Video-Streaming in Deutschland: Der Boom geht auch 2017 weiter

| 13:45 Uhr | 1 Kommentar

Vergleicht mal euer aktuelles „TV“-Verhalten mit eurem Konsum vor zwei, drei Jahren? Hat sich etwas geändert? Wir für unseren Teil können definitiv sagen, dass eine immer größere Veränderung eintritt. Das klassische Fernsehen tritt in den Hintergrund und wir setzen immer mehr auf Video-Streaming.

Video-Streaming in Deutschland: Wachstum auch 2017

Die gestrige Serie oder einen Film verpasst? Kein Problem, man ruft die Mediathek des Senders XY auf und guckt sich das Verpasste einfach per Streaming zu einem späteren, besseren Zeitpunkt an. Oder man ruft YouTube auf, um sich beispielsweise die Handball Weltmeisterschaft und die Spiele der deutschen Mannschaft zu streamen. Im TV laufen die Spiele nämlich nicht. Läuft Abends nichts im Fernsehen? Dann auf in den iTunes Store und einen Film oder eine Serie angucken.

Wir haben uns beispielsweise neulich die James Bond Collection gegönnt, die es nun „abzuarbeiten“ gilt. Dazu gesellen sich Angebote wie Amazon Prime-Video und Netflix, die ebenso haufenweise Inhalte als Streaming bereit stellen.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) hat sich mit den Umsätzen der Video-On-Demand-Angeboten im Internet (VoD) in Deutschland beschäftigt und prognostiziert, dass diese im laufenden Jahr um 18 Prozent auf 945 Millionen Dollar steigen. Im Jahr 2016 lag das Marktvolumen noch bei 800 Millionen Euro. Damit wächst der VoD-Markt im siebten Jahr in Folge. Immer mehr Zuschauer entscheiden selbst, wann sie welche Filme oder Serien schauen und machen sich nicht mehr abhängig von festen TV-Sendezeiten.

Bitkom schreibt

Beim Video-Streaming gibt es unterschiedlichen Erlösquellen. Den größten Anteil erzielen im Jahr 2017 kostenpflichtige Video-Angebote mit einem Umsatzvolumen in Höhe von 511 Millionen Euro. Je nach Geschäftsmodell bieten Video-Portale unbegrenzten Zugang zu Filmen und Serien gegen eine monatliche Grundgebühr, den Verkauf oder der Verleih einzelner Videos oder eine Kombination aus beidem. Beispiele für solche kostenpflichtigen Video-Streaming-Plattformen sind Amazon Prime Video, Apple iTunes, Google Play, Maxdome, Netflix, oder Sky Online.

Zum ersten Mal werden im Jahr 2017 voraussichtlich höhere Umsätze mit Abo-Modellen (275 Millionen Euro) erzielt als mit Einzelabrufen (236 Millionen Euro). Werbefinanzierte Angebote, die für die Nutzer kostenlos sind, erzielen den Prognosen zufolge im laufenden Jahr 434 Millionen Euro. Anbieter in diesem Bereich sind Video-Portale wie Youtube, Soziale Netzwerke wie Facebook, Online-Portale wie T-Online oder Web.de sowie die Webseiten der privaten Fernsehsender. „Video-Inhalte sorgen im Internet für höhere Reichweiten“, sagt Lutter. „Durch die schnelle mobile Internetversorgung werden Inhalte zudem immer häufiger mobil auf dem Smartphone oder dem Tablet Computer angeschaut.“

Laut einer Bitkom-Umfrage setzen mittlerweile 77 Prozent der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren Filme, TV-Sendungen oder andere Videos als Stream im Internet. Dabei ist die Gruppe der 14 bis 29 Jährigen (88 Prozent) und die Gruppe der 30 bis 49 Jährigen (90 Prozent) besonders stark vertreten.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Jaype

    Ich stelle eigentlich auch fest dass sich das klassische Fernsehen weniger nutze. Allerdings bezieht sich das fast ausschließlich auf die so genannten freien Sender. Die öffentlich-rechtlichen schaue ich immer mehr und wenn ich Unterhaltung will habe ich Amazon iTunes etc. ich denke dieser Trend wird sich noch verstärken weil die Angebote unattraktiv und für DVB-T Nutzer in Zukunft auch viel zu teuer für den gebotenen Gegenwert sind.
    Ich vermute mal das in kürzester Zeit alles in HD und ohne Entschlüsselungsentgelte zur Verfügung gestellt wird. Die Alternative wäre meines Erachtens nur das Ende dieses unglücklichen Experiments.

    18. Jan 2017 | 6:06 Uhr | Kommentieren

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