FTC: Deal zwischen Apple und Amazon könnte rechtswidrig sein

| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Nachdem sich Apple im letzten Jahr mit Amazon auf eine besondere Partnerschaft geeinigt hatte, kritisierten Gebrauchtwaren-Händler die Auswirkungen. Der Deal hält fest, dass Amazon in seinem Shop Apple-Produkte verkauft – nicht autorisierte Verkäufer ist dieses Privileg jedoch nicht mehr gegeben. Nun schaut sich in den USA die Regulierungsbehörde Federal Trade Comission (FTC) den Deal genauer an, um zu bewerten, ob die Vereinbarung rechtswidrig ist.

Drittanbieter werden benachteiligt

Es ist noch nicht lange her, da lief es zwischen Apple und Amazon nicht so richtig rund. So beschwerte sich Amazon über zu hohe App-Store-Gebühren und Apple war nicht begeistert, dass Amazon das Apple TV verbannt hatte. Mittlerweile haben sich die Unstimmigkeiten gelegt, was nicht zuletzt an einem folgenreichen Deal zwischen den beiden Unternehmen ersichtlich ist. So bietet Amazon mittlerweile das Apple-Sortiment über seine Plattform offiziell an, was jedoch für nicht autorisierte Apple-Reseller das Aus bedeutet.

Auf dem Amazon Marktplatz tummelten sich in den letzten Jahren vermehrt Drittanbieter, die nicht autorisierte Apple-Produkte verkauften. Illegale Kopien oder minderwertige Ware sollten vom Marktplatz verbannt werden, indem nur noch Apple Authorized Reseller der Verkauf von Apple-Hardware gestattet wurde. Neben den „schwarzen Schafen“ hatte es jedoch auch einige seriöse Drittanbieter getroffen. Insbesondere in den USA gab es viele Anbieter, die gebrauchte oder reparierte iPhones und MacBooks verkaufen, jedoch keine offizielle Apple-Reseller sind. Die Einstiegshürde, um ein autorisierter Händler zu werden, ist recht hoch. Wie The Verge berichtet, sind hierfür wiederkehrende Schulungen, Mindestumsätze und sogar eine Verkaufsfläche notwendig. Die meisten Gebrauchtwaren-Händler konnten sich diese Maßnahmen nicht leisten und mussten somit den stärksten Marktplatz im Internet aufgeben.

Dieser Zustand ist der FTC ein Dorn im Auge und somit wird nun nach einer Beschwerde eines US-Händlers überprüft, ob eine kartellrechtliche Verletzung vorliegt. Für diese Untersuchung steht die FTC derzeit mit dem besagten Händler in Kontakt. Dieser hatte vor der Neuerung bei Amazon aufbereitete MacBooks verkauft. Nun wird der Händler der Regulierungsbehörde einen genauen Einblick in die Geschäftspolitik geben, was unter Umständen noch weitere Maßnahmen zur Folge haben könnte. Wie diese aussehen, ist nicht bekannt. Zumindest kann die FTC Amazon und Apple zu einer Anpassung der Verkaufs-Voraussetzungen veranlassen.

Kategorie: Apple

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