Smartphone-Akku in 20 Sekunden laden – keine Zukunftsmusik!

| 6:22 Uhr | 9 Kommentare

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, überbieten sich die gängigen Smartphone-Hersteller ja schon seit jeher gegenseitig. Die Fülle an Funktionen von iPhone und Co. wächst ständig. Je nachdem wie viele Apps und Prozesse gleichzeitig laufen, kann man oft sprichwörtlich dabei zusehen, wie der Ladebalken abnimmt. Dieses Problem wird wohl so schnell nicht aus der Welt zu räumen sein, aber die Erfindung einer 18-jährigen Schülerin aus Kalifornien dürfte die mobile Gemeinschaft dennoch begeistern.

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Eesha Khare hat an ihrer Highschool im heimischen Saratoga einen „Superkondensator“ entwickelt und holte sich damit zu Recht einen der auf 50.000 Dollar dotierten Preise, die Intel an junge Wissenschaftler vergibt. Der Mini-Akku passt in jedes Smartphone, kann in 20-30 Sekunden komplett geladen werden und das bis zu 10.000 Mal. Gängige Akkus benötigen manchmal Stunden, um richtig aufzuladen und nach knapp 100 Ladezyklen beginnt die Leistung merklich zu schwinden. Kein Wunder, dass erste Interessenten bereits ihre Fühler ausgestreckt haben: Gegenüber dem Fernsehsender CBS gab die Schülerin an, Google hätte bereits angeklopft.

Auch in der Automobilbranche könnte die neue Technologie für echte Fortschritte sorgen. Erfolgreich in die Akkus von Elektroautos integriert, könnte der nach wie vor schwächelnde Markt der umweltfreundlichen Alternativen einen Aufschwung erhalten. Das bisher größte Manko – die geringe Reichweite der Elektromobile – wäre dann nämlich ausgemerzt. Eesha Khare will das Preisgeld sparen, um sich später ein Harvard-Studium zu ermöglichen. Fraglich ist nur, ob sie als College-Studentin schon von ihrer eigenen Erfindung profitieren kann: Die Weiterentwicklung bis zur Marktreife dürfte wohl noch ein paar Jahre dauern.

Kategorie: Apple

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9 Kommentare

  • Silvercircle

    Leider wird das ein Wunschtraum bleiben, bei 5V Spannung die aktuell beim Galaxy S4 zum Laden verwendet werden bräuchte man 240 Ampere…

    23. Mai 2013 | 7:56 Uhr | Kommentieren
  • Lloigorr

    Verstehe ich nicht… Superkondensatoren sind doch schon lange Alltag. Ich glaube kaum, dass uns das in unseren Handys begegnen wird, weil sie zwar eine sehr hohe Leistungsdichte haben, aber von der Energiedichte an gewöhnliche Akkus auf chemischer Basis nicht herankommen. Entsprechend unpraktisch wären sie im Handy.
    Die Dinger sind eher sinnvoll für die energierückgewinnung in Autoremsen von Toyota prius und Co.

    23. Mai 2013 | 8:30 Uhr | Kommentieren
  • Breitbandopfer

    Die Überschrift vermittelt, dass der „Superakku“ wider den anderen Berichten, doch bald eingesetzt werden könnte.
    Ansonsten siehe @Lloigorr

    Das könnte allerdings ne Revolution sein im „Rekuperations Business“ nicht nur in der Autoindustrie, sondern wirklich überall wo kinetische Energie frei wird.

    23. Mai 2013 | 8:40 Uhr | Kommentieren
  • Markus

    Verstehe auch nicht warum um einen Kondensator so eine Welle gemacht wird. Wie Lloigorr schon sagte, noch eine kleine Zusatz information: ein „Super-Kondensator“ mit einer Leistung von 2000 mAh wiegt ca. ein halbes kilo. Alles was die Studentin gemacht hat ist einen neuen Werkstoff, der schon erforscht wurde, verwendet.

    Also ich für meinen teil denke nicht, dass das die Handy/Smartphone Welt revolutioniert.

    23. Mai 2013 | 9:38 Uhr | Kommentieren
  • Francesco

    Naja, es ist eben nicht nur ein „Superkondensator“, sondern eigentlich ein Mix zwischen Batterie und Kondensator… Bin mir auch nicht sicher, ob sie allein es war, die diese Art von Kondensator entwickelt hat!
    Hier eine sehr interessantes Video dazu zum Verständnis:
    https://vimeo.com/51873011

    23. Mai 2013 | 10:57 Uhr | Kommentieren
  • oernie

    Also wenn man den Bericht so liest, könnte man meinen, die Schülerin hat schon einen fertigen Superkondensator als Handyakku entwickelt, den man direkt in ein Smartphone einbauen und nutzen kann. Leider ist dem aber bei weitem nicht so. Ganz im Gegenteil, hat sie lediglich eine bereits seit Jahren vorhandene Technik weiterentwickelt, in dem sie mit neuen Materialien experimentiert hat. Das für sich allein betrachtet ist natürlich für eine Schülerin an einer Highschool sehr beachtenswert und daher auch die verdiente Auszeichnung mit dem Preis. Für die Forschung ist es aber leider nur ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung, wobei es sich in diesem Artikel (wie leider auch in vielen anderen Medien) so liest, als wenn es sich um eine komplette Neuentwicklung handelt, die nur darauf wartet jetzt produktiv umgesetzt zu werden.
    Schade.

    23. Mai 2013 | 11:24 Uhr | Kommentieren
  • Zois

    Ja der Artikel ist leider wirklich ein Fail, ich schließe mich den meisten anderen Kommentaren an

    23. Mai 2013 | 14:59 Uhr | Kommentieren
  • Fe

    Man könnte meinen sie hat in ihrer Garage ein Labor…

    Eine 18-jährige Schülerin hat einen Superspeicher für elektrische Energie erfunden und stellt damit die Welt der Gadgets auf den Kopf. Eine schöne Meldung. Leider falsch.

    Hier mal ein Artikel, der besser recherchiert wurde…
    „w w w .heise.de/tp/blogs/10/154293“

    23. Mai 2013 | 15:42 Uhr | Kommentieren
  • Dich

    Keine Zukunftsmusik? Bedeutet also, die genannten Erfindungen gelangen spätestens Ende des Jahres in den Handel?

    23. Mai 2013 | 17:51 Uhr | Kommentieren

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