Apple-Manager loben in neuem Interview die „Kamerarevolution“ des iPhone 13 (Pro)

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Vor einem Monat stellte Apple das iPhone 13 und iPhone 13 Pro vor. Während das Produkt immer noch auf der ganzen Welt eingeführt wird, blicken Führungskräfte von Apple auf 15 Jahre Smartphone-Kamerarevolution zurück und beschreiben, welche wichtige Rolle das iPhone 13 bei dieser Entwicklung spielt.

Filmreife Aufnahmen mit dem iPhone 13 (Pro)

Apples VP of Software Camera Engineering Jon McCormack, VP of Hardware Camera Engineering Graham Townsend und iPhone Product Manager Louis Dudley wurden von Thiago Lavado von Exame interviewt.

In dem Interview sprechen McCormack und Townsend über das Ziel von Apple, das beste Kameraerlebnis für seine Nutzer zu schaffen:

„Wir können auf über 100 Jahre Fotografie- und Filmgeschichte zurückblicken, um zu verstehen, wie Fotografen und Filmemacher diese verfügbaren Werkzeuge nutzen, um großartige Bilder und Filme zu schaffen. Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir dies allen zugänglich machen können“, erinnert sich McCormack.

Dank des A15 Bionic-Chips und Software-Verbesserungen konnte Apple mit dem Kinomodus eine Funktion auf das Smartphone bringen, die es in dieser Form zuvor noch nicht gegeben hat. Der Kinomodus auf dem iPhone 13 und iPhone 13 Pro basiert auf umfangreichen Studien zur Schärfenverlagerung – für Videoaufnahmen mit einem beeindruckenden Tiefeneffekt und automatischen Fokusänderungen. Der Modus kann den Fokus bei Videoaufnahmen nahtlos von einem Motiv zu einem anderen verschieben. Die Schärfe wird auf dem Motiv gehalten, während der Hintergrund unscharf wird. Der Fokus kann automatisch geändert werden, wenn ein neues Motiv die Szene betritt. Unschärfe und Fokus können auch nach der Videoaufnahme über die Fotos-App angepasst werden.

Wie McCormack erklärt, wusste Apple, dass es – im Vergleich zum Porträtmodus – um ein Vielfaches schwieriger sein würde, eine hochwertige Tiefenschärfe für Videos zu erzielen. Im Gegensatz zu Fotos sind Videos so konzipiert, dass sie sich mit der filmenden Person bewegen, einschließlich des Verwackelns der Hand. Das bedeutet, dass man noch hochwertigere Tiefendaten benötigt, damit der Kinomodus bei allen Motiven funktionieren kann. Dazu müssen die Informationen kontinuierlich erfasst werden, um mit jedem Bild Schritt zu halten. Das Rendern dieser Autofokus-Änderungen in Echtzeit ist eine große Rechenleistung, wie McCormack betont:

„Die Segmentierung von Videos ist sehr viel komplexer. Man muss die Tiefe einer Szene in Echtzeit in jedem Einzelbild erfassen, was wir mit der neuronalen Engine des A15 Bionic erreicht haben.“

Die Weiterentwicklung des iPhone

Mit den fotografischen Stilen, dem Kinomodus, den verbesserten Sensoren bei schlechten Lichtverhältnissen, dem LiDAR-Scanner und weiteren Tools macht das iPhone einen großen Schritt im Bereich der Smartphone-Kameras. Mit jeder neuen iPhone-Generation will Apple die Einsatzmöglichkeiten erweitern und die Leistung verbessern. Das alles soll möglichst einfach für den Nutzer sein, so dass man sich auf das Einfangen des perfekten Moments konzentrieren kann.

„Das ist unser Ziel. Wenn wir ein neues Objektiv einbauen, versuchen wir, die Anwendungsmöglichkeiten der Fotografie zu erweitern, ohne dass man die Funktion erklären oder sie zu komplex machen muss“, so Townsend.

„Unser Anliegen ist es, dass die Menschen ihre eigenen Erinnerungen schaffen und ihre eigenen Geschichten erzählen können. Profis nutzen unsere Geräte zum Arbeiten, aber was uns am meisten begeistert, sind die normalen Menschen, die ihre eigenen Geschichten erzählen“, erklärt McCormack abschließend.

Kategorie: iPhone

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