Facebook führt Bots für den Messenger ein

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Eigenen Angaben zufolge will Facebook seinen Messenger-Dienst bald auch für Firmenkunden anbieten. Mit der Offerte will sich der Konzern als zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen und deren Kunden etablieren. Ein nützlicher Schritt mit Vorzügen für alle Seiten, doch er birgt auch datenschutzrechtliche Risiken.

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Facebooks Angebot wurde auf der Entwicklerkonferenz „F8“ vorgestellt. Es sieht eine Art automatischen Anrufbeantworter für die Firmen vor, in dem Konzept Chatbot genannt. Der Bot soll in der Lage sein, auf Kundenwünsche zu reagieren.

Smarter Anrufbeantworter bedroht Amazon

Jedes Unternehmen soll seinen Chatbot entsprechend der eigenen Bedürfnisse konfigurieren können. Facebook-Gründer und Chef Mark Zuckerberg führte den Mechanismus an einem Beispiel vor: Er zeigte, wie man bei einem Floristik-Shop Blumen bestellt.

In einem anderen Beispiel demonstrierte der Chef des Facebook-Messengers, David Marcus, wie der Kunde Schuhe kauft: Der Kunde betritt den jeweiligen virtuellen Store, wird vom Facebook-Bot begrüßt. Dann fragt der Bot alle nötigen Details ab: Welche Art von Schuh gewünscht wird, wie viel der Kunde ausgeben möchte und wie er die Rechnung zu begleichen gedenkt. Anschließend präsentiert der Chatbot das Schuhsortiment. Beim Ausprobieren konnte der Automat leider nicht behilflich sein. Aber egal, es geht ums Kaufen, nicht ums Passen.

Das Angebot könnte sich auszahlen: Der Messenger-Dienst blickt derzeit auf 900.000.000 Nutzer. Das ist definitiv ein guter Ausgangspunkt und für Facebook eine Gelegenheit, nach den Telefonnummern via WhatsApp auch noch die Kontodaten vieler Nutzer einzusammeln. Der Schritt bedeutet für Anbieter wie Amazon, die als Vermittler im Einzelhandel stark vertreten sind, sicher eine Kampfansage. (via Facebook)

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