Datenschützer kritisieren das Fiebermessen in deutschen Apple Stores

| 8:29 Uhr | 3 Kommentare

Anfang dieser Woche hatte Apple damit begonnen, Apple Stores in verschiedenen Ländern wiederzueröffnen. Unter anderem können seit Montag wieder Apple Stores in Deutschland besucht werden. Apple hat verschiedene Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass Kunden und Mitarbeiter weiterhin gesund bleiben. Das Messen der Körpertemperatur wird nun von Datenschützern kritisiert.

Foto: Apple Kurfürstendamm

Datenschützer kritisieren das Fiebermessen in deutschen Apple Stores

Bis auf weiteres trifft Apple zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen in seinen Stores, wie das Überprüfen der Körpertemperatur, das Einhalten des Mindestabstands, das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen und das zeitliche Anpassen von Terminen, um sicherzustellen, dass Kunden und Mitarbeiter weiterhin gesund bleiben. Nur eine bestimmte Anzahl an Kunden darf gleichzeitig das Geschäft betreten, so dass es am Eingang zu Wartezeiten kommen kann.

Die Maßnahmen haben allerdings dafür gesorgt, dass sich der hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Prof. Dr. Michael Ronellenfitsch der Materie angenommen hat. Insbesondere das Fiebermessen ist ihm aus datenschutzrechtlicher Sicht ein Dorn im Auge. Dieser möchte nun prüfen, inwiefern das Messenger der Körperkerntemperatur als Einlass-Voraussetzung mit den deutschen Datenschutzbestimmungen übereinstimmt.

Was meint ihr? Stellt das kontaktlose Fiebermessen am Eingang der Apple Stores einen Verstoß gegen deutschen Datenschutzregeln dar? Oder ist die Ansicht der Datenschützer völlig übertrieben?

(via Bloomberg Law)

Kategorie: Apple

Tags:

3 Kommentare

  • Nadine

    Ich bin absolut für Datenschutz und achte selbst darauf wenig Datenspuren zu hinterlassen. Aber hier einzuschreiten ist typisch deutsch im negativen Sinn. Da wird Datenschutz zum Selbstzweck. Jeder kann selbst entscheiden ob er in den Laden geht oder nicht, insofern wird in niemandes Recht eingegriffen. Und wer mit Fieber rumrennt soll ins Bett gehen und nicht in den Apple Store oder sonstwohin, wo er Leute ansteckt mit wer weiß was. Gibt ja auch andere ansteckende Erkrankungen. Dieser Prof. Ronellenfitsch sollte sich vielleicht bessser mit Google oder Facebook und deren wirklich gefährlichem Datenschindluder beschäftigen.

    13. Mai 2020 | 22:00 Uhr | Kommentieren
  • 〽️auCreek

    Ja, so sehe ich das auch.

    Es wird nicht aufgezeichnet und nichts mit der person in verbindung gebracht oder personalien aufvezeichnet oder gar gespeichert.
    Bei allem respekt vor dem datenschutz: hier passiert nix datenscbutzrelevantes‼️

    Da hatte mal wieder einer zuviel zeit und nix zu tun…

    14. Mai 2020 | 1:06 Uhr | Kommentieren
  • Christian

    Hätte man das vielleicht schon mal an den Flughäfen und bei Grenzübertritten praktiziert, wäre es so weit wie heute niemals gekommen.

    15. Mai 2020 | 20:14 Uhr | Kommentieren

Schreibe einen Kommentar zu Nadine Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.