Analyst: A7-Chip eher Desktop-CPU als mobiler Prozessor

| 9:02 Uhr | 3 Kommentare

Eine Analyse der Systemarchitektur von Apples A7 Chip hat bestätigt, dass dieser Prozessor viel näher an klassischen Desktop-CPUs liegt als an herkömmlichen Chips für Smartphones. Die Untersuchung wurde von Anand Shimpi von AnandTech durchgeführt.

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Laut Shimpi könne es der A7 etwa anhand der Zahl der ausführenden Ports mit Intels Ivy Bridge Architektur aufnehmen, der Buffer entspricht dem der Haswell Architektur.

Die Zahl der ausführenden Ports ist ein entscheidender Faktor, da sie die Menge von Befehlen bestimmen, die der Chip gleichzeitig verarbeiten kann. Während der A7 und Intels Ivy Bridge sechs Befehle pro Taktsignal umsetzen können, lag diese Zahl beim A6 noch bei der Hälfte.

Ähnlich verhält es sich auch hinsichtlich der Größe des Buffers, wo der A7 mit Intels Haswell gleichzieht – ein Innovationsschritt um das Vierfache im Vergleich zum Vorgängermodell A6.

Insofern interpretiert Shimpi den A7 als ein definitiv zukunftsträchtiges Modell einer Mikroprozessorarchitektur, die genügen Spielraum nach oben offenlässt. Darüber hinaus wies er auf den A8 hin, der ein weiteres neues Design umsetzen könnte, anstatt einfach nur auf dem A7 aufzubauen und dessen Spezifika zu erweitern.

Doch der A7 muss auch mit Einschränkungen leben. Seine volle Kapazität könne er derzeit noch nicht nutzen, da die Laufzeit der aktuellen Akkus und die RAM-Größe dazu nicht ausreichen. Apple hatte im vergangenen Jahr bei der Vorstellung des iPhone 5S mit dem ersten mobilen 64-Bit Chip überrascht. Zunächst belächelt und von Qualcomm als „Gimmick“ beschimpft, musste der Hersteller jedoch schnell zugeben, dass Apple die Branche mit dem A7 kalt erwischt hat.

Kategorie: iPhone

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3 Kommentare

  • Ray

    Könnte mir in Zukunft gut vorstellen, dass MacBooks auch durch einen A9 oder A10 Prozessor + Intel CPU befeuert werden. Wie jetzt bei der GPU würde beim Surfen, Office etc. der A Prozessor werkeln und beim Rändern, Zocken etc. der Intel. Beim Air könnte ich mir sogar eine reine A-CPU (QuadCore) Architektur vorstellen. Akkulaufzeit 24 Stunden 😀

    01. Apr 2014 | 12:41 Uhr | Kommentieren
    • Ray

      Blöde Autokorrektur -.- Gibt es das Wort „Rändern“ überhaupt?

      01. Apr 2014 | 12:42 Uhr | Kommentieren
      • jimjay

        „Bisher ist deutlich, dass die Flexibilität vor allem an den ‚Rändern‘ der Unternehmen greift…“ ;D

        01. Apr 2014 | 18:14 Uhr | Kommentieren

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