Beyerdynamic Aventho On-Ear Kopfhörer: maßgeschneiderter Sound der Oberklasse im Test

| 7:33 Uhr | 1 Kommentar

Beyerdynamic stellt einige der besten Kopfhörer der Welt her. Trotz einer beeindruckenden Auswahl hat das Unternehmen überraschend wenige Bluetooth-Modelle im Angebot. Mit dem Aventho wireless soll nicht nur ein Richtungswechsel signalisiert, sondern auch der neue Premium-Standard definiert werden. Soviel vorweg: Beyerdynamic ist dies in vielen Bereichen mit Bravour gelungen. Wo der Bluetooth-Kopfhörer punktet und wo noch Verbesserungspotential besteht, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Design und Tragekomfort

Der Aventho wireless Kopfhörer besticht nicht durch auffällige Farben oder einem knalligen Design, sondern durch ein robustes, elegantes Design, das sowohl klassisch als auch modern ist. Der Großteil der Konstruktion besteht aus gepolstertem Schaum und einem Metallrahmen. Der Schaum ist wahlweise mit schwarzen oder braunen Kunstleder bezogen. Die Außenseiten der Ohrmuscheln sind aus mattschwarzem Kunststoff und silberfarbenem, strukturiertem Aluminium gefertigt. Damit der Kopfhörer flach in der mitgelieferten grauen Stofftasche verstaut werden kann, lassen sich die Hörmuscheln um 180 Grad schwenken.

Bis hierhin haben wir einen traditionellen Kopfhörer in der Hand beziehungsweise auf dem Kopf. Daran ändert auch das graue Beyerdynamic-Logo auf der linken Hörmuschel nichts. Die rechte Hörmuschel zeigt hingegen vier Kerben, die etwas Besonderes vermuten lassen. Die Markierungen zeigen an, wo auf einem Smart Panel zu streichen ist, um die Wiedergabe zu steuern und andere Funktionen zu aktivieren. Unten auf der rechten Seite befindet sich ein USB Typ-C Anschluss zum Aufladen, der Ein-/Ausschalter und ein Audioanschluss für den Fall, dass man das mitgelieferte Audiokabel verwenden möchte.

Obwohl der Aventhos wireless sicher auf den Ohren sitzt, spürt man ihn beim Tragen nicht merklich. Mit einem Gewicht von 241 Gramm liegt er erstaunlich leicht auf dem Kopf, was der tollen Passform zu verdanken ist. Auch wenn der Look und der Tragekomfort einen sehr guten Eindruck hinterlassen, so leidet das hochwertige Erscheinungsbild ein wenig, wenn man die Größenanpassung, die in elf Schritten getätigt werden kann, zu oft vornimmt. So entstehen hierbei leichte Schleifspuren am Metallbügel, die jedoch nur auffallen, wenn man den Kopfhörer aus der Nähe inspiziert.

Technik

Der Kopfhörer unterstützt den aktuellen Bluetooth-Standard 4.2 und verbindet sich unter anderem kabellos mit dem iPhone, der Apple Watch oder dem Mac. Mit aptX und aptX HD, Advanced Audio Coding (AAC) und den Low Complexity Subband Codec (SBC) sind die wichtigsten Audiokompressionsverfahren mit an Bord. Ein Impedanzwert von 32 Ohm bietet sich perfekt für den Einsatz von Mobilgeräten an. So liefert der Kopfhörer einen kräftigen Pegel. Eher als nette Zugabe ist das Mikrofon in der linken Hörschale zu verstehen, dass für Telefonate eine ausreichende Tonqualität liefert.

Der integrierte Akku leistet 1050 mAh und soll beeindruckende 30 Stunden durchhalten, was tatsächlich der Realität entspricht. Eine Sprachansage informiert über den aktuellen Akkustand und andere System-Ereignisse. Wenn der Akku dann doch einmal erschöpft ist, benötigt ein kompletter Ladezyklus ca. zwei Stunden.

Bedienung

Die Bedienung des Aventho wireless ist sehr einfach gehalten. Bevor der Kopfhörer kabellos verwendet werden kann, muss er mit einem Bluetooth-fähigen Gerät einmalig gekoppelt werden. Hierfür muss lediglich eine kleine Taste auf der rechten Hörmuschel für 6 Sekunden gedrückt werden. Nun zeigt sich der Kopfhörer beispielsweise in den Einstellungen des iPhones. Ansonsten kann man über die gleiche Taste den Kopfhörer Ein- und Ausschalten.

Die Medien-Steuerung erfolgt optional über das Smart Panel, welches sich ebenfalls auf der rechten Hörmuschel befindet. Mit einigen einfachen Gesten kann hier die Wiedergabe gestartet, pausiert oder übersprungen werden sowie die Lautstärke angehoben oder verringert werden. Wer möchte, kann über das Smart Panel auch Anrufe tätigen oder mit Siri plaudern. Ob man die Bedienung über das Smart Panel nutzt, ist jedem selbst überlassen. In der Praxis haben wir doch das eine oder andere Mal versehentlich die Lautstärke erhöht, anstatt einen Track weiter zu springen. Schlussendlich gewöhnt man sich an diese Art der Bedienung und ist insbesondere beim Training dankbar, dass man nicht das iPhone oder die Apple Watch bedienen muss.

MIY App

Bevor wir uns der Sound-Qualität widmen, statten wir der Companion App einen Besuch ab, denn hier lässt sich durchaus noch ein Plus an Klang-Qualität herausholen und vielleicht noch wichtiger euer Gehör schützen. Mit der MIY App bietet Beyerdynamic die Möglichkeit, die Soundausgabe auf das eigene Hörempfinden anzupassen. Hierfür arbeitet das Unternehmen aus Heilbronn mit dem Berliner Startup Mimi Hearing Technologies zusammen. Die Berliner haben sich auf App-basierte Hörtests spezialisiert und konnten ihre Expertise für eine besondere Funktion der MIY App zur Verfügung stellen.

So bietet die App zum Start einen Hörtest, der einige Minuten in Anspruch nimmt. Das Prozedere könnt ihr euch wie bei einem Hörtest beim Arzt vorstellen. In der App sollen wir einen Knopf gedrückt halten, solange ein Ton in verschiedenen Frequenzen zu hören ist. So wird die spätere Audio-Wiedergabe auf das eigene Hörvermögen angepasst. Dank dem Test werden später Frequenzen hervorgehoben, die wir nicht mehr so gut hören können. In unserem Test zeigte sich, dass das Klangbild nach der Personalisierung tatsächlich an Räumlichkeit gewinnt, wobei einzelne Abschnitte von Musikstücken definierter wirken.

MIY
MIY
Entwickler: Beyerdynamic
Preis: Kostenlos

Die App verfolgt bei Bedarf auch die täglichen Hörgewohnheiten und bietet Ratschläge in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Neben der Hördauer berücksichtigt die App auch die genutzte Lautstärke bei der Bewertung und warnt vor einer übermäßigen Belastung der Ohren und kann somit das Hörvermögen schützen.

Sound

Kommen wir nun zu dem eigentlichen Star des Kopfhörers: der Sound. Setzen wir den Kopfhörer auf, fällt erst einmal auf, dass er die Umgebung erstaunlich gut ausgrenzt – beste Voraussetzungen für eine Hörprobe. Ohne die akustische Anpassung der MIY App liefert der Kopfhörer einen ausgewogenen Klang, der weit in den Tiefbassbereich heruntergehen kann. Die Höhen sind klar und die Mitten knackig und präsent.

Nach den ersten Sound-Tests macht es nicht den Anschein, dass noch viel Luft nach oben ist. Das Ende der Fahnenstange ist jedoch noch nicht erreicht. Dank der Personalisierungsoption der MIY App steigert sich die Audio-Qualität merklich. Wie bereits beschrieben, werden hier die Frequenzen auf das Hörvermögen angepasst, womit wir Elemente eines Songs deutlicher hören, die womöglich vorher untergegangen wären. Nach der Aktivierung des Profils wirkt der Kopfhörer zunächst einfach nur lauter. Gibt man sich selber jedoch ein wenig Zeit, merkt man, dass das Klangbild differenzierter wird und sich dadurch markanter anhört.

Fazit

Beyerdynamic hat mit dem Aventho wireless Kopfhörer einen wahren Klangmeister geschaffen. Er hält klanglich, was er verspricht und ist gut verarbeitet. Das Hörerlebnis hat jedoch auch seinen Preis. Der Listenpreis in Höhe von 450 Euro mag zunächst abschrecken – gemessen an der gebotenen Leistung und der raffinierten Möglichkeit der Optimierung, ist der mobile On-Ear-Kopfhörer seinen Preis absolut wert.

Wer einen kabellosen Kopfhörer mit einem eleganten Design und einer erstklassigen Technik sucht, sollte den Aventho wireless ganz oben auf seine Liste schreiben.

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1 Kommentare

  • Flow

    Würde ich kaufen, aber es fehlt NC und Over Ear wäre auch bequemer.

    28. Aug 2018 | 11:04 Uhr | Kommentieren

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