Vorbild für Deutschland: T-Mobile USA rechnet jegliches Musik-Streaming nicht auf Datenvolumen an

| 16:50 Uhr | 7 Kommentare

Je nachdem, wie intensiv man sich im Laufe eines Monats im mobilen Datennetz aufhält, kann das vom Mobilfunkanbieter bereit gestellte Highspeed-Volumen recht schnell aufgebraucht sein. Dann haben Kunden zwei Möglichkeiten, sie surfen mit deutlich gedrosselter Geschwindigkeit weiter oder sie kaufen neues Highspeed-Volumen nach.

t-mobile_data_streaming

Um das Highspeed-Volumen nicht zu stark zu belasten, ist es ratsam auf Dienste wie YouTube, TV-Streaming, Musik-Streaming etc. zu verzichten. Die Deutsche Telekom kooperiert beispielsweise mit Spotify. Bei Spotify-Kunden, die das Musik-Streaming über T-Mobile gebucht haben, wird das Streaming nicht auf das gebuchte Datenvolumen angerechnet. Soweit uns bekannt, ist die Deutsche Telekom hierzulande das einzige Unternehmen, welches die gebuchte Musik-Streaming-Option inkludiert. Zwar bieten auch Vodafone, Base und Co. Musik-Streaming an, dabei ist allerdings nicht das gesamte Streaming-Volumen inbegriffen.

T-Mobile USA geht als Tochterunternehmen der Deutschen Telekom einen Schritt weiter und hat die Neuerungen im Rahmen eines Special Events bekannt gegeben. Neben weiteren Ankündigungen heißt das Motto

Stop burning data when you stream music. Stream all the music you want on your phone or tablet from the top music services including Pandora, iHeartRadio, iTunes Radio, Rhapsody, Spotify, Slacker, and Milk Music without using your 4G LTE data.

Mit anderen Worten: T-Mobile USA will die Qualität seines Netzes unter Beweis stellen und bietet seinen Kunden an, dass diese ohne Anrechnung auf das Datenvolumen auf Streaming-Anbieter wie iTunes Radio, Spotify, iHeart Radio etc. zugreifen können.

Unter der Voraussetzung, dass das Netz nicht zu stark belastet wird und sich das Ganze für T-Mobile USA rechnet, ist diese Maßnahme eine sehr attraktive Aktion. Kunden können Musik-Streaming-Inhalte nutzen, ohne an das Highspeed-Volumen zu denken. Ein Vorbild für den Mutterkonzern?

Kategorie: Apple

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7 Kommentare

  • fabi

    Wenn das mit Soundcloud möglich wäre, würde ich mich sehr freuen!

    19. Jun 2014 | 17:24 Uhr | Kommentieren
  • Blablablub

    Ich würde mich noch mehr freuen, wenn das Netz dafür überall entsprechend schnell genug wäre. 😉

    19. Jun 2014 | 18:44 Uhr | Kommentieren
  • Kagutschi

    Das ist ein Schlag ins Gesicht der Netzneutralität. Als nächstes partnert noch die Telekom mit der CDU, SPD und den Grünen damit deren Webseiten nicht aufs Trafficvolumen gehen, aber bei den anderen schon. Man sollte nicht damit anfangen einzelne Dienste aus dem Volumen zu nehmen sonst ist das später die Regel und jeder der nicht kooperiert oder mit dem die Provider nicht kooperieren wollen ist quasi nicht erreichbar wenn das begrenzte Volumen weg ist.

    19. Jun 2014 | 20:23 Uhr | Kommentieren
    • Alex

      Netzneutralität gibts in den USA doch eh noch mehr von daher hat sich das Thema so gut wie erledigt.

      20. Jun 2014 | 2:45 Uhr | Kommentieren
    • Walli

      In meinen Augen völlig sinnloses Beispiel. Netzneutralität heißt ja in dem Sinne, dass alle Datenpakete gleich behandelt werden und das keine Daten bevorzugt werden. Das würde in deinem Beispiel gelten, wenn Seitenaufrufe zu den Parteien oder wegen mir auch den Streaming-Providern schneller und mit höherer Priorität bearbeitet würden als Aufrufe zu anderen Diensten. Hier ist aber lediglich der Fall, dass eben die Datenpakete einfach nicht abgerechnet werden. Wo ist denn da bitte schön die Verletzung der Netzneutralität?

      20. Jun 2014 | 10:22 Uhr | Kommentieren
      • Kagutschi

        Stell dir vor du hast 500mb frei und Dienst A zahlt dem Provider Geld damit sie nicht in das Datenvolumen fallen und Dienst B ist ein kleines Startup das sich diesen Deal nicht leisten kann. Dann ist das doch schonmal Wettbewerbsverzerrung da ja die Daten nicht mehr gleich behandelt werden weil die von Dienst A noch ankommen während die von Dienst B nicht durchkommen.

        21. Jun 2014 | 0:25 Uhr | Kommentieren
  • Emil

    Ich finde es nicht gut wie dieser Artikel die Verletzung der Netzneutralität auch noch ausdrücklich lobt..

    11. Jul 2014 | 9:43 Uhr | Kommentieren

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