Blockierungsmodus: Apple erweitert Schutz vor zielgerichteter Spionagesoftware (iOS 16 & macOS Ventura)

| 21:15 Uhr | 0 Kommentare

Apple hat heute zwei Initiativen vorgestellt, die dabei helfen sollen, Nutzer zu schützen, die von Cyberangriffen betroffen sind. Der Blockierungsmodus für iOS 16, iPadOS 16 und macOS Ventura bringt ein hohes Maß an Sicherheit durch die Einschränkung von Funktionen, die bei einer zielgerichteten Bedrohung im Fokus stehen. Apple stellt außerdem eine Spende in Höhe von zehn Millionen US-Dollar für die Cybersicherheit bereit.

Fotocredit: Apple

Blockierungsmodus

Der Blockierungsmodus (oder im englischen Lockdown Mode) ist laut Apple ein „extremer, optionaler Schutz für die sehr kleine Zahl von Nutzer, die sich ernsthaften, zielgerichteten Bedrohungen ihrer digitalen Sicherheit ausgesetzt sehen.“

Apple gibt an, dass der Blockierungsmodus bereits in den dritten Beta-Versionen von iOS 16, iPadOS 16 und macOS Ventura aktiviert werden kann. Die Funktion wird für alle Benutzer verfügbar sein, wenn die finalen Software-Updates im Herbst veröffentlicht werden. Der Blockierungsmodus richtet sich zwar an Nutzer, die Ziel von Cyberangriffen sind, kann aber offenbar von jedem Nutzer aktiviert werden.

Der neue Modus ist im Abschnitt „Datenschutz und Sicherheit“ der App „Einstellungen“ auf dem iPhone und iPad sowie in der App „Systemeinstellungen“ auf dem Mac zu finden.

Zum Start umfasst der Blockierungsmodus die folgenden Schutzfunktionen:

  • Nachrichten: Die meisten Arten von Nachrichtenanhängen außer Bildern sind blockiert. Einige Funktionen, wie beispielsweise Link-Vorschauen, sind deaktiviert.
  • Internetsurfen: Bestimmte komplexe Webtechnologien, wie die Just-in-Time (JIT) JavaScript-Kompilierung, sind deaktiviert, es sei denn, Nutzer schließen eine vertrauenswürdige Website vom Blockierungsmodus aus.
  • Apple Services: Eingehende Einladungen und Serviceanfragen, einschließlich FaceTime-Anrufe, werden blockiert, wenn Nutzer den Initiator zuvor nicht angerufen oder eine Anfrage gesendet haben.
  • Kabelgebundene Verbindungen mit einem Computer oder Zubehör werden blockiert, wenn das iPhone gesperrt ist.
  • Konfigurationsprofile können nicht installiert werden und das Gerät kann sich nicht in ein Mobile Device Management (MDM) anmelden, wenn der Blockierungsmodus aktiviert ist.

Apple wird den Blockierungsmodus im Laufe der Zeit um neue Schutzmechanismen erweitern. Außerdem hat Apple seinem „Security Bounty“-Programm eine neue Kategorie hinzugefügt, um die Entdecker von Sicherheitslücken im Blockierungsmodus zu belohnen und die Schutzmaßnahmen zu verbessern. Das „Kopfgeld“ wird für qualifizierte Funde, die den Blockierungsmodus betreffen, verdoppelt bis zu einem Maximum von 2.000.000 US-Dollar — die höchste Bounty-Auszahlungssumme in der Branche.

Apple spendet für die Cybersicherheit

Apple stellt zudem eine Spende in Höhe von zehn Millionen US-Dollar bereit, um Organisationen zu unterstützen, die hochgradig gezielte Cyberangriffe untersuchen, aufdecken und verhindern.

Die Spende geht an den von der Ford Foundation gegründeten und beratenen „Dignity and Justice Fund“. Hierbei handelt es sich um eine private Stiftung, die sich für die Förderung von Gerechtigkeit in der Welt einsetzt und philanthropische Ressourcen bündelt, um soziale Gerechtigkeit weltweit zu fördern. Der „Dignity and Justice Fund“ ist ein steuerlich gefördertes Projekt des „New Venture Fund“, einer gemeinnützigen Organisation.

Kategorie: Apple

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