Dyson Lightcycle: Die smarte Arbeitsplatzleuchte im Test

| 21:12 Uhr | 0 Kommentare

Dyson ist vor allem für seine Staubsauger bekannt. Seit einiger Zeit widmet sich der Hersteller aus Großbritannien jedoch auch der Beleuchtung. Das jüngste Produkt aus dieser Reihe ist eine Arbeitsplatzleuchte mit App-Steuerung, die dank eines raffinierten Kühlsystems über 60 Jahre leuchten soll. Dabei passt die Dyson Lightcycle ihre Farbtemperatur und Helligkeit automatisch an das Tageslicht an. Wir haben uns die smarte Beleuchtung genauer angeschaut und zeigen euch, ob Dyson tatsächlich die perfekte Arbeitsplatzleuchte abliefert.

Eine spezielle Lampe

Soviel vorweg: Die Dyson Lightcycle wird hauptsächlich auf „professionellen“ Schreibtischen seinen Platz finden – denn mit einem Preis von 499 Euro wird sie es schwer haben, sich als Nachttischleuchte zu rechtfertigen. Dafür bietet sie jedoch die mit Abstand beste künstliche Beleuchtung am Schreibtisch, die wir bisher gesehen haben.

Design

Wenn man die Verpackung der Dyson Lightcycle öffnet, begrüßen einem zunächst einige Einzelteile. Im Inneren des Kartons ist die Aufbauanleitung aufgedruckt, so dass sich die Komponenten  mit ein paar Handgriffen schnellzusammen bauen lassen.

Hierbei fallen zum ersten Mal die gut verarbeiteten Materialien auf. Insbesondere die schlanken Aluprofile verleihen der Lampe einen schicken industriellen Look, der sich deutlich von den meisten anderen Konkurrenzprodukten positiv abhebt.

Ein weiteres Highlight ist die Höhenverstellung. Um die Position der Leuchteinheit zu verändern, schiebt man ein Element an der Seite des Ständers einfach nach oben oder unten, wodurch der Arm entgegengesetzt der Handbewegung geschmeidig die Position verändert. Als kleiner Bonus befindet sich im Standfuß ein USB-C-Port (1,2 A bei 5 V), der zum Aufladen von Smartphones oder anderen Geräten genutzt werden kann. Die Abmessungen der Arbeitsplatzleuchte betragen 703 x 190 x 527 mm.

Das perfekte Licht

Die Arbeitsplatzleuchte soll das passende Licht für jede Tageszeit liefern. Hierfür setzt Dyson drei warme und drei kühle LEDs ein, die eine Lichttemperatur zwischen 2.700 und 6.500 Kelvin mit einer Beleuchtungsstärke von bis zu 1000 Lux ermöglichen. Das besondere hierbei ist, dass sich die Lichttemperatur der Tageszeit anpasst. Die Regulierung wird über einen uhrzeit-, datums- sowie ortsabhängigen Algorithmus realisiert. Unterstützt wird die Funktion von einem Umgebungslichtsensor. So erhält man immer die perfekte Beleuchtung und nimmt das Licht nicht als störend wahr.

Neben der hervorragenden Lichtleistung ist die Langlebigkeit hervorzuheben. Dank einer „Heat Pipe“-Kühltechnologie mit vakuumdichtem Kupferrohr werden die sechs Hochleistungs-LEDs ausreichend gekühlt, um die Lichtqualität bis zu 60 Jahre zu gewährleisten. Dabei bezieht sich Dyson auf eine Nutzung von 8 Stunden pro Tag. Ob die Lampe tatsächlich solange halten wird, werden wir vermutlich nicht mehr erleben. Wer weiß, was in 60 Jahren ist. Tests von Dyson werden jedoch diese Lebensdauer ergeben haben.

Bedienung

Wer das volle Potential der Lampe nutzen will, benötigt die Dyson Link-App, die über Bluetooth mit der Dyson Lightcycle kommuniziert. Mit der App kann unter anderem die Tageslichtwiedergabe konfiguriert und persönliche Präferenzen festgelegt werden. So lassen sich beispielsweise Lichtstimmungen für die Arbeit, zum Entspannen oder auch für das Aufwachen abrufen. Ein Boost-Modus sorgt für eine Erleuchtung bei besonders kniffligen Arbeiten, indem er für kurze Zeit sehr helles Licht bietet. Die hellste Einstellung kann für 20 Minuten beibehalten werden.

Die App wird für die Lichtsteuerung nicht vorausgesetzt. Im Idealfall läuft alles automatisch. So verfügt das System über einen Infrarotsensor, der dafür sorgt, dass sich die Lampe automatisch ein- und ausschaltet, wenn der Nutzer an-, beziehungsweise abwesend ist. Diese Funktion findet wir ganz hilfreich. Man betritt das dunkle Büro und die Lampe schaltet sich automatisch an. Kurz nachdem das Büro verlassen wurde, erlischt sie wieder. Die Lichtstärke und Lichttemperatur wird, wie bereits beschrieben, dank des Umgebungslichtsensors automatisch angepasst. Wer ohne App nachjustieren will, kann dies problemlos über eine Slide-Touch-Steuerung auf der Oberseite des Haltearms erledigen. Hier kann die Lampe auch manuell ein- und ausgeschaltet werden.

Dyson Link
Dyson Link
Entwickler: Dyson Inc.
Preis: Kostenlos

Fazit

Dyson hat mit der Lightcycle eine sehr gute Arbeitsplatzleuchte geschaffen, die sowohl in der Qualität als auch bei der Bedienung überzeugen kann. Das Design ist natürlich Geschmacksache, überzeugt uns jedoch mit dem schlichten Look und der praktischen Handhabung. Ohnehin liegt hier der Fokus auf der Technik, die durchaus überzeugen kann. Lediglich eine HomeKit-Integration oder einen Alexa-Skill haben wir vermisst. Hierfür fehlt schlichtweg WLAN oder ein anderer Funkstandard wie Zigbee.

Das überzeugende Gesamtpaket hat seinen Preis. Mit 499 Euro richtet sich die Dyson Lightcycle eher an den professionellen Anwender. Das schließt jedoch nicht aus, dass man die Lampe auch für entspannte Tätigkeiten einsetzt. Insgesamt hat sich Dyson viele Licht-Modi einfallen lassen, die uns den ganzen Tag begleiten – vom Aufwachen über die Arbeit bis hin zum gemütlichen Abendlicht. Neben der Tischleuchte gibt es auch noch eine Stehlampe zum Preis von 749 Euro.

Kategorie: Allgemein

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.