iOS: Verzicht auf Skeuomorphismus unter anderem wegen Retina Displays

| 10:46 Uhr | 11 Kommentare

Auch wenn Apple iOS 7 nicht völlig umkrempeln wird, hoffen wir darauf, dass der Abgang von iOS-Chef Scott Forstall dazu führen wird, dass Apple mit iOS 7 ein paar größere Veränderungen im Gepäck hat. Nachdem Forstall gefeuert wurde, liegen die Geschicke für das iOS Software-Design primär bei Jonathan Ive.

Die Tatsache, dass Ive nun mehr Verantwortung für das iOS-Design trägt, könnte dazu führen, dass sich Apple wieder vom sogenannten Skeuomorphismus abwendet. Bereits in der Vergangenheit soll es Apple intern zu Diskrepanzen beim Thema Skeuomorphismus gekommen sein. Während Steve Jobs und Scott Forstall die Design-Richtung begrüßen, soll Ive kein Freund davon sein.

Bei Skeuomorphismus handelt es sich um eine Design-Richtung, bei der Elemente aus der Realität beispielsweise in iOS nachgebildet werden. In erster Linie denken wir da an den iOS Kalender oder die Notizen App. Bei der Notizen-App setzt Apple z.B. derzeit auf eine Lederoptik.

Doch nicht nur die Ansicht von Jonathan Ive könnte zur Abkehr des Skeuomorphismus führen. John Gruber von Daringfireball geht davon aus, dass die Abkehr vom Skeuomorphismus auch mit dem Retina Display zusammenhängt. Skeuomorphismus sei primär für Displays mit niedriger Auflösung gedacht. Mit dem Retina Display mache diese Designrichtung keinen Sinn mehr.

Vor dem Retina Display hatten solche Design-Elemente darüber getäuscht, dass die Geräte nicht über eine hohe Auflösung verfügen. Mit dem Retina Display sei dies nicht mehr notwendig. Als Beispiel für ein einfaches Design nennt Gruber das Spiel Letterpress.

11 Kommentare

  • Sven

    Und ich sage es macht jetzt mehr Sinn wie jemals zuvor.
    Das Display ist jetzt in der Lage es so original darzustellen das man es mit dem „echten“ Leder unmittelbar vergleichen kann. Was mit einem schlechteren Display eher nicht möglich gewesen wäre.

    21. Jan 2013 | 11:12 Uhr | Kommentieren
    • Marcel

      Sehe ich genauso, jetzt wäre die beste möglichkeit, jedoch bin ich mir sicher das diese Dinger komplett gestrichen werden in iOS, also in den Notizen auf jedenfall. Der Kalender finde ich ist so gut, wie er ist. Man hatte ja schon angefangen in iOS 6 mit dem GUI vom Dailboard im Telefon.

      Ich bin sehr gespannt, was Johny uns so bringen wird mit iOS6!

      21. Jan 2013 | 11:29 Uhr | Kommentieren
      • Ray

        Du meinst wohl eher iOS7

        21. Jan 2013 | 12:38 Uhr | Kommentieren
        • Marcel

          Ne das Dailboard wurde in iOS 6 geändert 7 is doch noch noch nich mal raus 😉

          21. Jan 2013 | 19:00 Uhr | Kommentieren
  • Freddy

    Dieser Text sollte nochmal überarbeitet werden
    – zu viel „Skeuomorphismus“ im Text (6x) – Man könnte Designlinie oder Designkonzept verwenden.
    – Die letzten beiden Absätze sind fast identisch
    – Für mich macht „Mit dem Retina Display sei dies nicht mehr notwendig“ keinen Sinn. Gerade bei hoher Auflösung ist eine möglichst gute Nachbildung von bspw. Leder oder Metall im Display möglich. Es hört sich nach „lasst uns auf Schwarz-Weiß zurück, weil die Displays jetzt mehr Farben darstellen kann“.
    – Letzter Absatz: „…nennt Gruber das Spiel.“. Da fehlt noch was oder?
    gruß

    21. Jan 2013 | 11:17 Uhr | Kommentieren
  • Plebejer

    Wenn manein neues Wort lernt und es dann stolz im Übermaß verwendet, sollte man sich nicht die Blöße geben, wenn man dessen Bedeutung falsch wiedergibt. Skeuodingsbums hat so wenig mit Retina-Displays oder deren Vorgänger zu tun wie ein alter Diesel mit V-Power-Super. Wenn auf einem iPhone der alte Telefonklingelton (ring-ring-ring) ertönt, ist das ebenfalls Skeuodingsbums. In etwa: Altes Design in neuer Technik. Als Strafe würde ich den kompletten Verzicht auf solche Worte akzeptieren und sich an das Gros der Leserschaft halten… weil … äh … nun ja … egal! 😉

    21. Jan 2013 | 12:14 Uhr | Kommentieren
  • Jaadoo

    Hi.
    Ich finde auch, das Gerade das Detailgetreue, das interessante im gegensatz zu anderen systemen ist. Naja gewünschtes folgt nur schwer ins iOS und unerwünschtes soll unbedingt mit rein… Hm… Wird jetzt mit dem kaputtverbessern angefangen?? Naja hab eh keine lust auf das du darfst nicht prinzip. Aber Mac geb ich nicht her. 😉

    21. Jan 2013 | 14:59 Uhr | Kommentieren
  • Andre

    … und wenn das Display 3D kann, fühlt es sich auch an wie Leder oder Metall…
    🙂
    

    21. Jan 2013 | 15:12 Uhr | Kommentieren
  • Jannik Serger

    Blödes Malnehmen… Einmal nicht aufgepasst beim Kopfrechnen und man ist Captcha hilflos ausgeliefert…

    Ich wollte sagen, dass gerade Retinadisplays für dieses skeuomorphismus gut ausgelegt sind. So schöpft man das Potenzial viel besser aus, da Oberflächen fast wie gedruckt aussehen. Einfarbige Flächen hingegen oder Farbverläufe kann man viel besser auf Geräten mit niedriger Auflösung nutzen. Für Renitnadisplays wäre das reine Verschwendung der schönen Pixel. Womit man kontern könnte, wären vielleicht kurvige Elemente, welche sich langsam bewegen… Durch die hohe Pixeldichte würde das sehr flüssig laufen und Bewegung in den Bereichen bringen, die noch sehr individualisierungsbedürftig und monoton sind (Homescreen).

    21. Jan 2013 | 16:44 Uhr | Kommentieren
  • KDST

    … und ich sage: Sinn kann man nicht machen. Sinn ergibt sich, Dinge haben einen Sinn, aber m a c h e n kann man / Mann Sinn definitiv nicht!

    22. Jan 2013 | 7:30 Uhr | Kommentieren
  • Sascha

    Was ist gegen dieses ‚Skeuomorphismus‘ einzuwenden? Ich finde, es sieht doch nett aus. Gerade dieses Nachempfinden ‚klassischer‘ Utensilien wie der Notizblock oder der Kalender, läßt das Ganze vertraut aussehen und zumindest ich arbeite gerne damit. Ich daher weniger am Design, als vielmehr am Funktionsumfang der einen oder anderen App arbeiten. Und bitte weniger Facebook Gedöns. Wer Facebook unter iOS nutzen möchte, kann sich die passende App herunterladen. Viel eher sollte man noch das Notificationcenter überarbeiten. Diverse Funktionen wie Bluetooth, WLAN usw. per Singletouch ein- und ausschalten, wie es z.B. Android anbietet, täte ich begrüßen.

    22. Jan 2013 | 20:39 Uhr | Kommentieren

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