Vertragsstrafe für MCX-Mitglieder, wenn sie Apple Pay anbieten (Update)

| 15:35 Uhr | 2 Kommentare

Vor etwas über einer Woche hat Apple mit der Freigabe von iOS 8.1 den Startschuss für Apple Pay gegeben. Von jetzt auf gleich ist das Thema des mobilen Bezahlens präsent. Zwar gab es auch schon zuvor entsprechende Dienste, bislang wurden diese jedoch kaum wahrgenommen, geschweige denn sie konnten sich durchsetzen. Innerhalb von gerade mal drei Tagen verzeichnete Apple 1 Million Apple Pay Aktivierungen in den USA.

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Demgegenüber steht beispielsweise das MCX-Konsortium, bestehend aus 50 Händler, (u.a. Walmart, Best Buy und CVS), die mit CurrentC an einer eigenen mobilen Bezahlmöglichkeit arbeiten. Nachdem vereinzelte MCX-Mitglieder zunächst Apple Pay akzeptierten, kurz darauf ihre NFC-Terminals jedoch deaktivierten oder abbauten, wird nun der Grund dafür bekannt.

CurrentC-Mitgliedern droht Vertragsstrafe

Mitgliedern des MCX-Konsortiums, die gemeinsam an CurrentC arbeiten, ist es verträglich untersagt, andere mobile Bezahldienste wie Apple Pay oder Google Wallet zu akzeptieren. Tun sie es doch, erhalten diese eine festgelegte Vertragsstrafe, so ein Insider gegenüber der New York Times.

CurrentC befindet sich seit 2012 in der Entwicklung und soll 2015 auf den Markt bekommt. Im Vergleich zu Apple Pay ist es weniger komfortabel und unsicherer. QR-Codes müssen abfotografiert werden, Daten werden innerhalb einer App und nicht in einem Sicherheitselement gespeichert und zudem werden Kundendaten weitergereicht. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es noch unausgereift.

Die Händler, die auf CurrentC setzen, sind in einer misslichen Lage. Als die CurrentC Entwicklung begann, war von Apple Pay noch nicht die Rede. Mittlerweile ist Apple Pay auf dem Markt und wird von Kunden und Händler sehr gut angenommen und gelobt. Das MCX-Konsortium vergrault Kunden, da sie Apple Pay boykottieren. Schlussendlich sollten Händler die Bezahlmöglichkeit akzeptieren, die am weitesten verbreitet ist und die vom Kunden gewünscht wird. Der Markt wird sich sicherlich in den kommenden Jahren noch stark bewegen.

Update 16:02 Uhr: Mittlerweile hat sich das MCX-Konsortium offiziell im eigenen Blog zur Situation geäußert.

MCX merchants make their own decisions about what solutions they want to bring to their customers; the choice is theirs. When merchants choose to work with MCX, they choose to do so exclusively and we’re proud of the long list of merchants who have partnered with us. Importantly, if a merchant decides to stop working with MCX, there are no fines.

Demnach hat jeder Händler die Freiheit zu wählen, auf welches mobile Bezahlsystem er setzt. Sollte er sich jedoch für MCX entscheiden, so geschieht dies exklusiv. Kein anderes System darf parallel betrieben werden. Zu jeder Zeit können sich Händler gegen MCX entscheiden und das Konsortium verlassen. Eine Strafe erfolgt nicht.

Auch auf das Thema Sicherheit geht MCX ein. Es heißt, dass keine sensiblen Daten in der App, sondern in der Cloud gespeichert werden. Dies habe den Vorteil, dass bei einem gestohlenen oder kompromittierten Gerät keine sensiblen Daten gestohlen werden können.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Das darf doch nicht wahr sein...

    Es ist ja nicht so das Mobile Payments bereits etabliert und am Markt akzeptiert wird. Seid 2000 arbeiten immer wieder andere Player daran dieses neue Zahlungselement zu etablieren. Jetzt jedoch fühlen sich bereits einige Konsortien in der Position eine Exklusivität zu fordern. So wird das nichts mit der Einführung und der Akzeptanz von Mobile Payments.

    What’s next? VISA-only Drogerie neben der Mastercard-Drogerie, schräg gegenüber von der exklusiven Amex-Drogerie?

    ABSURD!!

    29. Okt 2014 | 16:55 Uhr | Kommentieren
  • TechnikDieBegeistert

    So ein Quatsch. Gäbe es keine Vertragsstrafe, würde keiner die Terminals abbauen. Und wenn dann höchsten erst in dem Moment da CurrentC verfügbar ist. Jetzt gräbt man sich doch bis zum Start des neuen Systems selber Kunden und Umsatz ab.
    Letztlich haben die gegen Apple Pay und letztlich auch Google die sich ebenfalls für NFC einsetzen keine Chance. Und das ist auch gut so.

    29. Okt 2014 | 17:06 Uhr | Kommentieren

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