltweite Partnerschaft angekündigt haben. Aus dieser gehen unter anderem spezielle Apps für den Business-Sektor hervor. Diese Kooperation erntet immer mehr Früchte. Nun hat der Energiekonzern RWE bekannt gegeben, dass das Unternehmen zukünftig auf das iPad mini setzen wird, um Maschinen im Tagebau zu warten. Dies soll die bisherigen Papierformulare erstzen.

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RWE setzt bei Maschinenwartung aufs iPad

RWE hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen bei der Maschinenwartung im Tagebau zukünftig auf das iPad mini setzen wird. Die RWE Mitarbeiter erhalten iPad mini mit einer speziellen App. Dies löst die bisherige Arbeitsweise bei der Maschinenwartung mit Papier-Formularen ab und zudem hat RWE die Arbeitsprozesse angepasst.

Bisher gab es Checklisten auf Papier, die Mitarbeiter vor Ort ausgefüllt und im Büro am PC ins System übertragen haben. Künftig sollen sie sich neben der digitalen Verarbeitung der Daten auch die Aufträge selbst aussuchen und priorisieren. Das Handelsblatt schreibt

Auch Fotos sollen mit den Tablets aufgenommen werden. „Diese „WhatsApp-Kultur“ – mal schnell ein Foto zu machen und zu verschicken – haben wir in der App integriert“, sagte Lamken. Wenn zum Beispiel etwas an einer Maschine verbaut sei, was nicht der Dokumentation entspreche, könne man dies auf einem Foto einkreisen und damit für die Unterlagen erfassen. „Wir wollen auch Geräusche aufzeichnen: Wenn zum Beispiel ein Getriebe knirscht, könnte man bei den Kollegen aus anderen Tagebau-Betrieben fragen, ob ihnen das bekannt vorkommt.“

Mit Hilfe von Datenauswertung sollen auch Prognosen für Verschleiß und Wartungs-Intervalle gemacht werden. Bei der Vernetzung der Maschinen im sogenannten Internet der Dinge zeigt sich Lamken hingegen noch skeptisch. Es gebe zwar gute Ansätze, zum Beispiel große Kugellager, die mit Sensoren ausgestattet werden sollen. „Aber bisher ist man hier eher noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium. Die breite Vermarktung sehe ich noch nicht – aber wir wollen vorbereitet sein.“ Das Verhältnis von Kosten und Nutzen sei noch offen. „Wenn ich überall Sensoren installiere, dann kostet es auch etwas. Diese Kosten müssen erst einmal ausgeglichen werden.“

In der Endstufe des Projekts sollen insgesamt 1.000 iPads zum Einsatz kommen. RWE hat sich übrigens für das 7,9 Zoll iPad mini entschieden, da dieses exakt in die Brusttasche der Arbeitskleidung passt.

Kategorie: iPad

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