Apple News: Verleger haben Probleme Nachrichten zu monetarisieren

| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Im Laufe des letzten Monats haben wir erfahren, dass Apple einen News-Service vorbereitet, der gegen eine monatliche Gebühr Zugang zu kostenpflichtigen Nachrichteninhalten und Zeitschriften bieten soll. Hierbei wird Apple angeblich 50 Prozent aller Einnahmen aus den Abonnements erhalten und die andere Hälfte des Umsatzes wird auf die Verlage aufgeteilt. Nun berichtet Digiday, dass sich einige Verlage insbesondere über die schlechten Möglichkeiten der Monetarisierung beschweren.

Mit Apples Datenschutz ist es schwer Geld zu verdienen

Apple soll seinen neuen Nachrichtendienst angeblich im März einführen. Trotz der Tatsache, dass die meisten Zeitschriftenverlage bereits mit dem 50/50-Umsatzabkommen einverstanden sind, deuten Berichte darauf hin, dass Apple News bei den Verlagen immer noch nicht offene Türen einrennt. Insbesondere die eingeschränkten Möglichkeiten der Werbeeinnahmen stößt derzeit auf Kritik. So soll das Datenschutz-Konzept von Apple von Natur aus nicht mit traditionellen Online-Werbezielen und Verkaufsstrategien kompatibel sein, heißt es in der Branche.

Laut Quellen, die mit Digiday sprachen, haben Verlage Schwierigkeiten, das Anzeigeninventar von Apple News direkt zu verkaufen. So ermöglicht die Plattform nur ein begrenztes Nutzertargeting, welches die Verwendung von Daten oder IP-Adressen nicht zulässt. Mit diesem hohen Datenschutz soll es schwierig sein, aktuelle Verkaufsstrategien anzuwenden, die auf zielgerechte Werbung basieren. Aus diesen Gründen soll die Vermarktung über Googles AMP-Format oder sogar Facebook Instant Articles lukrativer sein.

Trotz dieser Herausforderungen berichteten alle Verlage, die mit Digiday sprachen, von einem großen Apple-News-Publikumswachstum im vergangenen Jahr, was auch den Traffic auf den eigenen Webseiten deutlich erhöht hat. Der Dienst steht somit sehr wohl in der Gunst der Verlage, es steht nur die Frage im Raum, wie man mit Apples Nachrichten-Plattform Geld verdienen kann. Apples geplantes Abo-Angebot könnte hier zumindest einen Ansatz für eine Lösung bieten.

Kategorie: Apple

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