Test: iPhone 5S

| 21:03 Uhr | 5 Kommentare

Am 10. September vorgestellt, seit dem 20. September bestellbar, ebenso so lange in den Verkaufsregalen und kurz darauf in unsere Hände gefallen. Die Rede ist zweifelsfrei vom iPhone 5S. Seit drei Wochen haben wir nun die Möglichkeit, uns intensiv mit dem neuen iPhone 5S zu beschäftigen. Mit diesem iPhone 5S Test möchten wir unsere Erfahrungen und Gedanken zum neuen Flaggschiff-iPhone teilen.

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Das neue iPhone 5S ersetzt bei uns 1:1 das bisherige iPhone 5. Sowohl beim iPhone 5S als auch beim iPhone 5 haben wir uns für das silberne Modell mit 64GB entschieden. Der Wechsel von dem einem zum anderen Gerät erfolgte ohne Probleme. Zunächst wurde das iPhone 5 letztmalig am Mac synchronisiert und gesichert. Anschließend wurde das iPhone 5S gestartet und das Gerät mit dem soeben angefertigten Backup wiederhergestellt. Apple macht es einen Anwendern mehr als einfach, um 1:1 von einem Modell zum nächsten umzusteigen. Je nach Anzahl installierter Apps, Videos, Fotos etc. bedarf es einiger Zeit, bis das neue Gerät komplett eingerichtet ist, in unserem Fall waren es ca. 1,5 Stunden. Bereits beim ersten Einrichten des iPhone 5S wurde uns mit Touch ID der Fingerabdrucksensor angeboten (dazu später mehr).

Das iPhone 5S in Kombination mit iOS 7 ist seit wenigen Wochen unser täglicher Begleiter. Mit diesem iPhone 5S Test möchten wir in erster Linie auf die Veränderungen und Verbesserungen zum iPhone 5 eingehen. Wie bei Apple üblich, wird beim „S“-Modell die Optik größten teils beibehalten und unter der Haube nachgebessert.

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Auf mehrere Verbesserungen gehen wir bei unserem iPhone 5S Test ein, darunter Touch ID (Fingerabdrucksensor), den A7 64-Bit Prozessor, den M7 Motion Co-Prozessor, das Kamerasystem, den LTE-Chip, die Akkuleistung sowie die neuen Farboptionen.

Touch ID
Nur wenige optische Merkmale unterscheiden das iPhone 5S vom iPhone 5. Der Homebutton sowie der integrierte Fingerabdrucksensor gehören dazu. Bis dato setzte Apple auf ein kleines Quadrat auf dem Homebutton. Dieses entfällt beim iPhone 5S. Stattdessen setzt Apple auf einen einfarbigen Homebutton aus Saphirglas, unter dem sich der Fingerabdrucksensor befindet. Umrandet wird der Homebutton von einem kleinen Metallring, zur Erkennung, ob ein Finger aufgelegt ist, oder nicht.

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Das Einrichten von Touch ID wird bereits beim ersten Start das iPhone 5S angeboten, wahlweise kann man es später über das Einstellungsmenü des Gerätes nachholen (oder weitere Finger hinzufügen). Per Displayanweisung fordert das Gerät den Anwender auf, den Finger aufzulegen, anzuheben und dieses Prozedere mehrfach zu wiederholen. Kurze Zeit später gibt Touch ID sein „ok“ und der erste Finger ist abgespeichert. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, mit welchem Winkel ihr den Finger auf den Homebutton auflegt, da Touch ID 360 Grad lesefähig ist. Bis zu fünf unterschiedliche Finger sind offiziell möglich.

Während der iPhone-Keynote ging Phil Schiller darauf ein, dass 50 Prozent der Anwender keine Passcode Sperre verwenden. Wir gehörten dazu. Es war einfach zu lästig, bei jedem Benutzen des iPhone 5 das Gerät mittels 4-stelligem Code zu entsperren. Ob dies vernünftig war oder nicht, lassen wir mal dahingestellt. Mit dem iPhone 5S ändert sich dies. Apple macht es mit dem Fingerabdrucksensor mehr als einfach, sein Gerät zu entsperren.

Finger auflegen und nach einem Bruchteil einer Sekunde ist das Gerät entsperrt. Der Sensor erfolgt dabei erstaunlich präzise. Bei gefühlten 100 Versuchen, müssten wir den Finger zweimal erneut auflegen. Touch ID ist nicht vollkommen und sicherlich nicht fehlerfrei, ein alltagstauglicher Sensor ist es allemal. Es gilt zu beachten, dass der Finger beim Auflegen nicht zu feucht oder zu verdreckt sein darf. Dann kommt Touch ID logischerweise schnell an seine Grenzen.

Auf die Themen NSA, Datenschutz und Co. möchten wir an dieser Stelle nur kurz eingehen. Apple verspricht, dass die Fingerabdrücke des Anwenders verschlüsselt im Inneren des A7-Prozessors (Secure Enclave) gespeichert und niemals auf den Apple Servern oder in der iCloud gesichert werden. Dies kann man nun glauben oder halt nicht. Wir gehen davon aus, dass Apple clever genug ist, bei diesem sensiblen Thema seine Anwender nicht an der Nase herum zu führen. Jeder Anwender entscheidet selbst, sollte er Bedenken haben, ob Touch ID und die Möglichkeiten genutzt werden.

Neben dem Entsperren des Gerätes könnt ihr Touch ID auch einsetzen, um Käufe im iTunes Store, App Store und iBooks Store zu tätigen. Je nachdem wie lang euer Apple ID Passwort ist, könnt ihr so schnell und einfach Download anstoßen.

Solltet ihr Touch ID nutzen wollen, werdet ihr gleichzeitig verpflichtet einen Passcode zu hinterlegen. Dieser wird beispielsweise abverlangt, wir ihr das iPhone 5S neu startet oder wenn 5 Fingerabdruck-Scans in Folge fehlgeschlagen sind. Übrigens: Der Fingerabdrucksensor arbeitet nur dann, wenn der Finger aufgelegt ist. Dies erkennt der kleine silberne Ring um den Homebutton und dient dazu Akku zu sparen.

A7, M7
Mit dem A7 und M7 hat Apple während der Keynote überrascht. Mit dem A7 wurde allgemein gerechnet, die 64-Bit Unterstützung hatten sicherlich nur die wenigsten auf dem Schirm. Das iPhone 5S ist das weltweit erste Smartphone, welches auf 64-Bit Architektur setzt. Apple bewirbt den Chip damit, dass dieser eine bis zu doppelt so hohe CPU- und GPU-Leistung bietet wie der A6-Chip, der beim iPhone 5 zum Einsatz kommt. Der A7 unterstützt zudem OpenGL ES Version 3.0.

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Beim „normalen“ Gebrauch spürt man kaum einen Unterschied zum iPhone 5. Genau wie beim Vorgängermodell startet das Gerät recht schnell, Apps werden zügig aufgerufen, bei den Animationen auf dem Homebildschirm gibt es keine Ruckler und alles in allem läuft alles so flüssig und geschmeidig, wie man es erwartet.

Die tatsächliche Leistung des iPhone 5S und somit des A7 64-Bit Chips wird sich erst bei den „passenden“ Anwendungen und Spielen zeigen. In einem gesonderten Artikel sind wir bereits auf iPhone 5S, A7 und M7 optimierte Apps und Spiele eingegangen. Den während der iPhone 5S Keynote gezeigten Spieletitel Infinity Blade III haben wir angezockt und waren fasziniert, welche grafischen Möglichkeiten bei einem Telefon möglich sind.

Der M7 war neben dem A7 eine weitere Überraschung. Der M7 ist der Motion Co-Prozessor zum A7 und er kümmert sich um alle Bewegungsdaten des Gerätes. Der M7 sammelt Daten des Beschleunigungssensors, Gyrosensors und Kompasses und nimmt dem A7 Chip Rechenleistung ab und sorgt so für eine verbesserte Energieeffizienz. Alles, was sich rund um Bewegung abspielt, übernimmt der M7 und der A7 muss nicht belastet werden.

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Der M7 Motion Co-Prozessor misst fortwährend die Bewegungsdaten des Nutzers, sogar wenn das Gerät im Ruhezustand ist und spart Batterielaufzeit für den Schrittzähler und andere Fitness-Apps, die den Beschleunigungssensor den ganzen Tag nutzen. Entwickler können darüber hinaus auf neue CoreMotion APIs zugreifen, die den M7 nutzen, sodass sie noch bessere Fitness- und Bewegungs-Apps erstellen können. Zu Testzwecken des M7 haben wir auf unserem iPhone 5S die kostenlose App Argus installiert. Diese wertet unter anderem eure Schritte aus und zeigt euch diese an.

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Erstaunt waren wir darüber, dass die App nicht nur die Schritte ab dem Installationszeitpunkt registriert und anzeigt, sondern auch für die vorangegangenen Tage. Dies bedeutet, dass der M7-Chip eure Bewegung für mehrere Tage speichert und Apps darauf zugreifen können. Ein wirklich gutes Feature. Je mehr Apps den M7 zukünftig nutzen, umso mehr Spaß wird der Co-Prozessor machen.

Apple nennt in seiner Beschreibung weitere Möglichkeiten des M7. So erkennt der M7 beispielsweise wenn ein Anwender nach der Autofahrt eingeparkt hat, so wird von der Auto-Navigation zur Fußgängernavigation umgeschaltet. Wenn das iPhone 5S unbewegt auf dem Tisch liegt und das Gerät ein Mobilfunknetz empfängt, so kann die Sende-/Empfangsleistung herunter geregelt werden, um Strom zu sparen. Während der Autofahrt kann der WiFi-Chip zudem darauf verzichten, sich mit einem bekannten WiFi-Netz zu verbinden. Diese und viele weitere Anwendungsbereiche sind denkbar.

LTE
Nach Touch ID, A7 und M7 ist für uns der neue LTE-Chip beim iPhone 5S ein großer Zugewinn. Diese Erkenntnis mag vielleicht nicht jeder teilen bzw. der LTE-Chip spielt für viele nur eine untergeordnete Rolle, für uns macht der neue LTE-Chip im Vergleich zum iPhone 5 Pendant einen enormen Schritt nach vorne.

Beim iPhone 5 setzte Apple erstmals auf einen LTE-Chip bei seinem Smartphone. Die iPhone 5 Keynote war vielversprechend und die Ernüchterung kam für viele Anwender wenige Stunden später. Das iPhone 5 funkt nur im LTE-Netz der Telekom und dort auch nur in den Großstädten bzw. in den Gebieten, die mit 1800MHz versorgt sind. Zwar versorgt die Telekom mittlerweile schon zahlreiche Großstädte mit genau dieser Frequenz, der Rest der Deutschlandkarte ist zumindest mit dieser Frequenz nicht versorgt.

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Ob Glück, ob Zufall oder welcher Grund auch immer. Nur die Telekom setzt auf ein 1800MHz LTE-Netz und konnte so das iPhone 5 bedienen. o2 und Vodafone blieben außen vor. Wir als Telekom-Kunde und öfters in Großstädten unterwegs konnten zumindest regelmäßig LTE-Nutzen. Die Geschwindigkeit ist schon enorm und die Netze nicht so verstopft wie UMTS-Netze. Ein entsprechender Vertrag wird natürlich vorausgesetzt.

Mit dem iPhone 5S setzt Apple auf einen leistungsfähigeren LTE-Chip, der mehr LTE-Frequenzen abdeckt, als jedes andere Smartphone. Für den deutschen Bereich sind die 800MHz, 1800MHz und 2600MHz Frequenzen relevant. Alle drei werden mit dem iPhone 5S unterstützt. Neben der Telekom sind nun auch Vodafone und o2 (wenn auch mit ein paar Tagen Verzögerung) an Bord. Je nach verfügbarem Netzausbau können Anwender bei allen drei Mobilfunkanbietern nun LTE nutzen.

Bei der Telekom sind nun neben den Großstädten auch viele ländliche Bereiche abgedeckt und Vodafone und o2 können erstmals überhaupt mit dem iPhone die LTE-Sprache sprechen. In unseren Augen ein großer Schritt nach vorne, der auch den LTE-Netzausbau deutlich nach vorne treiben wird.

Wir haben nun in ländlichen Bereichen LTE, wo zuvor gerade mal Edge verfügbar war. Ein richtiger Geschwindigkeitsschub, den man auf dem Smartphone schon spürt. Viel deutlicher wird dieser jedoch, wenn man regelmäßig den „Personal-HotSpot“ des iPhone 5S nutzt und mit seinem Mac oder PC via iPhone im Internet surft.

Jetzt müssen nur noch die Netzbetreiber ihre Netze weiter ausbauen. In den kommenden Jahren sollen hierfür Milliarden Euro investiert werden.

LTE macht endlich Spaß. Jetzt müssen nur noch die Mobilfunkverträge deutlich mehr Highspeed-Volumen enthalten.

Kamerasystem
Apple macht das Rennen um immer mehr Megapixel nicht mit. Anstatt dem iPhone 5S 12MP oder mehr zu spendieren, geht Apple einen anderen Weg. Überarbeitete Hardware sowie Software-Features sind der Schlüssel.

Fangen wir bei der Hardware an. Der Hersteller aus Cupertino verbaut beim iPhone 5S nach wie vor einen 8MP Sensor. Dieser ist allerdings 15 Prozent großer geworden, so dass auch die einzelnen Pixel größer geworden sind. Diese messen ab sofort 1,5 Mikrometer. Gleichzeitig setzt Apple auf eine größere f/2.2 Blende (zuvor f/2.4), ein neues Linsensystem, einen True Tone Blitz und einen rückwärtig belichteten Sensor.

Neu ist die Serienbildfunktion (Burst Mode mit 10 Fotos pro Sekunde), eine Zeitlupenfunktion (120fps), Fotos aufnehmen während der Videoaufnahme und eine verbesserte Videostabilisierung.

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Der True Tone Blitz auch bekannt als Dual LED-Blitz besteht aus zwei verschieden-farbenen LEDs. Mehr als 1000 Farbkombinationen sind möglich, so dass für jedes Umgebungslicht der passende Blitz genutzt werden kann, um Motive optimal ausleuchten zu können. Gleichzeitig können Farben so naturtreu wie möglich dargestellt werden. Wir haben in den letzten Tagen bereits ein paar Nachtaufnahmen bzw Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen angefertigt. Ein Unterschied zwischen iPhone 5 und iPhone 5S ist zu erkennen. Ihr dürft euch das jetzt allerdings nicht so vorstellen, dass das iPhone 5S bei Dunkelheit „zaubern“ kann. Nichtsdestotrotz sind die Bilder besser geworden und es gilt zu bedenken, dass es nach wie vor eine „Handykamera“ ist. Das linke Foto ist mit dem iPhone 5 geschossen, das rechte mit dem iPhone 5S. Ein Klick auf selbiges vergrößert das eingebundene Foto. Man kann gut erkennen, dass das iPhone 5S Foto weniger „verkrisselt“ ist, Farben besser darstellt werden und es zugleich detailreicher ist.

Mit der Serienbildfunktion schießt ihr bei gedrückt gehaltenem Auslöser 10 Fotos pro Sekunde. Einfach den Burst Mode nutzen und am Ende das beste oder die besten Fotos auswählen. Das iPhone 5S schlägt euch am Ende des Burst Mode bereits ein „bestes“ Foto vor, welches ihr nutzen allerdings auch abwählen könnt.

Spaß macht die Zeitlupenfunktion, sie wird uns in den kommenden Wochen sicherlich noch viel Freude bereiten. Es ist ja nicht so, dass das iPhone 5S das erste Smartphone ist, welches diese Funktion besitzt. Allerdings ist das iPhone 5S das erste iPhone, welches Zeitlupenvideo aufnehmen kann. Zeitlupenmodus auswählen, Video drehen und anschließend eine Sequenz auswählen, die langsam abgespielt werden soll. Das iPhone 5S nimmt 120 Bilder pro Sekunde bei 720p auf. Die von zur Zeitlupenfunktion ausgewählte Sequenz wird anschließend mit einem Viertel der Geschwindigkeit abgespielt.

Auch besitzt die Videofunktion des iPhone 5S nun einen Live-Videozoom, mit dem ihr während der Aufnahme zoomen könnt. Dies fehlte uns bei den bisherigen iPhones und wurde nun nachgereicht. Ein 3-fach Digital-Zoom steht bereit.

Apple hat auch bei der Frontkamera „FaceTime HD“ nachgebessert und verbaut nun erstmalig einen rückseitig belichteten Sensor. Dieser spielt bei schlechten Lichtverhältnissen seine Stärke aus. Der rückseitig belichtete Sensor kann auch nicht „hexen“, er bringt jedoch eine sichtbare Verbesserung beim der Videotelefonie und bei normalen Fotos mit sich.

Akku
Blickt man rein auf die technischen Daten, so hat Apple die Akkulaufzeit leicht nach oben geschraubt. So wurden aus 225 Stunden Standby beim iPhone 5 nun 250 Stunden Standby beim iPhone 5S. Auch bei der Gesprächsdauer und bei der Internetnutzung ging es leicht bergauf.

Apple verbaut einen leistungsstärkeren Prozessor und fängt den Strommehrverbrauch mit einem leistungsstärkeren Akku auf und packt, glaubt man den technischen Daten, noch etwas mehr Standby- und Nutzungsdauer drauf.

Wir wollen ehrlich sein. In unserem Alltag fallen uns die neuen Werte nicht wirklich auf. Es wäre gelogen zu sagen, dass man beispielsweise die erhöhte Standby-Dauer deutlich spürt, vielleicht unbewusst. Wir laden unser iPhone 5S nach Bedarf auf, ob am Ende des Tages nun 3 Prozent, 8 Prozent oder 14 Prozent Akku-Restanzeige zu sehen sind.

Wie viele andere Nutzer wünschen auch wir uns mehr Akkuleistung für ein Smartphone, egal welcher Hersteller auf dem Gerät steht.

Farboptionen
Das schwarze iPhone 5 musste massenhaft Kritik einstecken. Zum Teil sicher ungerechtfertig zum Teil jedoch absolut verdient. Je nach Gebraucht sah das schwarze iPhone 5 sehr schnell „gebraucht“ aus. Zahlreiche Fotos und Berichte haben dies belegt. Wir setzten auf ein silbernes/weißes Modell. Wäre uns dieses nicht einmal heruntergefallen, wäre es sicherlich noch unvermackt. Normale Gebrauchsspuren sind bei diesem Modell nicht wirklich zu erkennen (Nutzung ohne Case).

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Beim iPhone 5S hat Apple nachgebessert. Aus einem schwarzen iPhone 5 ist ein spacegraues iPhone 5S geworden. Die rückseitige Platte sowie der Rahmen sind nun dunkelgrau und nicht mehr schwarz.

Wir haben uns genau wie beim iPhone 5 für ein silbernes/weißes Modell entschieden und sind nach wie vor zufrieden. Teilweise wird dieses nackt und teilweise mit dem Original Apple iPhone 5S Ledercase Product Red genutzt.

Wochen vor der iPhone 5S Vorstellung intensivierten sich Gerüchte, dass Apple bei dieser Generation auch eine goldene Farbvariante anbieten wird. Teilweise geisterten hässliche Konzepte für das goldene iPhone 5S umher.

Tatsächlich stellte Apple am Abend des 10. September 2013 unter anderem das goldene iPhone 5S vor. Wir konnten uns nach der Keynote einen ersten Eindruck dieses Geräte verschaffen und hatten es seitdem schon ein paar Mal in den Händen. Das Gold ist deutlich dezenter als ursprünglich gedacht und hinterlässt einen sehr edlen Eindruck. Leider wird Apple niemals seine iPhone 5S Verkaufszahlen in Spacegrau, Silber und Gold öffentlich aufsplitten. Wir sind davon überzeugt, dass nicht gerade wenige Bestellungen für die Gold-Edition vorliegen.

Zubehör
Einen Bumper für das iPhone 4/4S kennen wir ja schon, erstmals präsentierte Apple nun auch ein Case für sein iPhone. In einem separaten Artikel haben wir uns diesem iPhone 5S Case bereits gewidmet. Es wirkt hochwertig verarbeitet, robust und liegt gut bis stramm am iPhone 5S an. 39 Euro ruft Apple für das iPhone 5S Ledercase auf. Der Apple Online Store kann das iPhone 5S Case nahezu sofort ausliefern.

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Neben dem iPhone 5S Case bietet Apple auch ein iPhone 5S Dock an. Ob man so ein Dock braucht oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Bei uns auf dem Schreibtisch steht es nicht. 29 Euro müsst ihr für das iPhone 5S Dock hinlegen. Das Dock kann sofort ausgeliefert werden.

Fazit
Bestes „S“-Update in der iPhone-Historie? Wir sagen „Ja“. Das iPhone 3GS war zum damaligen Zeitpunkt ein großer Schritt im Vergleich zum iPhone 3G nach vorne. Apple verbaute einen deutlich schnelleren Prozessor, erstmals eine 3MP Kamera und 256MB Arbeitsspeicher.

Beim iPhone 4S setzte Apple im Vergleich zum iPhone 4 auf Siri, einen schnelleren Prozessor, eine 8MP Kamera sowie 1080p Videos.

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Nun sind wir beim iPhone 5S angekommen. Wieder behält Apple das Design zum Vorgänger gleich. Unter der Haube gibt es allerdings einen Fingerabdrucksensor, einen A7 64-Bit Prozessor, einen M7 Co-Prozessor, ein verbessertes Kamerasystem, einen leistungsfähigeren LTE-Chip und neue Farboptionen. Fehlt nur noch ein 802.11ac WiFi Chip, um mit der aktuellen Time Capsule bzw. mit der AirPort Extreme Basisstation kommunizieren zu können.

Je älter das bisherige iPhone-Modell ist, umso mehr lohnt der Umstieg auf das iPhone 5S. Besitzer eines iPhone 5 werden sicherlich zwei- oder drei Mal darüber nachdenken, ob sie auf das iPhone 5S upgraden. Ab dem iPhone 4S (oder älter) ist es allerdings mit dem iPhone 5S schon ein riesen Schritt nach vorne.

Lieber ein iPhone 5C 16GB für 599 Euro oder ein iPhone 5S 15GB für 699 Euro (ohne Vertrag)? Wenn ihr nicht unbedingt ein blaues, gelbes, weißes, grünes oder pinkes iPhone 5S haben wollt und es nicht auf 100 Euro Preisdifferenz ankommt. raten wir immer zum iPhone 5S. Für gerade mal 100 Euro mehr erhaltet ihr deutlich mehr Leistung und Features.

Preis & Verfügbarkeit
Hierzulande lässt sich das iPhone 5S mit Vertrag bei der Deutschen Telekom, o2 und Vodafone kaufen. Das iPhone 5S ohne Vertrag gibt es unter anderem über den Apple Online Store und über die Apple Retail Stores. Preislich geht es je nach Tarif, Modell und Mobilfunkpartner beim iPhone 5S mit Vertrag bei 1 Euro los. Ohne Vertragsbindung müsst ihr für das iPhone 5S 699 Euro (16GB), 799 Euro (32GB) bzw. 899 Euro (64GB) auf den Tisch legen. Apple gibt für für alle Modelle derzeit „Versandfertig: Oktober“ an. Bei den Mobilfunkproidern ist die Liefersituation ähnlich angespannt, je nach Farbe und Speicherausstattung wartet ihr derzeit 4 bis 5 Wochen auf die Lieferung. Auf den jeweiligen iPhone 5S Bestellseiten der Mobilfunkpartner geben diese ihre erwartete Lieferdauer an.

Kategorie: iPhone

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5 Kommentare

  • Mike

    Hi, danke für eure Einblicke zum iPhone 5S. Ich selbst bin bei Vodafone und richtig happy, dass ich endlich das iPhone 5S mit dem Vodafone LTE-Netz nutzen kann. Ist zum Teil ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    06. Okt 2013 | 21:23 Uhr | Kommentieren
  • Roger

    Habe mit den Text jetzt komlett durchgelesen und er spiegelt recht gut meine Erfahrungen wieder. Die Vorteile des A7 merkt man beim normalen Nutzen nicht, ist eher eine Investition in die Zukunft. Hier müssen Entwickler zeigen, was sie aus dem Chip rausholen können. Der M7 ist klasse. LTE nutze ich nicht, dafür jedoch die Kamera. Diese hat in der Tat einen Schritt nach vorne gemacht. Ein Vergleich zu einer DSLR ist sie natürlich nicht, muss sie auch nicht. Danke für den Bericht

    06. Okt 2013 | 21:31 Uhr | Kommentieren
  • Tina77

    Habe mir das iPhone 5S direkt zum Verkaufsstart per Vertragsverlängerung geholt. Die Diskussion rund um den Fingersensor kann ich nicht verstehen. Der Sensor macht genau das, was er soll. Ich lege den Finger drauf und schon wird das iPhone entsperrt. Klappt super, hatte bisher keine Probleme. Habe vorher auch keinen Passcode genutzt, war mir auch zu umständlich. Mit Touch ID geht es deutlich besser von der Hand.

    Schönen Abend noch. Gruß Tina

    06. Okt 2013 | 21:33 Uhr | Kommentieren
  • Peter Lustig

    Der Videozoom ist neu seit iOS 7, hat nix mit dem 5S zu tun. Funktioniert auf dem iPhone 5 genauso.

    07. Okt 2013 | 6:56 Uhr | Kommentieren
  • Jimbo

    Danke für den tollen Bericht. Habe mir das iPhone 5S spacegrau geholt und bin bis jetzt total zufrieden. Hatte zuvor ein Samsung Galaxy S3 und bereue den Wechsel keine Sekunde.

    07. Okt 2013 | 8:43 Uhr | Kommentieren

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