iOS 14 & macOS Big Sur: Apples Software-Chef Craig Federighi spricht über verbesserten Datenschutz

| 15:55 Uhr | 0 Kommentare

Craig Federighi zeigte auf der WWDC 2020 Keynote neue Datenschutzfunktionen für alle diesjährigen Software-Updates von Apple. In einem Interview mit Fast Company sprach Apples Software-Chef über die verbesserten Funktionen und gab einen Einblick in die Datenschutzphilosophie von Apple.

Fotocredit: Apple

Neue Datenschutzfunktionen

Laut Federighi ist der Datenschutz ein wichtiger Bestandteil jeder Software-Aktualisierung, da Apple seinen Kunden zeigen möchte, dass sie von der Industrie „mehr verlangen“ und „mehr erwarten“ können, wenn es um den Schutz der Privatsphäre geht. „Wir können helfen, die Industrie dazu zu bewegen, Dinge zu bauen, die die Privatsphäre besser schützen“, erklärte Apples Software-Chef.

Der Datenschutz bei Apple wird von vier Kernprinzipien geleitet: Datenminimierung, Intelligenz auf dem Gerät, Sicherheit und Transparenz bzw. Kontrolle. Alle vier dieser Prinzipien waren entscheidend, als Apple iOS 14, iPadOS 14 und macOS Big Sur entwarf. Alle diese Aktualisierungen enthalten bedeutende Datenschutzfunktionen. Zu den Neuerungen gehören:

  • Ungefährer Standort: Nutzer können nun wählen, für Apps nur den ungefähren Standort freizugeben, anstatt den spezifischen Standort.
  • Erlaubnis zur Verfolgung von Apps: Apps können Nutzer nicht ohne Zustimmung im Web verfolgen. Nutzer werden sehen können, welchen Apps sie die Erlaubnis zum Cross-Tracking erteilt haben und können diese Erlaubnis jederzeit widerrufen.
  • Details zum Datenschutz im App Store: Die App Store-Angebote für Apps enthalten eine leicht lesbare Liste mit Details zum Datenschutz.
  • Einschränkungen für die Zwischenablage: Apps haben nicht mehr vollen Zugriff auf die Zwischenablage.
  • Kompromittierte Kennwörter: Apples neue Software-Updates benachrichtigen Nutzer, wenn ein Kennwort, das im iCloud-Schlüsselbund gespeichert ist, bei einer Datenverletzung kompromittiert wurde.
  • Mikrofon- und Kamerabenachrichtigungen: Wenn eine App entweder auf die Kamera oder das Mikrofon auf einem iPhone oder iPad zugreift, werden neben dem Mobilfunksignal entsprechende Symbole angezeigt.

Apple lässt sich nicht etwa alle Datenschutzmaßnahmen selber einfallen. Wie Federighi im Interview preisgab, basieren viele Ideen auf Kundenfeedback. Dabei zeigt sich oft, dass Nutzer nicht genügend über ihre Datenverarbeitung aufgeklärt sind. Aus diesem Grund versucht Apple mit jedem Update die Transparenz zu verbessern. Zum Abschluss des Gesprächs erklärte Federighi, dass Apples Arbeit zum Schutz der Privatsphäre eines der Vermächtnisse sein werde, an die man sich hoffentlich noch in Jahrhunderten erinnern wird.

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