Meater+: kabelloses Grill-Thermometer im Test

| 21:21 Uhr | 2 Kommentare

Kabelloses Grill-Thermometer „Meater+“ („Meater Plus“) im Test. Während einige Nutzer nur zwei, drei Mal pro Jahr den Grill anschmeißen, gibt es wiederum andere Anwender, die rund ums Jahr grillen. Wir zählen uns zu den ambitionierten Grillern, die nicht nur die Sommermonate nutzen, um zu grillen, sondern auch im Winter das ein oder andere Mal den Rost „glühen lassen“. Es muss ja nicht immer Fleisch sein, auch Gemüse, Obst, Brot, Pommes, diverse Vor- und Nachspeisen etc. lassen sich auf einem Grill zubereiten.

Nachdem unser bisheriges kabelgebundenes Grill-Thermometer den berühmt berüchtigten Geist aufgegeben hat, sind wir über den Meater bzw. Meater+ gestolpert. Beim Meater+ handelt es ich um ein kabelloses Premium-Grill-Thermometer, welches eine Reichweite von bis zu 50m ermöglicht. Per Cloud könnt ihr auch von unterwegs auf das Grillthermometer zugreifen und die Temperatur eures „Long Jobs“ (z.B. Pulled Pork) überwachen. Wir haben uns Meater+ näher angeguckt und für euch getestet.

MEATER+ | Neu: Das kabellose, smarte Fleischthermometer mit 50m Reichweite | Für Ofen, Grill,...
  • ► Perfekte Garergebnisse: Egal ob Steak, Braten, Geflügel oder Fisch, mit dem smarten...
  • ► Einfache Zubereitung ohne Kabelsalat: MEATER-App auf dem Smartphone oder Tablet starten,...

Meater+: kabelloses Grill-Thermometer im Test

Bei der Auswahl unseres neuen Grill-Thermometers kam es uns insbesondere darauf an, dass dieses kabellos funktioniert. Wir hatten in der Vergangenheit bereits das ein oder andere kabelgebundene Grill-Thermometer im Einsatz, waren mit diesem aber nie richtig zufrieden. Das Kabel stellte sich mehrfach als Schwachstelle heraus. So hatten wir nicht nur mit einem Kabelbruch und Fehlmessungen zu kämpfen, auch bei Grillgut, welches mit einem Drehspieß zubereitet wird, stößt eine kabelgebundene Variante sehr schnell an ihre Grenzen.

Unser Wahl fiel auf den Meater bzw. Meater+. Der Hersteller „apption Labs“ bietet insgesamt drei Varianten an. Neben dem klassischen Meater, gibt es noch den Meater+ sowie den Meater Block. Unsere Wahl fiel auf den Meater+. Dieser bietet im Vergleich zum Meater eine 5x höherer Reichweite und entgegnet damit einem Kritikpunkt am Meater. Meater Block bietet euch nicht nur einen Fühler, sondern gleich vier Fühler sowie WLAN- anstatt Bluetooth-Reichweite. Dafür kostet der Meater Block auch knapp dreimal soviel wie der Meater+. Kurzum: Für uns erschien der Meater+ als optimale Lösung.

Lässt sich mit dem Meater+ besser grillen und perfekt gegrilltes Fleisch auf den Tisch zaubern? Rund drei Jahre ist es mittlerweile her, dass der Original Meater auf den Markt gekommen ist. Die Reichweite betrug „nur“ 10 Meter. Durch Anregungen der Grill-Community wurde Meater+ entwickelt. Das „Reichweitenproblem“ wurde dahingehend gelöst, dass die mitgelieferte Holzschachtel bzw. der kleine Holzblock als Repeater dient. Die Holzschachtel verlängert das Bluetooth-Signal, wenn ihr diese in der Nähe (der Hersteller spricht von bis 10 Metern beim Ofen, der Pfanne oder dem Gasgrill) positioniert. Praktischerweise verfügt die Holzschachtel über kleine Magneten, so dass ihr diese z.B. an den Seitentischen eines Grills platzieren könnt. Durch den Repeater wird eine Reichweite von bis zu 50 Metern ermöglicht. Wir nehmen es schon einmal vorweg. Die 50 Meter konnten wir zwar knapp nicht erreichen, allerdings deckte der Repeater das Grundstück sowie das ganze Haus ab, so dass wir problemlos auf dem heimischen Grundstück die Temperatur, Garzeit etc. verfolgen konnten. Entfernt man sich zu weit weg vom Meater+ bzw. Repeater, so erhält man eine Benachrichtigung über das Smartphone. 

Installation

Bevor ihr den Meater+ installiert, empfiehlt euch der Hersteller, den Messfühler vier Stunden lang aufzuladen. Entfernt den Papierschnipsel an der Batterie und schon startet der Ladevorgang.

Um Meater+ einsetzen zu können, müsst ihr das Grill-Thermometer zwingend über die Meater-App installieren. Diese steht kostenlos im App Store als Download bereit. Sobald ihr die App öffnet, wählt ihr euer Meater-Produkt aus, welches ihr installieren möchtet. In unseren Fall haben wir „Meater+“ angeklickt. Im Laufe der Installation wird nicht nur das Grill-Thermometer als solches installiert, euch wird das Gerät inkl. LED etc. auch näher beschrieben. Bluetooth muss am Smartphone / iPhone aktiviert sein und ihr solltet die Benachrichtigungen für die App genehmigen, damit euch diese im Fall X (Grillziel erreicht, zu hohe Temperatur etc.) informieren kann.

Die gesamte Installation dauert nur wenige Augenblicke und es bedarf keines Studiums, um die wenigen Schritte zu absolvieren. In unserem Fall wurde am Ende der Einrichtung noch ein Firmware-Update angeboten. Dieses haben wir installiert. Release-Notes wurden nicht genannt. Wir gehen davon aus, dass der Hersteller ausschließlich unter der Haube gearbeitet, Fehler beseitigt und das System optimiert hat. 

‎MEATER® Smart-Fleischthermomet
‎MEATER® Smart-Fleischthermomet
Entwickler: Apption Labs
Preis: Kostenlos

Technische Daten: Temperaturfühler

  • Bluetooth LE 4.0 kablellose Verbindung
  • Maximale Innentemperatur: 100°C (Fleisch)
  • Maximale Außentemperatur: 275°C (Garraum)
  • Edelstahl und Keramikkonstruktion
  • Wasserabweisend und einfach zu reinigen
  • Wiederaufladbar: Über 24 Stunden durchgehendes Garen
  • Dimensionen: 130mm Länge und 6mm Durchmesser

Technische Daten: Ladestation

  • Eingebauter Bluetooth-Repeater erweitert Reichweite bis zu 50m
  • Aufbewahrung und Laden der MEATER-Thermometer
  • Magnetische Rückseite: Einfache Aufbewahrung
  • Lädt MEATER bis zu 100 Mal mit einer AAA Batterie
  • Echtholz passend zu jeder Küche oder Außendekoration
  • LED Anzeige für den Batteriestatus
  • Dimensionen: 157mm L x 37mm B x 28mm H

Meater+ im Einsatz

Nach der Einrichtung haben wir uns direkt an den Grill gemacht. Für den ersten Meater+ Test haben wir uns für ein Tomahawk-Steak entschieden. Die App bietet euch diverse Fleisch- und Fischsorten zur Auswahl an und empfiehlt euch eine Kerntemperatur für die verschiedene Garstufen an.

Über die App haben wir einige Fleisch- und Fischsorten gefunden. Wie eingangs erwähnt, haben wir uns für ein Tomahawk-Steak entschieden. Dieses haben wir ausgewählt und konnten im nächsten Schritt die Garstufe auswählen. Meater+ empfiehlt für die jeweiligen Garstufen entsprechende Kerntemperaturen. Natürlich könnt ihr diese aufgrund eurer Erfahrung oder eures persönlichen Geschmacks auch individuell anpassen.

Bevor das Fleisch nun auf den Grill kommt, wird das Grill-Thermometer in das Fleisch eingeführt. Die App erklärt euch kurz, wie das Ganze erfolgt. Ihr müsst das Meater+ Thermometer in die dickste Stelle einführen. Dabei müsst ihr sicherstellen, dass ihr das Thermometer bis zur dünnen Rille hineinsteckt. Ein falsches Einführen kann zur Beschädigung des Meater+ führen. Das Grill-Thermometer verfügt über Dual-Temperatursensoren, die Kerntemperatur sowie die Umgebungstemperatur des Garguts überwachen. 

Über die App werden euch die Innentemperatur (Kerntemperatur) die Zieltemperatu sowie die Außentemperatur (Umgebungstemperatur im Grill) sowie die verbleibende Zeit angezeigt. Dabei setzt der Hersteller auf einen innovativen Schätzalgorithmus. Dieser schätzt die Gardauer und ermittelt Ruhezeiten – für eine optimale Zubereitung und Zeitplanung. Von daher solltet ihr euch nicht irritieren lassen, wenn ihr bei Erreichen der Zieltemperatur nicht direkt „losfuttern“ könnt. Je nach Fleisch empfiehlt die App eine unterschiedliche Ruhezeit. Bei unserem Tomahawk waren es beispielsweise zwei Minuten.

Je näher wir uns dem Ziel näherten, desto aufgeregter wurden wird. Allerdings war diese beim ersten Anschneiden des Fleisches direkt verflogen. Das Fleisch war zart rosa und nahezu perfekt zubereitet. Ein wenig Luft nach oben ist in jedem Fall noch vorhanden. Da muss man noch  ein wenig experimentieren.

Über die App stehen euch noch verschiedene zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung. So könnt ihr auch während des Grillens die Zieltemperatur anpassen oder ihr könnt euch eine bestimmte Zeit vor erreichen des Ziels per Push-Nachricht informieren lassen.

An dieser Stelle noch der kurze Hinweis, dass man nicht nur in den Grill investieren sollte, sondern auch in „hochwertiges“ Grillgut. Lieber ein paar Euro mehr als weniger ausgeben.

Meater-Link

Sollte die Bluetooth-Reichweite eures Meater+ Grill-Thermometers nicht ausreichen, so könnt ihr Meater Link und euer WIFI-Netzwerk nutzen, um das Bluetooth-Signal noch einmal zu verlängern. Hierfür ist allerdings ein zweites Smartphone oder Tablet zwingend erforderlich. Ihr installiert die Meater-App auf dem zweiten Gerät und aktiviert in den Einstellungen die Funktion „Meater-Link“. Das erste Gerät nimmt das Bluetooth-Signal auf, wandelt die Informationen um und gibt diese per WLAN zum Router weiter. Dieser gibt die Information anschließend per WIFI-Signal weiter. Das zweite Gerät, welches ebenfalls mit dem Router verbunden ist, erhalt so innerhalb der WLAN-Reichweite sämtliche Infos.

Cloud-Funktion

Neben Meater-Link, welches die Reichweite über ein Zweitgerät im eigenen Netzwerk verlängern kann, könnt ihr euch auch noch für Meater Cloud entscheiden und in Kombination mit Meater-Link die Informationen des Meater+ in die Cloud schicken. So könnt ihr theoretisch weltweit – Internetverbindung vorausgesetzt – die Infos vom Meater+ abrufen.

Eine weitere Vorteil der Meater Cloud ist es, dass eure Grillaktivitäten online gespeichert werden, so dass ihr diese auch Wochen und Monate später noch abrufen könnt. Wie war das damals noch einmal beim Tomahawk? Welche Kerntemperatur habe ich genutzt? Wie war das Ergebnis? Zudem könnt ihr Garvorgänge teilen und erhaltet Technik-Support und Service für euer Gerät.

Fazit

Meater+ funktionierte in unserem Test tadellos und sieht dabei auch noch gut aus. Allerdings muss man nicht meinen, dass man sich ein Grill-Thermometer kauft und alles andere von alleine läuft. Meater+ hilft jedoch dabei, dass man dem perfekten Grillerlebnis ein Stück näher kommt. Es gibt nichts ärgerlicheres, als dass man sich ein gutes Stück Fleisch kauft und dieses nur „halbgar“ zubereitet wird. Der Vorteil von Meater+ liegt in unseren Augen in jedem Fall in der kabellosen Anbindung. Es gibt keine störenden Elemente, um das Fleischthermometer auch in Kombination mit einer Drehspieß zu nutzen. Die Anbindung an die App ist gut gelöst und die Tatsache, dass man auch unterwegs die Temperatur überwachen kann, runden das positive Bild ab. Für die Cloud-Nutzung ist allerdings zwingend ein zweites Gerät erforderlich. Für „zu kleine“ Stücke Fleisch ist Meater+ übrigens nicht geeignet, da man das Grill-Thermometer bis zu Sicherheitsrille komplett ins Fleisch geschoben werden muss. Für die meisten Fleischstücke dürfte dies jedoch kein Problem sein.

 

Auch wenn wir hier die Ganze Zeit den Einsatz am Grill umschreiben, kann das Thermometer natürlich auch in der Küche im Backofen genutzt werden.

Für wen ist Meater+ geeignet? Für den Gelegenheits-Griller, der zweimal im Jahr den Grill anschmeißt, sicherlich nicht. Seid ihr jedoch ambitionierter am Grill unterwegs und möchtet ihr die Grillqualität verbessern, so ist Meater+ in jedem Fall eine großartige Hilfe. Macht euch mit Meater+ selbst eine Freude oder schreibt es auf euren Wunschzettel.

Was fehlt uns an Meater+? Nicht wirklich viel. Bei der Auswahl der verschiedenen Fleisch-/Fisch-/Geflügelsorten hätten wir es gerne noch etwas „ausgefeilter“. Hier fehlen uns Schlüsselbegriffe wie „Entrecote“ oder „Roastbeef“. Eine Apple Watch-App wäre wünschenswert. Diese Abzüge in der B-Note ändern allerdings nichts daran, dass uns Meater+ voll und ganz überzeugen kann.

Preis & Verfügbarkeit

Meater+ ist zum Preis von 119 Euro bei Amazon verfügbar. Das Grill-Thermometer ist auf Lager und kann unmittelbar verschickt werden.

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  • ►Längere Reichweite: Eingebaute Erweiterung der Reichweite von Bluetooth zu WiFi bis zu 50m.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Daniel We

    Danke für das Review, ich liebäugle auch, aber die Max Temp von „nur“ 275 Grad Celsius finde ich befremdlich. Mein Gasgrill macht irgendwas um 330 plus Innenraum Temp., und gerade beim scharfen angrillen habe ich in der Regel Anschlag (wenn auch nur kurz)

    Habt Ihr eine Einschätzung? Seid Ihr bei Eurem übrigens sehr ansehnlichen Stück Gaumengold an die Max Grenze gekommen?

    Danke und Gruß
    daniel

    05. Jul 2020 | 23:05 Uhr | Kommentieren
    • Admin

      Hi, beim normalen Grillen erreicht man die 275 Grad nicht. Beim scharfen Anbraten, kommt man in der Tat in die Nähe der Maximaltemperatur. Das zeigt dir das Thermometer dann auch an und informiert, dass ihr das Thermometer entfernen sollt, um eine Beschädigung zu vermeiden.. Vermutlich ist der ideale Weg, das Fleisch scharf anzubraten und anschließend den Meater+ einzuführen.

      Viele Grüße und Spaß beim Grillen

      06. Jul 2020 | 7:57 Uhr | Kommentieren

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