iPhone XS & XS Max: Benchmark-Tests bestätigen im Wesentlichen die erwartete Leistungssteigerung

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Als Apple das iPhone XS vorgestellt hatte, machte das Unternehmen einige beeindruckende Aussagen, was die Leistung des verbauten A12-Chips angeht. So sollen die beiden Hochleistungskerne im Vergleich zum A11 bis zu 15 Prozent schneller sein und gleichzeitig bis zu 40 Prozent weniger Strom verbrauchen. Der Grafikprozessor des A12 soll sogar bis zu 50 Prozent schneller sein, als der Vorgänger. Wie Macworld nun festgestellt hat, lag Apple mit diesen Aussagen, bis auf eine Ausnahme, größtenteils richtig.

Das iPhone XS (Max) beweist sich in Benchmark-Tests

In einem ausführlichen Test-Marathon hat Macworld das iPhone XS und iPhone XS Max ins Schwitzen gebracht. Wie die Ergebnisse zeigen, schneidet die neue iPhone-Generation in nahezu jeder Disziplin sehr gut ab und erfüllt Apples Vorgaben bis auf eine Ausnahme in der Grafikberechnung, der wir uns später widmen.

Geekbench 4

Geekbench 4 ist der beliebteste Benchmark-Test, da er nicht nur auf einer Vielzahl von Plattformen verfügbar ist, sondern auch so kalibriert ist, dass er weitgehend zwischen mobilen Geräten und Computern vergleichbar ist.

Die Single-Thread CPU-Leistung ist im Vergleich zum iPhone X etwa 13 Prozent schneller und liegt damit sehr nahe an der von Apple geforderten Beschleunigung in Höhe von 15 Prozent. Das trägt auch zu einer kleinen Verbesserung der Multicore-Performance bei, aber da die vier energieeffizienten Kerne nicht wirklich schneller sind, ist der Unterschied hier minimal.

Der GPU-Test von Geekbench verwendet die Metall-API für Berechnungsaufgaben, also ist er ein ziemlich guter Indikator für die Fähigkeit des Grafikprozessors, Mathematik zu betreiben, ohne 3D-Grafiken auf dem Bildschirm darzustellen. Hierbei ist die GPU fast 40 Prozent schneller als sein Vorgänger, was beeindruckend ist, wenn auch nicht ganz die versprochenen „bis zu 50 Prozent“ ausgereizt werden. Sowohl das iPhone XS und iPhone XS Max verfügen über den A12-Chip und die gleiche Speicherbandbreite, womit die Leistungswerte der Geräte auf einer Höhe liegen.

3DMark

Für eine Überraschung sorgte die Sling Shot Benchmark von 3DMark. Der Test brachte im Vergleich zum iPhone X praktisch identische Geschwindigkeiten hervor.

Was ist mit der „bis zu 50 Prozent“ höheren GPU-Geschwindigkeit des A12 passiert, die Geekbench doch gerade erst bestätigt hatte? MacWorld hat eine Theorie für uns. So geht man davon aus, dass der Test mit seinen großen Grafik-Assets durch die Speicherbandbreite und Cache-Performance des iPhone XS beeinträchtigt wird. Das heißt, dass der Grafikprozessor zwar schneller arbeiten könnte, die Daten jedoch nicht schnell genug zugespielt bekommt.

Die „Flaschenhals“-Theorie wird dann auch von einem weiteren Test, der in einer niedrigeren Auflösung gerendert und weniger komplexere Grafik-Assets verwendet, bestätigt. Vergleichbar soll die Qualität mit einem hochwertigen Spiel sein. Hier erhält die GPU die benötigten Daten schneller und kann im Vergleich zur iPhone X Performance um 18 Prozent zulegen.

Akkulaufzeit

Neben der CPU- und GPU-Leistung ist auch ein Blick auf die Akkulaufzeit interessant. Das iPhone XS Max hält in dem Test 50 Minuten länger, als das XS und 57 Minuten länger als das iPhone X.

Der Test fand unter recht extremen Testbedingungen statt. Im „Full-Down“-Test von Geekbench 4 wird kontinuierlich von einer vollen Ladung bis zur vollständigen Entleerung und Abschaltung des Geräts gearbeitet. Dabei werden die Tests mit einer auf 200 nits kalibrierten Bildschirmhelligkeit auf einem weißen Vollbildschirm durchgeführt, wobei die automatische Helligkeit und True Tone deaktiviert sind. Unter diesen Umständen sind die Ergebnisse durchaus gut, so dass Apples Angabe von einer Verbesserung von „mindestens 1,5 Stunden“ im Alltag durchaus realistisch ist.

Kategorie: iPhone

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