iPads in jedem Krankenhaus: Apples Plan sich im Gesundheitssektor zu etablieren

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Ein iPad scheint nicht mehr etwas revolutionäres im Internet-Zeitalter zu sein aber es kann eine große Hilfe für die Patienten in einem Krankenhaus werden. Mit einem Fingertipp können beispielsweise Gesundheitsinformationen abgefragt werden, ohne das Personal um diese zu bitten. Ein Mehrwert für den Patienten, der ebenfalls für die Krankenhäuser immer wichtiger wird. Dies denkt auch Apple und sieht eine Chance im Gesundheitssektor Fuß zu fassen.

Eine Unterstützung für Patienten und Personal

Wir haben schon öfters über den Einzug von Apple-Hardware in Krankenhäusern berichtet. Dank speziellen, für den Einsatz entwickelter Apps, lassen sich viele Annehmlichkeiten für die Patienten verwirklichen.

Gesundheits-Apps, wie “MyChart Bedside“, können die medizinische Erfahrung unterstützen. So bietet ein iPad einen Zugang zu der Krankenakte oder ermöglicht eine moderne Fern-Kommunikation mit der Familie oder Freunden. In einem interessanten Bericht gibt Fast Company einen Eindruck, wie Apple sich bereits in dem Gesundheitssektor engagiert und was die Zukunft bringen könnte.

Das Apple-Krankenhaus

„Ich bin ein Android-Kerl“, sagt James, während er das iPad in den Händen hält, welches das Cedars Sinai Medical Center in Los Angeles ihn gab, als er ins Krankenhaus aufgenommen wurde.

In den folgenden Tagen nutzte James das iPad zur Kommunikation mit den Krankenschwestern, bestellte Zeitschriften, machte sich eigene Notizen, recherchierte die Nebenwirkungen seiner Medikamente, überprüfte seine medizinische Akte und sprach mit seiner Familie. Das Gerät hat ihm geholfen, sich mehr in der Kontrolle über seine eigene Sorge zu fühlen. Ein Gefühl, dass der oft auftreten Hilflosigkeit entgegenwirken kann.

Viele Ärzte des Krankenhaus erinnern sich noch an die Zeit vor fünf Jahren, als viele Prozesse noch papierbasiert waren und medizinische Informationen nicht einfach zugänglich waren. Die neue Technik ermöglicht viele Vorteile, doch warum scheuen noch so viele Krankenhäuser den Sprung in die Neuzeit.

Natürlich sind Finanzen das größte Hindernis für eine flächendeckende Umsetzung. Es dauerte immerhin eine Investition von 35 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 um den Prozess für die Digitalisierung von Gesundheitsdaten zu starten.

Neben den begrenzten finanziellen Mitteln des Gesundheitssystems, spielen jedoch auch technische Altlasten eine große Rolle. Die internen Datensysteme sind schlichtweg inkompatibel mit der heute zur Verfügung stehenden Endbenutzersoftware.

Besonders in diesen Punkt wird deutlich warum Krankenhäuser bei der technischen Aufrüstung auf Apple setzten. Apple bietet mit der HealthKit Schnittstelle eine offene Plattform, die auf die Nutzer zugeschnitten ist. Zusätzlich bestehen mit dem ResearchKit und CareKit weitere leistungsstarke Tools für medizinische Forscher zur Verfügung. Eine Zusammenarbeit mit den Patienten war noch nie so flexibel und komfortabel.

Die einzelnen Funktionen können zwar mit jedem modernen Tablet verwirklicht werden, Apple scheint jedoch das beste Gesamtpaket anzubieten, weswegen sich immer mehr Krankenhäuser für Apple-Geräte entscheiden

Ein verführerischer Markt

Für Apple ist klar, das Gesundheitswesen ist für die Unterhaltungsindustrie noch Neuland und bietet viele potentielle Kunden. Immerhin verschlingen in den USA die Ausgaben für den Gesundheitssektor im Jahr ca. 3 Billionen US-Dollar. Das Ziel ist eindeutig: Ein Teil dieser Ausgaben zu werden.

Es ist davon auszugehen, dass Apple hierfür weiterhin das Engagement im Gesundheitsgebiet verstärkt, nicht nur in Form von Fitness-Funktionen, sondern auch im Gesundheitswesen.

Hierfür setzt Apple auf drei wichtige Grundpfeiler: Krankenhausversorgung, Hauspflege und medizinische Forschung. Für diese Aufgabe ist Apple auch auf externe Entwickler angewiesen, die Dank des offenen Systems ebenfalls einen Markt für sich entdecken werden. Wenn Apples Plan sich im Gesundheitswesen zu etablieren aufgehen sollte, könnte der neue Geschäftszweig einer der rentabelsten des Firma werden.

Kategorie: Apple

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