Netflix möchte iTunes als Bezahlmöglichkeit umgehen

| 20:07 Uhr | 0 Kommentare

Netflix gehört zu den Apps im App Store, die für einen verhältnismäßig hohen Umsatz worden. Dies liegt daran, dass viele Nutzer iTunes als Bezahlmöglichkeit innerhalb der App nutzen und das Abo direkt über die App abschließen.. Dies generiert Monat für Monat entsprechende Umsätze, sowohl für Netflix als auch für Apple. Nun sucht Netflix nach einer Möglichkeit, dieses Prozedere zu umgehen.

Netflix testet Deaktivierung des In-App-Kaufs in der iOS-App

TechCrunch berichtet, dass Netflix derzeit einen ganz interessanten Test durchführt. Bis zum 30. September werden einige neue und wiederkehrende Nutzer in insgesamt 33 Länder innerhalb der iOS-App keine Möglichkeit angezeigt bekommen, per iTunes bezahlen zu können.

Folgende 33 Länder sind betroffen: Argentinien, Australien, Österreich, Belgien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Tschechische Republik, Dänemark, Ecuador, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Italien, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, Mexiko, Norwegen, Peru, Philippinen , Polen, Slowakei, Südafrika, Spanien, Schweden, Taiwan, Thailand und Großbritannien.

During this time, customers in these countries may experience any of the following when launching the Netflix app on an iOS (mobile or tablet) device:

1. Ability to sign up in app with only iTunes Mode Of Payment.
2. Ability to log into Netflix but not sign up (sign up only via mobile browser).

We are constantly innovating and testing new signup approaches on different platforms to better understand what our members like. Based on what we learn, we work to improve the Netflix experience for members everywhere.

Kurzum: Einige iPhone- und iPad-Nutzer werden innerhalb der Netflix-App App nur die Möglichkeit erhalten, sich mit einem aktiven Netflix-Konto einzuloggen. Ein neues Netflix-Benutzerkonto lässt sich nicht erstellen. Netflix hofft, dass Nutzer die App schließen, die Netflix-Webseite aufrufen und sich dort ein Netflix-Konto anlegen.

Was dahinter steckt ist ganz klar. Apple kassiert im ersten Jahr 30 Prozent der Abo-Gebühren, ab dem zweiten Jahr sind es 15 Prozent Provision. Genau diese Gebühr möchte Netflix umgehen. Eine direkte Verlinkung der Netflix-App auf die Netflix-Webseite, damit sich Nutzer dort registrieren können, ist laut App Store Richtlinien nicht erlaubt. Netflix bietet im Rahmen des Tests einigen Nutzern einfach keine Möglichkeit an, sich innerhalb der App ein Konto anzulegen.

Wir sind gespannt, wie der Test verläuft und Nutzer tatsächlich selbstständig die Netflix-Webseite aufrufen und sich dort ein Konto anlegen. So könnte Netflix die Gebühren umgehen, die man an Apple zahlt. Auch Spotify stört sich seit längerem daran, dass das Unternehmen Gebühren an Apple bezahlen muss. Auf der anderen Seite sorgt der App Store für zahlreiche neue Abonnenten bei Netflix und Spotify. Interessanterweise wird Apple nachgesagt, an einem Video-Streaming-Dienst „Apple Video“ zu arbeiten. Damit würde man in direkte Konkurrenz zu Netflix treten, genau wie es bei Apple Music und Spotify der Fall ist.

Kategorie: App Store

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