iOS und Android: So hoch ist der Anteil der Switcher

| 6:55 Uhr | 1 Kommentar

Wer sich ein Smartphone zulegt, hat im Grunde nur die Wahl zwischen iOS und Android. Google und Apple haben den Markt zwischen sich aufgeteilt und feilschen um Geländegewinne. Mit neuen Geräten und Software-Features versuchen sie Kunden von der anderen Seite abzuziehen.

Wie erfolgreich solche Strategien sind, haben die Marktforscher von Consumer Intelligence Research Partners analysiert. Nutzer sind gegenüber ihrer einmal gewählten Marke bzw. dem gewählten Betriebssystem zum überwiegenden Teil gegenüber loyal, was man wiederum auch als Kompliment an die beiden konkurrierenden Systeme verstehen kann.

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Hier gibt es jedoch feine Unterschiede und zum Teil überraschende Ergebnisse. Die Marktforscher klären auf.

Android führt knapp im Abwerbe-Wettstreit

Innerhalb der letzten beiden Jahre, so die CIRP-Analyse (PDF-Link), lagen Android und Apple nahezu gleichauf, was die erfolgreichen Abwerbeversuche angeht. Den 82 Prozent, die Android im Untersuchungszeitraum treu geblieben sind, stehen 78 Prozent bei Apples iOS gegenüber, so Macrumors.

Android liegt also mit leichtem Vorsprung vorn. Das zeigt sich auch im Blick auf die Zahl der Neukunden beim jeweiligen Anbieter: 20 Prozent der Android-Neulinge waren zuvor iPhone-Nutzer. Dem gegenüber hatten nur 16 Prozent der neuen iOS-Kunden vorher ein Android-Gerät. Der entscheidende Vorteil für Apple ist jedoch, dass sich die Android-Anteile auf hunderte Hersteller verteilen. Vom Grundsatz her, ist man gegenüber Apple deutlich loyaler, leider geht nicht hervor, wie treu Nutzer einem bestimmten Android-hersteller ist.

Smartphone-Erstnutzer entscheiden sich meist für Android

Konsumenten, die zuvor noch nie ein Smartphone besessen hatten, griffen zu 62 Prozent zu Android. iOS lag mit 24 Prozent Anteil weit abgeschlagen. Dies ist sicherlich dem niedrigeren Einstiegspreis geschuldet.

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Auch der Mobilfunkanbieter spielt eine Rolle

Unter den Kunden, die bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters auch ihr Betriebssystem wechselten, stellte sich Android ebenfalls als deutlich erfolgreicher heraus: 79 Prozent der Android-Nutzer blieben bei Googles System, nur 51 Prozent bei iOS.

Loyale Apple-Kunden sind (k)ein moderner Mythos

Laut CIRP-Mitgründer Josh Lowitz würde die Branche die Dynamik zwischen iOS und Android noch nicht wirklich gut verstehen. „Weitgehend unbekannt ist die sogenannte Loyalitätsrate – als Maßstab dafür, wie gut es einer Firma gelingt, ihre Kunden zu binden“, so Lowitz. Allzu leicht wird davon ausgegangen, dass es Apple weitaus besser gelingt, die Kunden zu den eigenen Produkten loyal zu stimmen. Im Vergleich zu anderen Herstellern gelingt Apple dies deutlich besser, als es anderen Herstellern gelingt. 78 Prozent der iPhone-Nutzer bleiben dem Gerät treu.

Bei den hier aufgezeigten Zahlen geht es lediglich um Prozentwerte. Die absoluten Zahlen wären sicherlich auch interessant. Die 16 Prozent der ehemaligen Android-Nutzer, die zum iPhone wechseln, sind in absoluten Zahlen deutlich höher, als die 20 Prozent der ehemaligen iOS-Nutzer, die zu Android wechseln. Auf der letzten Quartalskonferenz gab Apple CEO Tim Cook an, dass niemals zuvor mehr Android-Nutzer zum iPhone-wechselten.

Demnächst geht es wieder los. Im kommenden Monat wird das iPhone 6S vorgestellt. Dann werden Telekom, Vodafone und o2 entsprechende Angebote schnüren, um Kunden zum iPhone 6S zu bewegen. Aber auch andere Anbieter werden iPhone-Angebote bereit halten. Wir sind gespannt, insbesondere zum Marktstart wird es ein paar interessante Angebote geben.

Die Studie von CIRP basiert auf einer Befragung von 4000 US-Bürgern, die zwischen Juli 2013 und Juli 2015 ein Smartphone aktiviert hatten.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • Gast

    So ein Quatsch. Samsung stellt ca.85% aller Android
    Handys her. Samsungs Marktanteil geht stetig pro
    Jahr um 6-10% zurück und im gleich Zeitraum
    steigt der Anteil des iPhones zu gleichen Teilen an.
    Wie soll denn so eine Aufrechnung herkommen.
    Besonders das Galaxy 6 hat sich schlecht verkauft.

    14. Aug 2015 | 18:05 Uhr | Kommentieren

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