Roaming-Gebühren in der EU werden 2017 abgeschafft

| 11:46 Uhr | 2 Kommentare

Seit längerem wird innerhalb der EU darüber diskutiert, das die Roaming-Gebühren für Mobilfunk entfallen sollen. Erst vor wenigen Tagen wurde EU-Kommissar Günter Oettinger sehr konkret, indem er sagte, dass die Roaming-Gebühren wahrscheinlich ab dem zweiten Quartal 2017 wegfallen. Am heutigen Tag bekommen wir dies Bestätigung. Die EU-Kommission teilt per Pressemitteilung mit, dass die Roaming-Gebühren für Mobilfunk ab 2017 entfallen. Zuvor gibt es jedoch im kommenden Jahr einen Zwischenschritt bei dem die Gebühren bereits drastisch sinken sollen.

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EU-Roaming entfällt ab 2017

Jetzt steht es fest. Ab Mitte 2017 entfallen die Roaming-Gebühren innerhalb der EU. Genauer gesagt hat sich die EU auf den 15. Juni 2017 festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt gibt es für Telefonie, SMS und Surfen im Ausland keine Aufschläge mehr.

Bevor die Gebühren jedoch komplett entfallen wird es ab dem 30. April 2016 einen Zwischenschritt geben. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Mobilfunkanbieter nur noch 5 Cent pro Minute, 2 Cent pro SMS und 5 Cent pro MB zusätzlich zu den heimischen Gebühren berechnen.

So schreibt der Spiegel z.B.

In einem Zwischenschritt sollen die Roaming-Aufschläge am 30. April 2016 noch einmal deutlich sinken. Dann dürfen laut der Mitteilung aus Brüssel Telefonate im EU-Ausland nur noch 5 Cent pro Minute kosten (derzeit 19 Cent für abgehende, 5 Cent für eingehende Anrufe), die Obergrenze für SMS ist 2 Cent (derzeit 6 Cent) und beim Surfen darf jedes Megabyte an Daten mit maximal 5 Cent zu Buche schlagen (derzeit 20 Cent). Hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer.

Doch auch ab 2017 dürfen Anbieter Einschränkungen machen, wenn Nutzer häufiger im EU-Ausland mobil telefonieren, surfen oder SMS schicken und nicht nur bei gelegentlichen Reisen. Zudem sollen die Unternehmen entstandene höhere Kosten abrechnen können.

Ursprünglich war geplant, die EU-Roaming-Gebühren im Jahr 2016 abzuschaffen. Nun müssen wir uns ein Jahr länger gedulden. Für den Verbraucher eine gute Entscheidung. Die Mobilfunkanbieter verzichten vermutlich nur ungern auf diese Einnahmequelle.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Robin

    Die wichtige Frage ist nun, wie das Wort „häufig“ definiert wird. Wie oft muss ich im Ausland sein, um Roaming Gebühren zahlen zu müssen? Sind damit z.b. 2 Monate Urlaub im Jahr abgedeckt?

    Im Prinzip eine schlaue Idee, um so zu verhindern, dass sich jeder bulgarische Handyverträge holt. klar wünsch auch ich mir niedrigere Kosten bzw. mehr Datenvolumen fürs Geld, man muss aber auch sehen, dass hierzulande die Frequenzen und Verwaltung wesentlich teurer sind und es daher ungerecht wäre, hiesige Unternehmen in direkten Wettbewerb mit anderen zu schicken.

    30. Jun 2015 | 12:08 Uhr | Kommentieren
  • Josh

    …und die Netzneutralität gleich mit :/

    30. Jun 2015 | 17:00 Uhr | Kommentieren

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