Verzählt: Das FBI gab deutlich mehr Mobilgeräte an, die man nicht entschlüsseln konnte

| 11:55 Uhr | 1 Kommentar

Das FBI hat sich in der Vergangenheit oft lautstark beschwert, dass man „tausende“ Smartphones, die wichtige Beweise enthalten, nicht entsperren konnte. Dementsprechend übte die Sicherheitsbehörde verstärkt Druck auf die Hersteller der Smartphones aus. Apple stand hierbei besonders oft im Fadenkreuz. Wie die Washington Post berichtet, waren jedoch deutlich weniger Geräte betroffen, als das FBI angab.

Das FBI hat sich verzählt

Im vergangenen Jahr sprach der FBI-Direktor Cristopher Wray von einem „sehr großen Problem“. So konnte die Behörde im Jahr 2017 rund 7.800 Mobilgeräte, die mit einem Verbrechen im Zusammenhang standen, nicht entschlüsseln. Wichtige Beweise seien somit für die Vermittler nicht zugänglich gewesen. Als Reaktion wurde der Ruf nach einer Hintertür in der Software der Smartphones noch lauter.

Nun sind 7.800 Smartphones tatsächlich eine sehr hohe Anzahl an Geräten, was jedoch kein Argument sein darf, der Forderung nachzukommen. Diese Zahl wird jetzt jedoch aus einem ganz anderen Grund brisant. So soll das beschriebene Problem nun doch nicht mehr ganz so „groß“ sein. So heißt es im Washington Post, dass es sich bei der Angabe von 7.800 Mobilgeräten um eine Fehlinformation handelt. Derzeit schätzt man, dass es sich lediglich um 1.200 Geräte handelt, die das FBI zu beanstanden hat. Eine genaue Zahl bleibt uns die Behörde jedoch schuldig.

Wie kommt es nun zu so einer großen Differenz? Das FBI spricht von einem Programmierfehler, der eine Mehrfachzählung der Geräte verursachte. Man nutzt drei verschiedene Datenbanken, die durch den Fehler falsch zusammengeführt wurden. Somit wurden bestimmte Geräte mehrfach gezählt.

Der Ruf nach einer Hintertür bleibt bestehen

Auch wenn die Zahl der nicht entschlüsselten Mobilgeräte deutlich geringer ist, so hält das FBI an seinen Argumenten fest und will eine „verantwortungsbewusste Verschlüsselung“, mit der die Behörden einen Zugang zu den Geräten erhalten. Hersteller wie Apple weisen jedoch auf die große Gefahr hin, die eine solche Hintertür bedeuten würde. Denn jede Hintertür, die in einer Software eingebaut wird, könnte auch missbraucht werden.

Kategorie: Allgemein

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1 Kommentare

  • Gast

    Aha , zählen können die auch nicht.

    24. Mai 2018 | 16:34 Uhr | Kommentieren

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