Interview: Tim Cook spricht über den App Store, China und vieles mehr [Video]

| 18:01 Uhr | 0 Kommentare

Nachdem CBS gestern bereits eine Vorschau auf ein Interview mit Tim Cook gezeigt hatte, veröffentlichte nun der US-Sender einen weiteren Teil des Gesprächs. In dem umfangreichen Interview ging es unter anderem um die angespannte Lage zwischen den USA und China. Ebenfalls brisant ist die Forderung von Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren, Apple aufzuspalten.

Kartellüberprüfung ist wichtig, eine Aufspaltung wäre jedoch falsch

In dem Interview mit CBS News erklärte Cook, dass es nur „fair“ sei, Apples Geschäftspraktiken aufgrund seiner Größe zu überprüfen, aber der CEO drängte hart gegen Behauptungen, dass das Unternehmen eine dominante Position auf den Markt einnimmt. Elizabeth Warrens Forderung den App Store von anderen Geschäftsbereichen von Apple abzuspalten, wäre somit nicht gerechtfertigt.

So sieht er kein Problem darin, dass Apple Produkte anbietet, die mit anderen Produkten im App Store konkurrieren. Letztendlich profitiert der Kunde, der eine größere Auswahl erhält. Auch Apple hat einen Vorteil, wenn die „Konkurrenz“ gute Produkte im App Store anbietet – immerhin wird die Plattform dadurch attraktiver. Deswegen wäre es für Apple nicht sinnvoll, die Entwickler zu benachteiligen. Wenn Apple den App Store von dem Unternehmen abkoppeln müsste, weil man eigene Apps anbietet, wäre das so, als ob Walmart keine Eigenmarken neben den Konkurrenzprodukten stellen dürfte.

Cook erwartet keine Sanktionen von China

Die USA haben Huawei im Zuge des Handelskriegs mit China auf die schwarze Liste gesetzt. Google, Qualcomm und andere US-Unternehmen können somit keine weiteren Geschäfte mit dem chinesischen Hersteller führen. Schnell kamen Befürchtungen auf, dass die chinesische Regierung einen „Vergeltungsschlag“ gegen Apple ausrichten könnte. Cook erwartet jedoch nicht, dass es hierzu kommen wird. Weiterhin geht er nicht davon aus, dass es zu der von US-Präsident Trump angekündigten Zollerhebung von 25 Prozent kommen wird.

In dem Zusammenhang widmet sich Cook einen oft geäußerten Irrglauben. So erklärt er, dass das iPhone lediglich „Assembled in China“ (Zusammengebaut in China) sei. In Wahrheit wird das Smartphone auf der ganzen Welt hergestellt. Dabei schadet ein Zoll allen Herstellungsländern, auch den USA.

Apple News gegen Fake News

Auf die Frage, ob er denkt, dass Facebook ein Verstärker für Fake News sei, sagte Cook, dass er sich um jede Plattform Sorgen macht, die Nachrichten in einem Feed liefert und auf Algorithmen vertraut, um echten Journalismus von gefälschten Nachrichten zu unterscheiden. Apple News geht hier einen anderen Weg und will mit kuratierten Inhalten der Verbreitung von Fake News entgegenwirken.

Bildschirmzeit für die verantwortliche Nutzung

Apples CEO ist ein großer Fan der Bildschirmzeit-Funktion von iOS. So habe er dank der Übersicht sein Nutzungsverhalten bereits angepasst, als er bemerkt hatte, dass er mit seinen Geräten zu viel Zeit verbringt.

Wie Cook erklärt, sollen Nutzer mit der Funktion besser nachvollziehen können, wie viel Zeit sie mit ihren elektronischen Begleitern verbringen. Apple will den Verbrauchern die Werkzeuge zur Verfügung stellen, damit sie ihre eigenen Entscheidungen über die Verwendung von Geräten treffen können. Was als zu viel angesehen wird, variiert dabei von Person zu Person. Letztendlich soll das iPhone das Leben verbessern und jeder muss für sich selbst entscheiden, was das bedeutet.

Kategorie: Apple

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.