Leerer Toner im Laserdrucker? Drei Spartipps…

| 6:46 Uhr | 0 Kommentare

Der Vorteil von Laserprintern gegenüber Tintenstrahldruckern liegt unter anderem darin, dass das Druckverfahren mit Tonerkartuschen funktioniert. Diese müssen viel seltener ausgewechselt werden als die Patronen des Tintenstrahlprinters. Doch was, wenn das Gerät dann doch irgendwann anzeigt, dass die Kassette ausgetauscht werden muss? Toner sind teuer – um die 60 Euro können Verbraucher für den Kauf einer Original-Ersatzkartusche einrechnen. Doch mit ein paar Tipps kann dabei gespart werden.

Check: Ist die Kartusche tatsächlich leer?

Selbst, wenn der Printer anzeigt, dass die Kassette erneuert werden muss: Nicht immer ist sie auch tatsächlich leer. In manchen Fällen sind sogar noch über 60 Gramm an Farbe in der Kartusche. Gerade Laserdrucker sind häufig so programmiert, dass sie nach dem Erreichen einer bestimmten Seitenzahl zum Tonerwechsel auffordern, selbst, wenn dieser noch nicht ganz leer ist. Mit ein paar Tricks kann jedoch trotz dieser Printermeldung weitergedruckt werden.

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Manche Laserdrucker sind so programmiert, dass sie nach dem Erreichen einer bestimmten Seitenzahl zum Tonerwechsel auffordern. Bild: PublicDomainPictures (pixabay.com)

  • Toner schütteln: Ein erster Trick besteht darin, die Kassette behutsam aus dem Laserdrucker zu nehmen und vorsichtig zu schütteln: Denn dadurch verteilt sich die restliche Farbe gleichmäßig in der Kartusche und im Anschluss können noch etliche Seiten gedruckt werden.
  • Druckersperre umgehen: Wenn der Printer so eingestellt ist, dass er nach dem Erreichen einer gewissen Grenze zum Kassettenwechsel aufruft, können Nutzer meist mithilfe von nur wenigen Klicks auch die Druckersperre umgehen und weiter drucken. So kann auch mit diesem zweiten Tipp die Kassette noch etwas länger verwendet werden.

Austausch: Neu, wiederaufgefüllt oder aufbereitet?

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Statt teure Originaltoner nachzukaufen, kann das Pulver auch in Eigenregie nachgefüllt werden. Bild: Magnascan (pixabay.com)

Für den Fall, dass die Kartusche tatsächlich kein Pulver mehr enthält, besteht eine Möglichkeit darin, eine Neue zu kaufen. Dabei müssen die Druckerbesitzer jedoch nicht gezwungenermaßen auf die Originaltoner zurückgreifen, die für das Modell des Printers geeignet sind. Eine günstige Alternative, die das Budget schont, sind kompatible Toner, die von Drittanbietern hergestellt werden, aber trotzdem die gleiche Qualität vorweisen können und zu den technischen Besonderheiten des jeweiligen Gerätes passen. So können beispielsweise kompatible Toner zu Brother TN-2220 im Internet gefunden werden, die den Originalkartuschen in nichts nachstehen. Mit diesen alternativen Kassetten können Käufer viel Geld sparen, ohne auf eine gute Qualität verzichten zu müssen.

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Leere Tonerkartuschen landen oft im Restmüll. Dabei können sie an die Hersteller zurückgegeben und dort neu befüllt werden. Bild: WerbeFabrik (pixabay.com)

Außerdem hat dieser Spartipp noch einen weiteren Vorteil: Alternative Toner schonen die Umwelt: Denn hierbei werden alte, leere Kassetten verwendet, die dann entweder wiederaufgefüllt oder aufbereitet werden. Wer seine Tonerkartuschen umweltfreundlich entsorgen will, kann sie also an den Hersteller zurücksenden: Der Hersteller Brother beispielsweise sammelt Leerkassetten, um sie in einem eigens dafür ausgebauten Werk neu zu befüllen. Doch wie genau funktionieren das Wiederauffüllen und die Aufbereitung von Tonern?

  • Refill: Neue Tinte in alten Kartuschen. Bei dieser Methode handelt es sich um die preiswerteste: Leere Kassetten werden einfach wieder neu befüllt. Das Verfahren ist zudem besonders gut für die Umwelt, da die komplette Kartusche wiederverwertet wird. Doch die Refill-Toner können auch Nachteile mit sich bringen. So kann es passieren, dass Einzelteile beim zweiten Einsatz nicht mehr richtig funktionieren. Des Weiteren kann nicht kompatibles Pulver eine Gefahr für den Drucker darstellen. Zu günstige Refill-Kartuschen sollten also auch nicht gekauft werden, da diese auf billige Farbe hindeuten können. Wer sich dennoch für die Wiederauffüll-Methode entscheidet, kann Refill-Toner entweder im Internet bestellen, oder auch die Kassetten selbst neu befüllen. Letztere Variante ist meistens noch preiswerter. Hier ist allerdings Vorsicht gefragt: Das Pulver darf nicht eingeatmet werden, weil das eine Gefahr für die Gesundheit darstellen kann. Wer seinen Toner also eigenständig nachfüllen möchte, sollte dabei besser eine Atemschutzmarke tragen. Zudem ist das Auffüllen in Eigenregie vergleichsweise aufwendig. Es werden Kenntnisse und eine genaue Anleitung benötigt. So muss der Nachfülltoner beispielsweise vor dem Vorgang gründlich gereinigt werden, um Rückstände des alten Pulvers zu entfernen.
  • Rebuilt: Neue Teile und neue Tinte in alten Kartuschen. Eine andere Möglichkeit ist die Aufbereitung von Tonern, bei der Qualitätssicherung und Umweltschutz ebenfalls gewährleistet werden. Bei diesem Verfahren werden die Kartuschen nicht nur gereinigt und neu befüllt, sondern auch aufbereitet: Bestimmte Verschleißteile werden dabei durch neue Einzelteile ersetzt. Wichtig ist es hierbei, auf die Seriosität des Anbieters zu achten. Denn bei ungewöhnlich niedrigen Preisen der Rebuilt-Toner ist es möglich, dass minderwertiges Material bei der Aufbereitung verwendet wurde. Alles in allem ist die Recycling-Methode aber sicherer als das Refill-Verfahren, da bei Letzterem keine Verschleißteile ausgetauscht werden und diese, wie oben bereits beschrieben, bei der zweiten Anwendung unter Umständen nicht mehr funktionieren.
  • Neubau: Imitate von Drittanbietern. Eine weniger umweltschonende, aber ebenfalls günstige Alternative besteht außerdem darin, Kartuschen zu kaufen, die von Drittanbietern ganz neu hergestellt wurden. Diese entsprechen häufig der Qualität von Originaltonern, sind aber aufgrund des Nachbaus durch andere Hersteller preiswerter als die Originale.

Treibereinstellungen: Tonerverbrauch senken

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Die aktuelle Treiberversion senkt den Tonerverbrauch und kann im Internet heruntergeladen werden. Bild: bykst (pixabay.com)

Noch bevor die Kassette leer wird, können Besitzer von Laserprintern bereits versuchen, mit einigen Tricks ihren Farbverbrauch zu senken. Zunächst kann schon alleine mithilfe eines aktuellen Druckertreibers der Verbrauch gesenkt werden. Im Internet können Nutzer ganz einfach überprüfen, ob ihr Gerät den neuesten Treiber hat. Ist das nicht der Fall, kann die aktuelle Version auch kostenlos heruntergeladen werden. Auch in den Treibereinstellungen lässt sich ein Tonersparmodus einschalten: So werden beispielsweise bei manchen Modellen Zeichen und Flächen nicht komplett geschwärzt, bei anderen werden Farbflächen durch eine Verringerung des Tonerauftrags blasser gedruckt. Trotzdem bleiben die Druckerzeugnisse lesbar.

Fazit

Nicht immer muss gleich ein neuer Originaltoner für das Lasergerät gekauft werden. Mit ein paar Spartipps kann die Kassette komplett leer gedruckt, der allgemeine Verbrauch gesenkt und günstige Alternativen erworben werden:

  • Durch Schütteln verteilt sich das Restpulver in der Kartusche, so dass noch etliche Seiten gedruckt werden können. Darüber hinaus lässt sich die Druckersperre mit nur ein paar Klicks umgehen.
  • Nachbauten, neu befüllte oder aufbereitete Kartuschen sind eine preiswerte Alternative zum Kauf eines neuen Originaltoners.
  • Mit einem aktuellen Druckertreiber und einigen Treibereinstellungen lässt sich der Tonerverbrauch senken.

Kategorie: Apple

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