iPhone 14: BOE darf wieder Displays für Apple produzieren

| 20:17 Uhr | 0 Kommentare

Wie IT Home berichtet, hat der chinesische Display-Hersteller BOE grünes Licht für die Produktion von iPhone 14-Displays erhalten. Kurzzeitig war sogar ungewiss, ob der Hersteller für Apple überhaupt noch produzieren darf. Anfang des Jahres hatte Apple herausgefunden, dass BOE bei den OLED-Panels für das iPhone 13 heimlich die sogenannte Circuit-Width der Dünnfilmtransistoren verändert hatte, offenbar sollte so die Produktionsausbeute (Yield) erhöht werden.

BOE produziert Displays für das iPhone 14

Apple stellt hohe Ansprüche an seine Zulieferer. Es ist davon auszugehen, dass die nicht genehmigte Anpassung bei BOE in Cupertino nicht gut ankam. So hieß es, dass Apple womöglich auf die Dienste des Display-Herstellers in Zukunft sogar komplett verzichten wird. Nach einem Besuch von BOE-Führungskräften in Cupertino, um die Situation mit Apple zu klären, und einer anschließenden Überprüfung, kann die Produktion nun fortgesetzt werden.

Samsung Display verfügt über die ausgereiftesten OLED-Fertigungskapazitäten und war deshalb bisweilen der einzige Lieferant für bestimmte iPhone-Bildschirme. Das ebenfalls koreanische Unternehmen LG ist seit langem Apples Zweitlieferant. BOE war jahrelang ein Zulieferer von Displays für die älteren LCD-iPhones, hat aber mit dem iPhone 12 begonnen, auch OLED-Panels für Apple herzustellen. Das Unternehmen war auf dem besten Weg, dieses Jahr Aufträge für 30 bis 40 Millionen iPhones zu erhalten.

Nach aktuellen Schätzungen erhält BOE jetzt jedoch eine weitaus geringere Anzahl von Aufträgen als erwartet – fast eine symbolische Menge. Dem Bericht zufolge wird Apple nach Branchenschätzungen im Jahr 2022 mehr als 90 Millionen flexible AMOLED-Panels für das iPhone 14 kaufen, von denen Samsung Display 60 Millionen Stück und LG Display 25 Millionen Stück liefern wird. BOE liefert mehr als 5 Millionen Stück.

Apple verbessert seine Position in der Lieferkette

Apple will offensichtlich BOE weiter im Spiel halten. Der iPhone-Hersteller hat schon immer gerne mehrere Zulieferer für so viele Komponenten wie möglich gehabt. Dies hat zum Teil mit Risikomanagement zu tun: Wenn ein Lieferant ein Problem hat, kann Apple andere beauftragen, die Produktion hochzufahren, um die Lücke zu schließen.

Aber es dient auch dazu, dem Unternehmen noch mehr Einfluss bei Preisverhandlungen zu geben – Apple kann argumentieren, Aufträge an einen Konkurrenten zu übertragen, wenn ein Lieferant nicht auf den gewünschten Preis heruntergeht. Insbesondere mit Samsung Display haben sich die Preisverhandlungen in der Vergangenheit nicht immer einfach gestaltet. Apple unterstützt aus diesem Grund auch schon länger LG Display in dem Aufbau von OLED-Kapazitäten, was dem iPhone-Hersteller exklusive Produktionen bringen soll.

Kategorie: iPhone

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