Apple Music: Connect aus der Sicht eines Künstlers [Gastbeitrag]

| 17:21 Uhr | 5 Kommentare

Als Musiker tritt man dem Thema Streaming-Dienst meist sehr skeptisch entgegen. So war auch ich damals etwas negativ eingestimmt als Spotify an den Start ging und meine Singles dort vertreten waren. Meist liegt es daran, dass es sich aus finanzieller Sicht nicht für den Künstler lohnt, dort seine Musik zu veröffentlichen. Da es mir nicht um das Geld, sondern um die Musik geht und es für mich als Musiker wichtiger ist Menschen mit meiner Musik zu erreichen, war mir schnell klar – ich trete dem Thema Streaming-Dienst positiv entgegen.

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Connect aus der Sicht eines Künstlers

Da auch ich ein sehr großer Apple Fan bin, war ich auf die letze Keynote sehr gespannt. Als ich hörte, dass Apple einen hauseigenen Streaming-Dienst an den Start bringen möchte, war ich mehr als begeistert. Im Anschluss zur Keynote habe ich direkt mein Spotify Premium Abo gekündigt. Dies hat mir bislang zwar sehr gute Dienste erwiesen, jedoch war es für mich ein Privileg Apple mit Apple Music zu unterstützen und somit darauf umzusteigen.

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Connect war für mich das Highlight als Musiker. Ein Streaming Dienst der zugleich auch ein soziales Netzwerk sein würde? Genial! Sowas gab es noch bislang noch gar nicht. Zumal ich mit bspw. Facebook und dessen Reichweiteneinschränkung in der Vergangenheit sehr unzufrieden war und es noch immer bin. Deswegen kam mir Connect sehr gelegen. Dies würde ein soziales Netzwerk nur für Musiker sein – Perfekt!

Kurz nach dem Start von Apple Music bekam ich eine Mail von Apple, dass mein Connect Zugang genehmigt wurde. Dies hat mich sehr gefreut, da ich schon ziemlich gespannt war, wie das ganze funktionieren würde. Dazu aber später mehr.

Als ich die Musik App öffnete, wurde mir auf den ersten Blick klar – das ganze sieht ganz schön kompliziert aus. Jedoch verging dieses Gefühl nach ein paar Minuten wieder, als ich mich mit Apple Music näher beschäftigt hatte. Mittlerweile habe ich damit keine Probleme mehr.

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Von der Soundqualität war und bin ich sehr begeistert. Obwohl Apple Music lediglich mit 256 kbit/s streamt, bin ich mehr als zufrieden. Um ehrlich zu sein viel mir zwischen der Soundqualität zwischen Apple Music und Spotify kein großer Unterschied auf, und dass, obwohl Spotify mit 320 kbit/s streamt.

Auch das offline Speichern der Songs, funktionierte bei mir problemlos. Ich besitze ein iPhone 6 Plus mit 128 GB. Nach nur einem Tag waren davon nur noch 7 GB frei, da ich wirklich eine Menge Songs offline heruntergeladen hatte.

Als nächstes hatte ich mich dann intensiv mit Connect beschäftigt. Schnell ist mir aufgefallen, dass auf meiner Künstlerseite auch Musik von anderen Künstlern mit dem selben Namen zu finden war. Dafür muss sich Apple unbedingt eine Lösung einfallen lassen. Enttäuschend war auch, dass ich weder ein Profilbild, noch ein Titelbild oder die Farbe der Seite ändern konnte. Daraufhin habe ich Apple kontaktiert und ihnen mein Anliegen geschildert. Auf eine Antwort warte ich jedoch noch.

Hochladen von Inhalten teilweise problematisch

 

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Das Hochlanden von Posts, Fotos und Videos lief ohne Probleme. Als ich dann versucht hatte einen Song von mir, der nicht bei iTunes bzw. Apple Music vertreten war hochzuladen, fingen die ersten Probleme an. Um einen Song hochzuladen, muss dieser erst auf meinem iPhone sein, da ich diesen nicht über mein MacBook hochladen konnte. Als ich mein iPhone dann mit meinem MacBook verbunden hatte und versucht hatte den Song auf das iPhone zu laden, erschien die Meldung, dass ich dafür vorher die iCloud Mediathek deaktivieren müsste.

Der Nachteil wenn ich dies tun würde – alle Songs die ich offline gespeichert habe würden gelöscht werden. Dieses Opfer bin ich schlussendlich eingegangen. Als ich dann den Song bei Connect hochladen wollte und die notwendigen Informationen eingegeben hatte, fing der Upload an. Nach dem dieser fertig war, ging die ganze Geschichte wieder von vorne los, bis ich dann nach dem dritten oder vierten mal die Meldung bekam, dass der Upload nicht gesendet werden konnte. Bis heute ist es mir nicht gelungen einen Song dort hochzuladen. Auch darauf habe ich Apple aufmerksam gemacht.

Mein Fazit zu Apple Music

Apple hat mit Apple Music einen wirklich tollen Streaming-Dienst geschaffen, der nicht nur für Hörer sondern auch für Künstler gedacht ist. 9,99 Euro für ein Einzelabo finde ich wirklich günstig und von der Qualität her kann ich Apple auch nur ein großes Lob aussprechen. Connect ist ein super Service um mit den eigenen Fans und Hörern interagieren zu können. Zwar klappt dies noch nicht einwandfrei, aber dies nehme ich Apple nicht übel. Ich bin mir sicher, dass Apple seinen hauseigenen Streaming-Dienst in Zukunft weiter ausbauen wird und für uns Künstler den Umgang mit Connect deutlich vereinfachen wird.

Ich bin von Apple Music so begeistert, dass ich meine Songs in Zukunft vorab schon exklusiv dort bereitstellen werde, bevor ich diese auf andere Plattformen veröffentlichen werde. Hier findet ihr Walid im iTunes Store.

Kategorie: Apple

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5 Kommentare

  • Silversnake

    Kleine Info zur Streaming Qualität:

    Spotify streamst zwar mit 320 kbps, aber das alles im MP3 Format.
    Apple hingegen streamst im AAC Format und bietet daher auch mit nur 256 kbps eine sogar bessere Qualität.
    192kbps AAC sind ungefähr gleichwertig mit 320kbps MP3.

    12. Jul 2015 | 17:29 Uhr | Kommentieren
  • Sergio

    Ich finde Deezer sehr gut….
    Einfach zu bedienen und sehr gut Übersicht!

    13. Jul 2015 | 9:59 Uhr | Kommentieren
  • DANEK

    ich finde Apple Musik etwas unübersichtlich, Besonders dann, wenn man einfach stöbern möchte oder schnell eine Playlist zum besonderen Anlass spielen will. Wenn die Gäste kommen, da will ich nicht lange suchen, sondern die Zeit mit meinen Liebsten nutzen

    13. Jul 2015 | 10:36 Uhr | Kommentieren
  • MrP

    Der Artikel hört sich für mich wie blinder Aktionismus an. Leider wirklich sehr Schade. 2 Dinge:
    1.) Reichweitenbeschränkung bei Facebook? 1 Milliarde User und ich finde jetzt mit Apple Connect mehr? Was bleibt mit Android und Windows-Usern? Vielen Dank.

    2.) spotify gekündigt (okay jedem seines) und dann die Kinderkrankheiten von Apple hinnehmen (Musikupload, Bugs, fehlende Funktionen, iCloud on/off.

    Lieber Gastautor, ich hätte mir einen schöneren Bericht mit Pro und Contra gewünscht. So ist es nur Fanboy Gelaber. Leider :((

    13. Jul 2015 | 13:19 Uhr | Kommentieren
    • Krusty

      Hinweis zu 1.) Apple Music gibt es auch für Windows-PCs, und ab Herbst wird es auch für Android bereitgestellt.

      13. Jul 2015 | 19:28 Uhr | Kommentieren

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