Apple: Medizinische Apps müssen vom Ethikrat bestätigt werden

| 18:01 Uhr | 0 Kommentare

Medizinische Apps kommen nicht mehr in den App Store ohne eine Genehmigung durch einen unabhängigen Ethikrat. Das hat Apple nun in seinen Richtlinien für App-Entwickler festgelegt. Betroffen davon sind alle Anwendungen, die mit Apples ResearchKit erstellt wurden. Der Konzern hatte das Tool erst vor zwei Wochen eingeführt.

Screenshot from 2015-04-29 19:41:54

Researchkit ist eine Open-Source-Plattform, mit der Wissenschaftler medizinisch relevante Daten erheben können. Als Hilfsmittel dienen Apps, die sich die iOS-Nutzer im App Store herunter laden müssen.

Die Plattform wurde im März angekündigt. Damals konnten nur ausgewählte Institutionen auf die Anwendung zugreifen, heute ist sie für alle Forscher und Entwickler nutzbar.

Damit alles mit rechten Dingen zugeht und keine illegitimen Versuche angestellt werden, schaltet Apple jetzt spezielle Gremien ein, welche neue Software auf die Einhaltung ethischer Richtlinien überprüfen sollen: die sogenannten Independent Ethics Review Boards.

Aus welchem konkreten Grund Apple diese Voraussetzung jetzt aufgestellt hat, ist nicht bekannt. Es gab schon zuvor Richtlinien für die ResearchKit-App-Entwickler. Medizinisch verwertbare Apps erforderten und fordern weiterhin beispielsweise die explizite Einwilligung der Versuchsobjekte, sprich: der Nutzer. Falls diese minderjährig sind, müssen die Eltern oder Sorgeberechtigten zustimmen. Im Zweifelsfall ist hierzu ein Nachweis zu erbringen.

Der Ethikrat wird nun dafür zuständig sein, die jeweiligen Apps einerseits zu erlauben, andererseits soll er sie auch kontinuierlich überwachen und bewerten, wie The Verge schreibt. Er soll jeweils aufzeigen, welche Risiken und welchen Nutzen eine App für Mensch und Gesellschaft hat. Wenn der Nutzen überwiegt und kein triftiger Grund für eine Ablehnung vorliegt, darf die App im App Store erscheinen.

Es wird interessant sein zu sehen, wie die Mediziner und Wissenschaftler dieses Forschungsverfahren mittels ResearchKit nutzen. Für die Forscher ist es sicherlich etwas Neues, ihre Vorhaben vielleicht ausschließlich auf mobile Apps zu stützen. Doch dieser Weg bietet offenbar auch ungeheure Vorteile in der Organisation. Studienteilnehmer müssen nicht mehr in die Klinik kommen, um etwa an einem Test teilzunehmen. Somit könnte sich in manchen Fällen der Forschungsaufwand drastisch verringern.

Kategorie: App Store

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