Die „Greyhound“-Audio-Crew erklärt, wie sie das Apple TV+ Drama vertonte

| 11:07 Uhr | 0 Kommentare

Der Apple TV+ Film „Greyhound“ erforderte einiges an Überlegungen vom zuständigen Sound-Team. Wie viel Arbeit hinter der Soundabmischung steckt, verdeutlicht das Team nun anhand einer wichtigen Schlachtszene aus dem Film.

Fotocredit: Apple TV+

Sound-Design in Greyhound

Apples Übernahme des Tom-Hanks-Marinedramas „Greyhound“ für den Streaming-Dienst Apple TV+ kam bei Nutzern und Kritikern gut an. Insbesondere die Spannung während der hochriskanten Mission wurde gelobt. Einen großen Anteil an dieser Dramatik hatte die Audiomischung, die eine Herausforderung für alle Beteiligten darstellte. In einem Profil von Rerecording Mixer Michael Minkler, Supervising Sound Editor Warren Shaw und Sound Mixer David Wyman verriet das Team den Kollegen von Variety, was akustisch alles dazu gehört, um den Zuschauer mitten ins Geschehen zu versetzen.

Während der Schlüsselszene im dritten Akt, in der die USS Greyhound versucht, den Torpedos auszuweichen, bringt Minkler die verschiedenen Elemente zur Sprache, die über die dramatische Musik und den Dialog hinausgehen. „Es gibt Soundeffekte wie die Motoren, die hohe See, die Explosionen, die von beiden Seiten kommen“, so Minkler. Das Publikum muss „hören, wann es die Geschwindigkeit erhöht und wann es sie verringert“, sagte Minkler über die Geräusche des Schiffes. Die Geräusche der Torpedos wurden bewusst überdramatisiert, ihre Bewegungen im Wasser sollten zu hören sein, um die Vorstellung zu vermitteln, dass die Sprengköpfe auf das Boot zusteuern.

Zu Forschungszwecken besuchten Minkler und Shaw die USS Kidd in Louisiana und sprachen mit Veteranen darüber, wie die Befehle eines Kapitäns gegeben und innerhalb der Mannschaft wiederholt werden. Hierdurch gewannen die Sound-Experten ein besseres Verständnis dafür, wie die Kommunikation in einer solchen Situation funktioniert.

Um den Schauspielern ein realistisches Erlebnis zu bieten und um zu verhindern, dass ein Tontechniker während der Szene zum Einsatz kommt, wurden überall auf dem Schiff Mikrofone aufgestellt, um Ton und Dialoge aufzunehmen. „Wir hatten eine Menge Mikrofone in Sichtweite und sie waren in der gleichen Farbe wie das Innere des Schiffes gestrichen“, erklärt Shaw. Auch Playback-Lautsprecher, die das aktuelle Sound-Bild vermittelten, waren im ganzen Schiff verteilt, um den Schauspielern zu helfen, „die Dringlichkeit und Gefahr zu spüren.“

„Greyhound“ gilt als ein erfolgreicher Einkauf für Apple. Der Film hat bereits zwei Nominierungen in den Bereichen „Special Visual Effects“ und „Sound“ bei den British Academy Film Awards erhalten, nachdem er zuvor bereits von den Visual Effects Society Awards und den Motion Picture Sound Editors nominiert wurde.

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Kategorie: Apple

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