Siri 2.0: nächste Generation der künstlichen Intelligenz in Arbeit

| 11:49 Uhr | 12 Kommentare

Siri 2.0 ist in Arbeit. Apple konzentriert sich derzeit darauf, seinem digitalen Sprachassistenten erweiterte künstliche Intelligenz zu verpassen und den Assistenten auf ein neues Level zu heben.

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Siri 2.0 in Arbeit

Ein paar Jahre ist es mittlerweile her, dass Apple seinen digitalen Sprachassistenten Siri zusammen mit dem iPhone 4S vorgestellt hat. Zweifelsfrei erledigt Siri einen guten Job und hilft dem Anwender in zahlreichen Lebensbereichen. In den letzten Jahren hat Apple Siri in kleinen Schritten weiterentwickelt. Verschiedenen Quellen zufolge arbeitet Apple derzeit hinter verschlossenen Türen daran, seinem digitalen Sprachassistenten ein großes Update zu verpassen, so dass dieser an Google Now, Cortana und Alexa vorbeizieht und einen Vorsprung herausarbeitet.

Vor wenigen Tagen haben wir erfahren, dass Apple einen eigenen „Siri-Lautsprecher“ entwickelt, um in direkte Konkurrenz zu Amazon Echo oder Google Home zu treten. Zeitgleich hieß es, dass Apple zur WWDC 2016 eine Programmierschnittstelle anbieten wird, so dass Entwickler von Drittanbieter-Apps Siri implementieren können. Doch dies scheinen nicht die einzigen Neuerungen zu sein, an denen Apple rund um Siri arbeitet.

Schon Steve Jobs hatte vor Jahren die Vision, dass Computer zukünftig verstärkt per Sprache gesteuert werden. Er selbst trieb die Übernahme von Siri voran und innerhalb weniger Monate implementierte man die Technologie in iOS. Siri Gründer Dag Kittlaus hat Apple längst wieder verlassen und arbeitet an einem neuen Assistenten. Tom Gruber aus dem Original-Siri-Team und Chef-Wissenschaftler der Siri-Technologie arbeitet nach wie vor bei Apple und treibt den Assistenten weiter voran. Im Laufe des Jahres 2016 und 2016 werden wir die Ergebnisse seiner Arbeit zu sehen bekommen, so Brian Roemmele.

Als Schlüssel zum Erfolg soll unter anderem VocalIQ dienen. Dabei handelt es sich um ein Cambridge Startup, welches Apple im Herbst letzten Jahres übernommen hat. Eine interne VocalIQ Präsentation war so beeindruckend, dass Apple das Unternehmen sofort gekauft hat, ohne dass die Entwickler ihre Smartphone-App zu Ende bringen konnten. So kann VocalIQ auch recht komplizierte Anfragen verarbeiten, wie z.B. „Finde ein chinesisches Restaurant, mit Parkplätzen und WiFi, welches zudem noch kinderfreundlich ist“. VocalIQ hatte eine Erfolgsquato von 90 Prozent, während Google Now, Siri und Cortana gerade mal auf 20 Prozent kamen, so Businessinsider.

Gleichzeitig ist VocalIQ in der Lage, sich Kontexte zu merken, genau wie ein Mensch. Überlegt ihr es euch kurze Zeit später anders und sucht ihr stattdessen nach einem mexikanischen Restaurant, so weiß VocalIQ, dass dieses auch Parkplätze und WiFi bieten und zudem kinderfreundlich sein soll. Die VocalIQ Technologie wird als echter Assistent und nicht als „Sprachsuche“ beschrieben.

Aber auch bei der reinen Spracherkennung soll VocalIQ Siri Nachhilfe geben können. So kann VocalIQ Umgebungsgeräusche besser erkennen und diese bei der Spracherkennung mit einbeziehen.

VocalIQ stellt nur eine von mehreren Übernahmen der letzten Monate dar, die Siri verbessern werden. Unter anderem hat Apple auch Emotient und Perceptio gekauft. So kann die Emotient unter anderem die Bewegungen eurer 43 Gesichtsmuskel erkennen und die emotionale Bedeutung eurer Anfrage interpretieren. Dies dürfte es einem künstlichen System erleichtern, euch besser zu verstehen.

Kategorie: Apple

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12 Kommentare

  • MrT

    Ich freue mich mal wieder auf News, bei denen Apple der Vorreiter neuer Ideen ist – und nicht nur hinterher läuft.
    Wenn man die Gerüchte so liest, dann baut Apple an so vielen Ecken und Enden und es klingt schon eher verzweifelt als revolutionär.
    .
    Schuster, bleib bei deinen Leisten…

    30. Mai 2016 | 12:03 Uhr | Kommentieren
  • Rudolf Gottfried

    @MrT
    „Schuster, bleib bei deinen Leisten…“ – das würde ich dir auch raten.
    Denn wer wie du zu doof, ist einen einfachen Text wie den obigen auch inhaltlich zu verstehen, sollte besser das machen, was er kann. Nämlich sich von Rocky auf die Glocke hauen lassen.

    30. Mai 2016 | 12:31 Uhr | Kommentieren
    • MrT

      Meine Aussage war nicht auf Siri 2.0 bedacht, sondern auf alle Apple-News, welche derzeit im Umlauf sind.
      Bei genauerem Lesen meines Kommentares sollte dir das ggf. auffallen.
      .
      Mit Siri 2.0 arbeitet Apple, m.E., nur an einer Verbesserung von Siri, um mit der Konkurrenz weiter mithalten zu können. Stichwort „Siri-Lautsprecher“, die nur das Gleichziehen mit der Konkurrenz bedeuten. Siri 2.0 ist für Siri-Lautsprecher nur ein notwendiger Schritt (die Grundvorraussetzung), um die technischen Möglichkeiten von Siri als Home-Assistent nutzen zu können. Daher ist Siri 2.0 ist nur eine der Apple-Baustellen.
      .
      Daher überlasse ich es dir, dir den Text und alle anderen News noch einmal zu lesen und zu verstehen. Viel Erfolg!

      30. Mai 2016 | 13:11 Uhr | Kommentieren
    • MrT

      Um das nochmal zusammenzufassen:

      Warum Apple an zu vielen Stellen doktort und nur gleich zieht und nicht mit revolutionären (Apple-Sprech) Dingen glänzt:

      – Siri ist von den Fähigkeiten veraltet (Vergleich Google mit seiner Präsentation)
      – Siri-Home (wie immer es heißen wird): Nachziehen von Amazon Echo und Google Home
      – Apple Watch: Veraltet, kein Mehrwert mehr, Konkurrenz ist moderner, vielseitiger und weiter
      – Apple iPhone: passt noch, auch wenn Killerfeatures von Konkurrenz kommen (Hardware, VR, NFC etc.)
      – Apple Mac: Veraltet, zu teuer
      – Apple Cinema Display: Weit weg von aktuell
      – Apple iAd: Tot
      – Apple Connect: scheinbar kein Interesse der User
      – Apple GameCenter: Wohl mit nächsten Versionen auch beerdigt
      – Apple Maps: Nach vielen Jahren wird es langsam
      – Apple Pay: Warten wir wohl noch weitere Jahre
      – Apple Radio: warten wir ab, wie sich die Zahlen entwickeln
      – Apple Car: weiteres Spielfeld aufgetan
      .
      .
      Wie man sieht: Apple will einfach in allen Bereichen mitmischen und dran verdienen. Das ist ja nicht schlecht. Aber man sollte den Fokus seines Unternehmes nicht aus den Augen verlieren: Simplicity, Innovation and User Experience.
      Das sind keine Buzzwords von mir, sondern von Apple.
      .
      Und meine Auflistung von oben beruht nicht auf meinen subjektiven Bewertungen, sondern auf Basis von Tech-News

      30. Mai 2016 | 13:20 Uhr | Kommentieren
      • Lloigorr

        Man muss dir wohl Recht geben. Zuletzt kam mir Apple auch planloser vor, als vor ein Paar Jahren noch.

        30. Mai 2016 | 16:10 Uhr | Kommentieren
      • NKTHEK

         Watch ist klasse und hat sich 9Mio+ verkauft (mehr als das 1Gen. iPhone) welche Konkurrenz meinst du denn? Es gibt keine einzig gute Smartwatch die ansatzweise so annähernd so konstant funktioniert wir die von Apple. Antworte jetzt nicht mit S Gear 2 oder die LG die sind in der Praxis einfach nicht zu gebrauchen geschweige von hässlichen Design. Wer die Apple Watch trägt kann mitreden und die meisten bestätigen wie sie den Altag bereichert.
        Siri funktioniert bei mir einwandfrei und auch das diskutieren erledigt es im Normalfall auch bei langen Texten fehlerfrei.
         Pay ist in den Ländern wo es verfügbar ist sehr Erfolgreich.
        Auch  Musik hat über 10 Mio. zahlende Nutzer dafür hat Spotify übrigens mehr als 7 Jahre gebraucht.
        Hab mir jetzt n neues MacBook gekauft und bin nachwievor mit Geschwindigkeit und Leistungen zufrieden.

        Mit fehlen in letzter Zeit auch die Innovation aber bald kommt das iPhone 7 und weiter Produkte. Und klar ist auch das sich ein Multimilliardenkonzern wie Apple auch in anderen Zukunfts Märkten wie dem Selbstfahrenden E-Auto einmischt – den wenn ein Unternehmen für Inovative Technik steht dann Apple. Von der Konkurrenz kommt seit Jahren nur scheiße.

        31. Mai 2016 | 15:45 Uhr | Kommentieren
  • Marco123

    MrT hat vollkommen recht.
    Siri hat gegen die Google Spracherkennung gar keine Chance. Ich ärgere mich das ich für die Notizen App und anderes, nur das dumme Siri nutzen kann.
    Bin seit Jahren Apple Fan, aber langsam reicht mit die Software Leistungsfähigkeit nicht mehr aus. Ich glaube Google gehört die Zukunft.

    30. Mai 2016 | 13:39 Uhr | Kommentieren
  • Harald

    Die meisten Kommentare hier sind Blödsinn. Google und Co zeigen, was alles möglich ist und gemacht werden kann. Es funktioniert bei denen trotzdem nicht richtig. Ich finde es gut, dass Apple nicht immer als erster mitmischt, sondern die sinnvollen und praktischen Features aufgreift, diese verbessert und dann in eigene Produkte einbaut.

    30. Mai 2016 | 13:45 Uhr | Kommentieren
    • Zen

      damit liegst du 100% richtig. Erster sein, ist nicht immer richtig und vor allem nicht klug.

      30. Mai 2016 | 15:55 Uhr | Kommentieren
    • Sam

      Sehe ich ähnlich. Klar, was so alles geht und möglich ist, zeigen einige andere Hersteller auf einem ziemlich krassen Niveau. Man muss aber überlegen, dass hier der Nutzer förmlich verkauft wird. Bei Apple ist die Datenverarbeitung eine vollkommen andere. Hier einen gleichen Service anzubieten, der sich auf dem Gerät selbst abspielt, ist etwas vollkommen anderes. Wie schafft es wohl Google eins der reichsten und wertvollsten Unternehmen zu sein und im Vergleich zu Apple kaum etwas zu verkaufen sondern eher kostenlos mit Werbung anzubieten? Sollte man mal drüber nachdenken…

      30. Mai 2016 | 16:18 Uhr | Kommentieren
  • nightblindness

    Aha, innovativ sein heißt dann also, die Anderen mal mit neuen Erfindungen kommen lassen und sie dann selber übernehmen und leicht verbessern.
    Und ich dachte jahrelang im Tech-Bereich kommt es gerade darauf an, neue und revolutionäre Ideen als erster zu präsentieren. Wie z.b. iPhone, iPad. Aber der Denkfehler muss hier bei mir liegen…

    @ Rudolf Gottfried mit solchen verbalen Entgleisungen disqualifiziert man sich selbst.

    31. Mai 2016 | 8:58 Uhr | Kommentieren
    • NKTHEK

      Inovative sein heißt nicht jeden scheiß und Hype der sich entwickelt unausgereift auf den Markt zu schmeißen sie wie es Google und Samsung in den letzten Jahren machen. Was nützt dir Psydoinovativ zu sein wenn dein Produkt keiner kaufen will weil man es nicht bedienen kann und will oder es aus mangelnder externer Software nicht kaufen braucht z.B. Google Glass, Samsung Gear, VR Brille, Google Home…

      MP3 Player, Smartphone und Tablets gab es vorher auch aber bis iPod, iPhone, iPad und Co. auf dem Markt kamen waren sie benutzerunfreundlich, kompliziert und völlig nutzlos. Das ist Inovativ vorhandene Technik Massen und Benutzertauglich zu machen.

      31. Mai 2016 | 15:52 Uhr | Kommentieren

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