Telekom: DSL-Flatrate bleibt echte Flatrate, keine Drosselung

| 17:01 Uhr | 2 Kommentare

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Diese Thema hat im Laufe des Jahres mehrfach hohe Wellen geschlagen. Die Rede ist von den Plänen der Deutschen Telekom im Festnetzbereich von einer Drosselung bei den DSL-Flatrates Gebrauch zu machen. Ab einem bestimmten verbrauchten Volumen, sollte die Geschwindigkeit stark eingeschränkt werden. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden angepasst und die Telekom hoffte auf das Verständnis der Kunden. In Bonn hatte wohl niemand mit diesem Sturm der Entrüstung gerechnet. Die Kritik wurde mehr als laut, die Politik schaltete sich und schlussendlich landete der Sachverhalt nach einer Klage von Verbraucherschützern vor Gericht.

Genau dort hat sich die Telekom allerdings vor ein paar Wochen eine blutige Nase geholt. Das Landgericht Köln entschied, dass die Telekom DSL Drossel unzulässig ist. Nun hat das Bonner Unternehmen die Marschrichtung neu überdacht und die Pläne am heutigen Tag im Rahmen einer Pressemeldung bekannt gegeben. Zusammenfassung: Die Telekom akzeptiert das Urteil des LG Köln und wird nicht in Berufung gehen. Vielmehr will man für mehr Transparenz sorgen und neue Weichen für die Zukunft stellen. Kunden sollen bei der Gestaltung von künftigen Tarifen stärker einbezogen werden. Ab dem 05. Dezember wird allen Bestandskunden die Volumen-Klausel ersatzlos aus den Verträgen gestrichen

Ein paar Auszüge möchten wir euch nicht vorenthalten

Wir wollen aber noch weiter gehen: Wir haben das Urteil als Anlass genommen, über unsere Tarife und Kundenkommunikation grundsätzlich noch einmal nachzudenken und einige Weichen neu zu stellen. Wir werden unsere Produkte und unsere Kommunikation in Zukunft transparenter und einfacher machen. Und: Wir wollen die Kunden bei der Gestaltung unserer künftigen Tarife stärker mit einbeziehen.

oder

Wir möchten, dass unsere Kunden verstehen, was sie von unseren Tarifen erwarten können. Und wird die Transparenz, die wir so stark betonen, nur für das Festnetz gelten? Sicher nicht. Wir wollen auch unser Mobilfunkportfolio in Zukunft einfacher und besser verständlich machen. Wie das im Detail aussieht, werden wir noch ausarbeiten.

Zukünftig wird es neben den echten DSL-Flatrates noch volumenbasierte Angebote geben.

Ganz ehrlich? Wir können es durchaus nachvollziehen, dass Power-Surfer stärker zur Kasse gebeten werden, als Gelegenheits-Surfer. Die Unterscheidung in Flatrate und Volumenbeschränkung finden wir okay. Das Ganze hätte die Telekom jedoch deutlich einfacher und mit weniger Image-Schaden haben können. Die Kommunikation ist alles andere als glücklich gelaufen. Wir finden es gut, dass man nun zurück rudert, Fehler eingesteht und die Zukunftsplanung überdenkt.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Drossel im Mobilfunkbereich

    Die größte Frechheit aller Zeiten ist die Drosselklausel in Mobilfunkverträgen. Ich habe im Download 300 MB mit bis zu 21,6 Mbit/s, danach werde ich auf 64 kbit/s in die Internet-Steinzeit verbannt. Das sind bei mir nur noch 0,29 % von der ursprünglich höchstmöglichen Geschwindigkeit! Die meisten haben wohl um die 8 Mbit/s im DL, dann sind es 0,79 %. Das ist aber nicht nur bei der Telekom so. Ich kann ja nachvollziehen, dass nicht jeder unbegrenzt mit Highspeed surfen kann (Netzauslastung). Aus meiner Sicht hat das dennoch nichts mehr mit einer Internet-Flatrate zu tun, da die meisten Apps nicht mehr sinnvoll nutzbar sind, wenn man derart gedrosselt wird. Dass es da noch keinen Aufschrei gegeben hat, kann ich nicht nachvollziehen. Man kann auch nicht sagen, dass die Verbraucher das nicht bei Vertragsabschluss wüssten. Es gibt ja gar keine Alternative. Alle Netzbetreiber machen das so. Kein Wettbewerb. Bundeskartellamt? Bundesnetzagentur? Kein Wunder, hält der Staat doch immer noch eine Menge Anteile am ehemaligen Staatskonzern. Da schwillt bei mir die Halsschlagader an…

    02. Dez 2013 | 21:59 Uhr | Kommentieren
  • Drossel im Mobilfunkbereich II

    Ich fordere eine Drossel auf 2 Mbit/s bei Verträgen mit über 20 MBit/s und 1 Mbit/s bei Verträgen < 20 Mbit/s. Man kann momentan ja nicht mal vernünftig Internetradio hören. Hört endlich auf die Leute abzuzocken!!!

    02. Dez 2013 | 22:04 Uhr | Kommentieren

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