TSMC entscheidet erst 2018 über eine Produktion in den USA

| 7:22 Uhr | 0 Kommentare

Bereits während des Wahlkampfes hatte Donald Trump von Apple gefordert, das iPhone und weitere Produkte in den USA fertigen zu lassen. Kein einfaches Unterfangen, immerhin ist Apple von einer komplexen Zulieferkette abhängig, die ihre Fertigungswerke aus Kostengründen nicht in den USA betreiben.

Der Trump-Effekt

Als einer der größten Vertragspartner von Apple wird in diesem Zusammenhang natürlich auch auf den Halbleiterhersteller TSMC geachtet. Der in Taiwan ansäßige Hersteller hatte schon im Vorfeld verlauten lassen, dass man eine Produktion in den USA in Erwägung zieht. Eine solche Entscheidung müsse jedoch gründlich geprüft werden. Gleichzeitig war die Skepsis jedoch groß. „Es ist aber nicht zwingend eine gute Idee“, ließ der TSMC-Vorstandschef Morris Chang im Januar verlauten.

Eine Entscheidung für den kostspieligen Produktionsstandort USA ist auch heute noch nicht getroffen. So wie es aussieht wird die Entscheidung auch nicht mehr dieses Jahr fallen. Wie Reuters berichtet teilte der Unternehmens-Sprecher Michael Kramer mit, dass erst nächstes Jahr mit neuen Informationen zu rechnen ist.

Verschiedene Quellen in Taiwan sprechen derweil von einer Verkündung innerhalb der ersten Jahreshälfte. Sollte sich TSMC für ein USA-Werk entscheiden, rechnen Experten mit einer Investition in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar und einer geschätzten Fertigstellung für das Jahr 2022.

Bereitschaft ist vorhanden, jedoch keine verbindlichen Zusagen

Dass sich das Unternehmen so schwer zu einer Entscheidung hinreißen lässt ist nicht verwunderlich. Von einem finanziellen Standpunkt macht eine USA-Produktion derzeit nur wenig Sinn. Bei der Frage handelt es sich jedoch auch um eine politische Angelegenheit, die durch hohe Importzölle durchaus ein Problem für die Hersteller werden kann. Immerhin generiert der USA-Markt rund 65 Prozent des Gesamtumsatzes.

Neben TSMC steht auch eine Entscheidung von Foxconn und dessen Tochterfirma Sharp aus. Angeblich war im Gespräche eine LCD-Fabrik in den Vereinigten Staaten zu eröffnen. Genauere Pläne sind jedoch noch nicht verkündet worden.

Im Allgemeinen herrscht zur Zeit eine große Skepsis, was einen USA-Engagement der Hersteller angeht. Zu ungewiss scheinen die Aussagen der Unternehmen. Dass es auch konkreter geht zeigt Samsung, die bereits im texanischen Austin Chips für das iPhone herstellen.

Kategorie: Apple

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