Für iPad und iPhone: Foxconn plant angeblich neue Fabriken in Brasilien

| 9:38 Uhr | 1 Kommentar

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Wie vor kurzem bekannt wurde, ist durch das taiwanische Unternehmen Foxconn der Bau von bis zu fünf neuen Fabriken für jeweils 1.000 Mitarbeiter im Bundesstaat Sao  Paulo, Brasilien, geplant. Dies zumindest gab der Sekretär für Planung und Entwicklung des Bundesstaates Sao  Paulo, Julio Semeghini, bekannt. Das wurde allerdings gleich wieder von einem offiziellen Vertreter des Unternehmens dementiert und als reine Spekulation abgetan. Außerdem stellte der Vertreter des Unternehmens klar, dass in keiner der sechs bereits vorhandenen Fabriken in Brasilien eine Produktion von iPhones oder iPads stattfinde. Entsprechend eines Berichts auf folha.com, will Foxconn die Anlagen in erster Linie für den Bau von Notebooks, PCs, elektronischen Bauteilen, Steckern, Batterien und Maschinenelementen hoher Präzision einsetzen.

Die Anlagen sollen in Jundiai im Bundesstaat Sao Paulo entstehen und nach Aussage des Sekretärs sollen die Verhandlungen nach dem chinesischen Neujahrsfest fortgesetzt werden. Trotz des Statements des Foxconn Vertreters geht der brasilianische Staatssekretär davon aus, dass in Zukunft nicht nur aus China importierte Teile in Brasilien montiert werden, sondern auch, dass Foxconn andere Komponenten produzieren werde. Dass er damit recht behalten könnte, ergibt sich aus den Steuervorteilen Brasiliens, die gerade für Apple interessant sein dürften.

Allerdings stellt sich die Frage, ob Foxconn momentan tatsächlich in weitere Fabriken investieren wird. Die zwischen 2010 und 2011 verbrannten 300 Millionen US-Dollar für die Anlage in Sao Paulo zur Montage von iPads dürften immer noch schmerzen, auch wenn Apple und Foxconn daran arbeiten, das Werk mit ungefähr 1.400 Mitarbeitern in Schwung zu bringen. Apple selbst steht im Moment nicht nur deshalb unter Druck, weil keine Arbeitsplätze in den USA geschaffen werden, sondern auch wegen der angeblich katastrophalen Arbeitsbedingungen bei seinem Zulieferer Foxconn in chinesischen Werken. Dass dennoch Tausende in diesen Werken arbeiten wollen, muss nicht zwangsläufig heißen, dass Foxconn ein guter Arbeitgeber ist, sondern könnte auch damit zu haben, dass andere Arbeit in China schwer zu finden ist.

Fakt ist allerdings auch, dass es sich viele Medien zu einfach machen, die Verantwortung in Bezug auf Foxconn auf Apple zu reduzieren, denn auch andere Unternehmen wie Amazon, Microsoft, HP, Dell und viele mehr arbeiten mit dem Zulieferer zusammen. Dies allerdings entlastet Apple nicht von seiner Verantwortung, doch der CEO von Apple, Tim Cook, betonte in einer E-Mail, dass sich das Unternehmen um jeden Mitarbeiter in der Zulieferkette kümmere. Dass Apple dabei darauf achtet, dass nicht zu viel Geld in den Produktionsprozess fließt, ist klar und nachvollziehbar, allerdings sollte ein Arbeitgeber immer darauf achten, wer die Werte des Unternehmens schafft und nicht nur technologisch Vorreiter sein, sondern auch sozial. Die Produkte aller Hersteller werden schließlich in der Hauptsache von Arbeitnehmern gekauft, die schlechte Arbeitsbedingungen weder hierzulande noch anderswo schätzen. Ein Foxconn-Sprecher nennt den Bericht pure Spekulation. (via)

Kategorie: iPad

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1 Kommentare

  • B7fk

    China und sozial? Habe ich irgendwas verpasst?

    02. Feb 2012 | 10:30 Uhr | Kommentieren

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