Apple soll iPhone des Texas-Attentäters entsperren

| 14:22 Uhr | 2 Kommentare

Nach dem Sutherland Springs-Amokauf, bei dem ein Mann in einer Kirche um sich geschossen und 26 Menschen getötet hat, soll nun Apple das iPhone des Attentäters entsperren. Das FBI hat Apple diesbezüglich bereits einen Durchsuchungsbefehl zugestellt.

Behörden haben zu lange gewartet

Anfang November tötete ein Amokläufer in Texas 26 Menschen. Seitdem ermitteln die Texas Ranger und das FBI. Dabei versprechen sich die Behörden einen wichtigen Hinweis in dem iPhone SE des Attentäters zu finden. Den Ermittlern ist jedoch ein großer Fehler unterlaufen. Wie Apple bereits kurz nach dem Amoklauf mitgeteilt hatte, ist ein Zugang zum iPhone des Täters über dessen Fingerabdruck nur innerhalb von 48 Stunden möglich. Apple bot in diesem Zusammenhang sogar seine Hilfe an.

Die zuständigen Behörden ließen diese Frist jedoch verstreichen, was unweigerlich die einfache Chance eines Zugriffs auf die Daten zunichte machte. Nun verlangen die Ermittler Apples Hilfe bei dem „Knacken“ des iPhones und einen Zugriff auf den zugehörigen iCloud-Account. Ein Durchsuchungsbefehl soll Apple bereits vorliegen.

Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass die Behörden noch ihre Mühe mit dieser Anfrage haben werden. So weigerte sich Apple bereis 2015 nach den Anschlägen in San Bernardino, einen Zugang zu einem gesperrten iPhone 5C zu ermöglichen. Seit iOS 8 kann Apple iPhones und iPads nach eigener Angabe nicht mehr entschlüsseln. Zu gefährlich seien die Folgen einer Hintertür. (via San Antonio Express-News)

Kategorie: iPhone

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2 Kommentare

  • Gast

    Bravo Apple? standhaft bleiben , bitte keine Hintertür nur weil der Polizeistaat
    an Unfähigkeit und Waffenwahn nicht zu toppen ist.
    Dumm , dümmer …FBi
    Lasst doch mal den Donald ran , der macht das .

    21. Nov 2017 | 17:12 Uhr | Kommentieren
    • Danlow

      Ich schließe mich Gast an. Durchsuchungsbefehl an Apple für etwas, was sie nicht durchsuchen können, sehr witzig!
      Datenschutz und persönliche Freiheit gehen über solche zugegebenermaßen abscheuliche Taten. Handyhack per vorinstalierter Hintertür von Staat oder Firmen, das klingt wirklich wie Polizeistaat…

      21. Nov 2017 | 22:43 Uhr | Kommentieren

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