Steve Ballmer erklärt seinen „Lacher“ zum iPhone

| 18:20 Uhr | 8 Kommentare

Der Software-Riese Microsoft hätte wesentlich früher ins Smartphone-Geschäft einsteigen müssen. Das sagte der langjährige CEO von Microsoft, Steve Ballmer, im Interview mit dem US-Fernsehsender Bloomberg. Früher hatte er Apple und das iPhone kritisiert, vor allem wegen der exorbitanten Preise. Heute sieht die Situation anders aus: Microsoft hat sein Windows Mobile gegen Apple in Stellung gebracht und war selbst im Hardware-Geschäft aktiv. Doch der Anfang kam zu spät, die Initiative kann man als größtenteils gescheitert betrachten.

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Der Einstieg habe seine Beziehung zu Microsoft-Gründer Bill Gates arg belastet. Am Anfang seien sie alle dagegen gewesen: Bill Gates und andere aus der Führungsriege von Microsoft. „Es war für beide Seiten nicht leicht“, so Ballmer. Die Meinungen über die strategische Ausrichtung des Konzern seien „ein klein wenig auseinander gegangen“. Eigentlich sei Bill Gates eher wie ein Bruder für ihn gewesen.

Die Entscheidung für die Windows-Smartphones kam spät und Microsoft ist damit in weiten Teilen gescheitert, schaut man etwa auf den kleinen Marktanteil, den der Konzern im Smartphone-Geschäft weltweit hält.

„Ich wünschte, ich hätte eher verstanden, wie (Apples) Geschäftsmodell funktioniert: Smartphones über die Mobilfunkanbieter zu vertreiben und zu finanzieren“, so der frühere Microsoft-CEO. Wenn er früher Apple wegen der hohen iPhone-Preise angeklagt hatte, so sei das im Grunde falsch gewesen. Denn wenn man die Finanzierung eines 600- oder 700-Dollar-Smartphones über die monatliche Mobilfunkrechnung streut, dann funktioniert es. Und dieses Geschäftsmodell hat Apple erfunden, so Ballmer.

Seine Grundsatz-Entscheidung für die Smartphones und Tablets hält Ballmer nach wie vor für richtig. Der Aktienkurs Microsofts bestätige seine Richtung. „Der Kurs geht gerade nirgendwohin, das Board steht gewaltig unter Druck.“ Nach dem Zwist mit Gates hatte sich Ballmer von Microsoft verabschieden müssen. Heute ist er Besitzer des NBA-Clubs Los Angeles Clippers.

8 Kommentare

  • Feryat

    Kurz gesagt…Große Klappe aber nichts dahinter

    06. Nov 2016 | 19:31 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Gute Ideen kann man nun mal nicht aus dem Hut 🎩 zaubern.
    Die Sache ist eine Idee zu erkennen und sich drauf einstellen.
    Eine gute Idee von Microsoft war es die beiden Betriebssysteme
    Touch und PC zu einer zu verbinden.
    Dann kommt / en weitere wie zB. das Surface Studio.
    Ein Produkt was bei Apple schon mal gar nicht geht.
    Schade Apple… hier zeichnet sich eine neue gute Udee ab.
    Eine Touchleiste ist es nicht.

    06. Nov 2016 | 20:10 Uhr | Kommentieren
    • Krusty

      Touch-Bedienung für PCs ist keine gute Idee, Microsoft wird damit scheitern.

      06. Nov 2016 | 20:26 Uhr | Kommentieren
  • Barto

    Wenigstens einer hat es verstanden, Danke Krusty.

    06. Nov 2016 | 21:41 Uhr | Kommentieren
    • Gast

      man wird sehen …

      07. Nov 2016 | 2:47 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Touch und so was wie Siri ist die Zukunft.
    Arbeite mal mit einer Maus auf eibem 40″ Monitor
    oder noch größer…viel spass.

    07. Nov 2016 | 2:51 Uhr | Kommentieren
    • resomax

      Lieber mit der Maus als mit einem Gorilla-Arm!

      07. Nov 2016 | 5:41 Uhr | Kommentieren
  • Richard

    „Arbeite mal mit einer Maus auf einem 40″ Monitor
    oder noch größer…viel spass.“

    Hallo Grobmotoriker, auf einem solchen Monitor will ich gar nicht anders als mit einer (hochauflösenden) Maus arbeiten. Und was soll Siri dabei bewirken? Und wie erreiche ich ohne Berufskrankheit alle Ecken des Monitors? Oder mache ich mich stehend vor dem Gerät mit Gestensteuerung zum Hampelmann?

    07. Nov 2016 | 16:56 Uhr | Kommentieren

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