Test: Force Touch Trackpad beim 13“ Retina MacBook Pro

| 20:43 Uhr | 6 Kommentare

Ein paar Wochen ist es mittlerweile her, dass Apple das neue 13“ Retina MacBook Pro 2015 vorgestellt hat. Anfang März war es soweit und Apple sprach im Rahmen einer Keynote nicht nur über die Apple Watch, sondern auch über neue Macs. So wurde auch ein neues Retina MacBook Pro gezeigt. Allerdings konzentrierte sich Apple nur auf das 13“ Modell. Dieses wurde im Gehäuseinneren aufgewertet. Beim 15“ Retina MacBook Pro legte Apple erst vor wenigen Tagen Hand an und aktualisierte dieses ebenfalls.

Test: Force Touch Trackpad

Apple hat dem neuen 13“ MacBook Pro mit Retina Display unter anderem und im Vergleich zur Vorgängerversion neue Intel Core Prozessoren der fünften Generation (Broadwell), einen Intel Iris 6100 Grafikchip, doppelt so schnellen Flash-Speicher und eine etwas längere Akkulaufzeit spendiert. Darüberhinaus kommt erstmals beim Mac das neue Force Trackpad zum Einsatz.

force_touch_test2

In den letzten Jahren haben wir bereits verschiedene MacBook Pro Testberichte online gestellt. Dieses Mal haben wir uns dazu entschieden, unseren Test auf das neue Force Touch Trackpad zu beschränken. Was sollen wir euch über die CPU-Leistungssteigerung von rund 10 Prozent berichten? Oder über den schnelleren SSD-Speicher schreiben? In unseren Augen ist das Force Touch Trackpad das Highlight des 2015er Modells und so möchten wir über diese Neuerung ein paar Zeilen verlieren.

Genau wie bei der Apple Watch hat der Hersteller aus Cupertino auch dem neuen 13“ Retina MacBook Pro 2015 die Force Touch Technologie spendiert. Bei der Apple Watch haben wir uns angewöhnt, immer mal wieder auszuprobieren, ob eine bestimmte App oder eine bestimmte Programmsituation ein Force Touch Klick ermöglicht. Einfach ausprobieren und Erfahrungen sammeln, lautet die Devise. Genau so ist es auch beim neuen 13“ Retina MacBook Pro.

Zuerst einmal könnt ihr über die Systemeinstellungen -> Trackpad entscheiden, ob ihr Force Touch überhaupt nutzen möchtet. Standardmäßig ist dies aktiviert und wir können euch auch nur empfehlen, diese neue Technologie zu nutzen. Sie bereichert das Trackpad des MacBook Pro in jedem Fall und an vielen Ecken lässt sich diese nutzen.

Natürlich haben wir ein paar Beispiele für euch, wo und an welchen Stellen ihr das Force Touch Trackpad nutzen könnt. Mit einem sogenannten kräftigen Klick (in der Tat spürt ihr die weitere Ebene beim Klicken) auf ein Wort auf einer Webseite oder in einer E-Mail erhaltet ihr eine Pop-Over-Ansicht mit Suchergebnissen für den angeklickten Test. Neben dem Lexikon greift OS X auch auf Wikipedia oder eine Filmdatenbank zurück.

force_touch_test1

Klickt ihr kräftig auf einen Link (z.B. auf einer Webseite oder in einer Mail), so öffnet sich eine Vorschau der Webseite. Klickt ihr wiederum kräftig auf eine Adresse, so wird euch eine Kartenvorschau dieses Ortes angezeigt. Im Dock führt ein kräftiger Klick zur Expose-Ansicht und in der Nachrichten-App führt der Force Touch Klick auf einer Konversation in der Seitenleiste dazu, dass Details und Anhänge angezeigt werden.

Darüberhinaus steht euch Force Touch auch in QuickTime oder iMovie zur Verfügung. Klickt ihr in den genannten Apps auf die Taste zum Vor- oder Zurückspulen, so könnt ihr mit dem Druck auf das Trackpad die Geschwindigkeit des Spulens variieren. Auch könnt ihr die Zoomgeschwindigkeit innerhalb der Karten-App unter OS X mit einem kräftigeren Klick erhöhen. Einfach etwas kräftiger auf die Zoomtasten + oder – in der Karten-App klicken und schon werdet ihr sehen, wie sich das Zoomverhalten ändern.

Dies sind nur ein paar Beispiele für die neuen Force Touch Trackpad Klicks auf dem neuen 13“ Retina MacBook Pro. Einfach in den verschiedenen Situationen den kräftigen Klick ausprobieren und beobachten, ob eine erweiterte Funktion hinterlegt ist.

Fazit

In unseren Augen ist das Force Touch Trackpad die größte Neuerung beim 13“ Retina MacBook Pro 2015. Die weitere Klickebene bereichert die Bedienung des Gerätes und hält an vielen Bereichen nützliche Funktionen bereit. Der Druck, mit dem auf das Touchpad geklickt werden muss, ist gut gewählt. Man erkennt unmittelbar, wie ein einfacher Klick auszuführen ist und wie sich ein kräftiger Klick anfühlt. Apropos kräftiger Klick. Ihr können in den Systemeinstellungen über den Menüpunkt Trackpad den Druck für das Klicken definieren. Leicht, Mittel und Stark stehen bereit. Eine Veränderung ist deutlich erkennbar. Bislang haben wir auf leicht bzw. mittel gesetzt und können uns noch nicht entscheiden, welches die ideale Einstellung ist. Stark ist uns im Alltag ein wenig zu stark. Über die gesamte Fläche des Trackpads lässt sich gleichermaßen gut klicken.

Eine weitere Sache rund um das Force Touch Trackpad, die wir als positiv erachten, ist die Lautstärke des Klicks. Das bisherige Klickgeräusch bei den MacBooks war zwar nicht laut, allerdings deutlich zu erkennen. Beim neuen Force Touch Trackpad klingt dieses deutlich sanfter.

Interessant wird in diesem Zusammenhang auch sein, wie Drittanbieter-Apps sich das neue Force Touch Trackpad zu Nutze machen. Mit OS X 10.10.3 stellt Apple Entwicklern Programmierschnittstellen für das neue Trackpad zur Verfügung. Nun müssen Entwickler diese nur noch in die eigenen Apps integrieren.

Kategorie: Apple

Tags:

6 Kommentare

  • Fe

    Ich war doch sehr kritisch gegenüber dem neunen Trackpad eingestellt, doch ein Besuch beim örtlichen Vertragshändler für Apple-Hardware hat mich positiv überrascht. Ich könnte schwören, dass das Trackpad weiterhin einen Hubweg ausführt und dabei eben ein „klick“ von sich gibt.

    Die neue falschere Tastatur von Macbook (ohne Pro) hingegen ist Murks! Mir fehlt das eindeutlich was.
    Habt Ihr schon Erfahrungen, vielleicht sogar längere als nur mal beim Vorbeigehen „angabbeln“, machen können?

    31. Mai 2015 | 23:28 Uhr | Kommentieren
    • ywoman

      Es wird in fast jedem Test/review davon berichtet, daß man ein paar Tage Eingewöhnungszeit für die neue Tastatur braucht. Und einige der Tester wollen sie danach nicht mehr missen.
      Deswegen von „Murks“ zu sprechen, ist etwas übertrieben.

      01. Jun 2015 | 5:36 Uhr | Kommentieren
    • frogger102

      Ich benutze das neue Macbook seit 2 Wochen und habe keine Probleme mit der Tastatur. Man gewöhnt sich schnell dran.

      01. Jun 2015 | 12:49 Uhr | Kommentieren
  • oceanic

    Also ich nutze das neue MacBook seit es mir geliefert wurde und ich kann das Gewese um die Tastaturb nicht nachvollziehen.
    Lässt sich wunderbar drauf schreiben, die Tasten geben halt nicht so stark nach, wie auf einer normalen Tastatur, aber man hat auf jeden Fall einen Druckpunkt.

    01. Jun 2015 | 7:29 Uhr | Kommentieren
  • Eddi

    Habe auch das neue 13er mit Force Touch… ich musste dass Macbook ausschalten um wirklich sicher zu gehen, dass das Touchpad nicht wirklich klickt, es fühlt sich so echt an, dass niemand mir glaubt wenn ich es ihm erzähle. Nach ein paar Tagen merkt man aber den Unterschied. Am schönsten ist, dass man jetzt auch oben klicken kann und es das gleiche Feedback gibt wie unten.

    Finde die schnellere SSD aber auch großartig… 1,5GB/s sind einfach nur krank und man merkt den Unterschied zu Windows PCs mit 400MB/s SSD deutlich, auch wenn deren CPU viel mehr kann.

    01. Jun 2015 | 9:03 Uhr | Kommentieren
  • Milan

    Ist bei diesem Modell auch das sogenannte Staingate Problem bekannt?

    25. Dez 2015 | 14:23 Uhr | Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *