AirPods Pro im Test: aktive Geräuschunterdrückung kann absolut überzeugen

| 21:11 Uhr | 2 Kommentare

AirPods Pro im Test. Ende Oktober hat Apple die neuen AirPods Pro angekündigt und kurz danach auf den Markt gebracht. Somit sind die neuen drahtlosen Apple Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) seit wenigen Wochen erhältlich. Wir haben die Zeit genutzt, uns mit den AirPods Pro beschäftigt und diese getestet.

Test: AirPods Pro

Wenn man sich mit den neuen AirPods Pro auseinander setzt, so geht es in unseren Augen im Vergleich zu den bisherigen AirPods und AirPods 2 fast ausschließlich um die aktive Geräuschunterdrückung, die Apple den Kopfhörern verpasst hat. Klar, Design, Akkulaufzeit, Klang etc. müssen ebenso in der Gesamtbetrachtung berücksichtig werden, aber seien wir doch mal ehrlich. In diesen Disziplinen können die AirPods und AirPods 2 überzeugen, schlussendlich geht es um die aktive Geräuschunterdrückung, die die AirPods Pro bieten. Natürlich haben wir uns nicht nur mit dem „active noise cancelling“ beschäftigt, sondern auch das Drumherum (Transparenzmodus, Tragekomfort, Akkulaufzeit, Klang, Bedienung über den Drucksensor etc.) betrachtet. Bevor wir uns jedoch näher mit den Kopfhörern beschäftigt hatten, ging es erstmal einmal mit den AirPods Pro zum Joggen.

Apple AirPods Pro
  • Aktive Geräuschunterdrückung für immersiven Klang
  • Transparenzmodus, um dein Umfeld zu hören und darauf reagieren zu können

Unboxing + Einrichten der Kopfhörer

Zur Verpackung müssen wir sicherlich nicht zu viele Worte verlieren. Die AirPods Pro kommen in einer Apple typischen Verpackung daher. Im Karton befinden sich die eigentlichen AirPods Pro, das kabellose Ladecase, Silikontips in drei Größen, ein Lightning auf USB-C Kabel und die Dokumentation. Ja, ihr habt richtig gelesen. Für uns überraschend, hat Apple ein USB-C auf Lightning-Kabel beigelegt und nicht ein klassisches USB-A auf Lightning-Kabel. Dies bedeutet, dass ihr ein USB-Netzteil oder einen Mac mit USB-C Anschluss benötigt, um die AirPods Pro auf diese Art und Weise aufzuladen. Alternativ könnt ihr natürlich auch ein vorhandenes USB-A auf Lightning-Kabel vom iPhone oder iPad nutzen. Zudem könnt ihr das Ladecase über eine Qi-Ladematte aufladen.

USB-C ist mittlerweile schon gut verbreitet und wird immer mehr zum Standard, von daher gehen wir davon aus, dass USB-C kein echtes Problem darstellen sollte. Wenn man möchte, besorgt man sich ein USB-C Ladegerät (z.B. das Anker USB C Ladegerät „PowerPort Speed 1“ mit 30W), um die AirPods Pro auf diese Art und Weise aufladen zu können. Mit dem Ladegerät könnt ihr dann auch die Schnellladefunktion mit den jüngeren iPhone-Modellen nutzen.

Das Einrichten könnte nicht einfacher sein. Diejenigen, die bereis die AirPods oder AirPods 2 installiert haben, werden wissen, wie das Ganze von statten geht. Ihr entsperrt euer iPhone und haltet die AirPods Pro mir geöffnetem Ladecase neben das iPhone. Nun begrüßt euch im iPhone-Display der Einrichtungsassistent, der euch durch das kurze Prozedere führt.

Im Rahmen der Installation wird auch der sogenannte „Passtest für Ohreinsätze“ durchgeführt. Vereinfacht ausgedrückt prüfen die AirPods Pro, ob ihr die richtige Größe der Silikontipps verwendet, und ob die AirPods Pro richtig in eurem Ohr sitzen. Wir haben mit der mittleren Größe losgelegt und laut Test, sind diese die ideale Größe für unsere Ohren. Allerdings mussten wir zwei Tests durchführen, da wir beim ersten Test die AirPods Pro zu locker in die Ohren gesteckt hatten. 

Wie schlägt sich die aktive Geräuschunterdrückung?

Nachdem die neuen AirPods Pro eingerichtet waren, ging es an den Test der AirPods Pro Geräuschunterdrückung. Vermutlich wird jeder Käufer der AirPods Pro diese Funktion als aller erstes testen.

Um die aktive Geräuschunterdrückung der AirPods Pro zu testen, haben wir uns nach dem Joggen direkt ins „Getümmel“ geworfen. Um feststellen zu können, wie gut die AirPods Pro die Umgebungsgeräusche rausfiltern, benötigt man eine Umgebung mit entsprechender Lärmkulisse. Alternativ kann man dies natürlich auch beim Gespräch mit einem Freund oder Bekannten ausprobieren und die Geräuschunterdrückung aktivieren und deaktivieren. Um es vorweg zu nehmen, die AirPods Pro verrichten verdammt gute Arbeit. Auch bei verhältnismäßig lauter Umgebung können die AirPods Pro die Geräusche vorbildlich rausfiltern. Hier dar man natürlich nicht dem Irrglauben unterliegen, dass man sich zum Beispiel in einem Fußballstation oder bei einem Konzert befindet und man die Außenwelt zu 100 Prozent auf „stumm“ schalten kann.

In den letzten Jahren haben wir den ein oder anderen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung getestet. Die AirPods hinterlassen bei der Geräuschunterdrückung den bislang besten Eindruck. Viele Kopfhörer haben eine Art „Grundrauschen“ bei der Geräuschunterdrückung. Dies ist bei den AirPods Pro nicht der Fall, zumindest haben wir so etwas nicht wahrgenommen.

Doch wie funktioniert bei Apple die aktive Geräuschunterdrückung? Die aktive Geräuschunterdrückung der AirPods Pro verwendet zwei Mikrofone, die kontinuierlich den Schall erfassen und in Kombination mit der Software das Klangerlebnis ständig individuell an Ohr und Kopfhörer anpassen.

Das eine Mikrofon ist nach außen gerichtet und erkennt Außengeräusche, um den Umgebungslärm zu analysieren. Die AirPods Pro erstellen dann ein gleichwertiges Anti-Rauschen, das Hintergrundgeräusche unterdrückt, bevor sie das Ohr des Hörers erreichen. Das zweite Mikrofon ist nach innen gerichtetes und es hört in Richtung Ohr. Die AirPods Pro unterdrücken das vom Mikrofon erkannte Restrauschen. Die Geräuschunterdrückung passt das Tonsignal kontinuierlich 200mal pro Sekunde an. Klingt in jedem Fall „technisch“, unterm Strich funktioniert es so, wie von Apple umschrieben.

Hut ab. Die aktive Geräuschunterdrückung wurden von Apple überzeugend umgesetzt.

Transparenzmodus

Um Musik zu genießen und gleichzeitig noch die Umgebung um euch wahrnehmen zu können, gibt es den sogenannten Transparenzmodus. Dieser Modus lässt sich sicherlich in vielen Situation nutzen. So könnte es beispielsweise sinnvoll sein, diesen Modus zu benutzen, wenn ihr am Flughafen, im Flugzeug oder in der Bahn seid, um Durchsagen mitzubekommen. Aber auch um kurze Gespräche mit einem Gegenüber führen zu können, lässt sich dieser Modus gut nutzen.

Was sollen wir sagen, der Modus funktioniert ohne Fehl und Tadel. Um den Transparenzmodus zu aktivieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen befindet sich direkt am Kopfhörer ein kleiner Drucksensor, drückt ihr auf diesen und haltet ca. 2 Sekunden gedrückt, so wechseln die AirPods zwischen der Geräuschunterdrückung und dem Transparenzmodus. Der Wechsel wird durch ein kurzes Tonsignal bestätigt. Das Drücken des Drucksensors wird übrigens durch ein kleines Knackgeräusch verdeutlicht. So weiß man, dass man den Sensor tatsächlich getroffen und diesen gedrückt hat. Ihr könnt den Transparenzmodus übrigens auch per Kontrollzentrum oder über die Bluetooth-Einstellungen aktivieren. Auch Siri kann hier behilflich sein.

Drucksensor

Wenn wir schon thematisch beim Drucksensor sind. Dieser kann nicht nur für den Wechsel zwischen Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus genutzt werden. Diesen könnt ihr auch für weitere Funktionen verwenden.

  • 1x Drücken: Play / Pause, Anruf entgegen nehmen
  • 2x Drücken: Ein Titel vor
  • 3x Drücken: Ein Titel zurück
  • Langes Drucken: Wechsel zwischen Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus 

Akkulaufzeit

Die AirPods Pro bieten eine Akkulaufzeit bei Musikwiedergabe mit einer Aufladung von bis 5 Stunden bei ausgeschaltet aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenz. Sind Geräuschunterdrückung bzw. Transparenzmodus aktiviert, sind es bis zu 4,5 Stunden Musikwiedergabe. Die Sprechdauer liegt bei einer Aufladung bei bis zu 3,5 Stunden.

In Kombination mit dem kabellosen Ladecase liegt die Weitergabe bei mehr als 24 Stunden und die Sprechdauer bei mehr als 18 Stunden.

Bei unserem AirPods Pro Test konnten wir die von Apple angegeben Werte bestätigten. Wir haben zwar nicht minutiös mit der Stoppuhr daneben gesessen, allerdings passte das Erlebte mit den angegeben Werten. Eine echten Unterschied bei der Akkulaufzeit zu den bisherigen AirPods (1. oder 2. Generation) konnten wir nicht feststellen.

Als positiv empfinden wir, dass 5 Minuten im Ladecase für ungefähr 1 Stunde Wiedergabe bzw. 1 Stunden Sprechdauer ausreichen. Sollten die AirPods Pro mal wirklich komplett leer sein, so könnt ihr diese innerhalb weniger Minuten mit ausreichend Akkulaufzeit versorgen, dass einer Joggingrunde etc. nichts im Wege steht.

Fazit

Unser Eindruck zu den AirPods Pro? In jedem Fall positiv. Es ist „Liebe auf den ersten Blick“. In diesem Fall geht die Liebe allerdings nicht durch den Magen, sondern durch die Ohren. Der positive Eindruck, den die AirPods Pro in den ersten Minuten hinterlassen haben, hat sich bis heute bestätigt und gefestigt.

Das Design ist zeitlos und an die bisherigen AirPods angelehnt. Der Sound kann überzeugen. Dies ist natürlich eine sehr subjektive Einschätzung. Wir waren mit den Original AirPods schon zufrieden und in unseren Augen bieten die AirPods Pro noch einmal einen leicht verbesserten Klang. Dies mag daran liegen, dass die aktive Geräuschunterdrückung einen stärkeren Fokus des Nutzers auf den Sound legt. Den Bass empfingen wir ein Stück weit intensiver als bei den Original AirPods.

Wir haben die AirPods Pro klassisch für Musik, zum Telefonieren, auch auch in Kombination mit Apple TV+ am iPad und AppleTV genutzt. Dabei genießt man den Komfort, dass man die AirPods an einem Gerät einrichtet und diese dann automatisch mit anderen Geräten, die der iCloud verbunden sind, nutzen kann.

Die AirPods Pro sind vor Schweiß und Wasser geschützt für Sportarten und Trainings, die nicht im Wasser stattfinden. Die AirPods Pro wurden unter kontrollierten Laborbedingungen getestet. Sie sind nach IEC Norm 60529 unter IPX4 klassifiziert. Für uns stellte es kein Problem dar, dass die bisherigen AirPods eine solche Klassifizierung nicht vorweisen konnten. Allerdings ist es gut zu wissen, dass die AirPods Pro besser für Schweiß und Wasser geschützt sind.

 

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Unterm Strich hinterlassen die AirPods Pro einen tadellosen Eindruck. Das einzige Problem, welches uns bis dato über den Weg gelaufen ist, ist die Tatsache, dass sich der AirPods Pro Name über die Bluetooth-Einstellungen bei unserem Modell nicht ändern ließ. Man konnte den Namen zwar anpassen, allerdings kehrte der Namen nach einem kurzen Augenblick wieder zum Ursprungsnamen zurück. Wenn dies das bisher einzige Problem der AirPods Pro ist, können wir das in jedem Fall verschmerzen. Hierbei dürfte es sich um ein Software-Problem handeln, welches sicherlich zeitnah gelöst wird. Das kürzlich erscheine Firmware-Update für die AirPods Pro brachte übrigens keine Verbesserung für dieses Problem.

Preis und Verfügbarkeit

Die AirPods Pro kosten 279 Euro. Dafür erhaltet ihr die eigentlichen AirPods Pro sowie das kabellose Ladecase. Eine Variante ohne kabelloses Ladecase – wie es bei den AirPods 2 der Fall ist – gibt es nicht. Die 279 Euro empfinden wir für Apple Verhältnisse als „preislich attraktiv“. Insbesondere rund um die bevorstehende Weihnachtszeit werden die AirPods Pro einen reißenden Absatz finden. Dies spiegelt sich schon jetzt in der Lieferzeit wieder. Diese liegt im Apple Online Store bei 2 bis 3 Wochen. Alternativ können wir euch empfehlen, bei Amazon vorbeizugucken. Dort sind die AirPods Pro sofort verfügbar.

Apple AirPods Pro
  • Aktive Geräuschunterdrückung für immersiven Klang
  • Transparenzmodus, um dein Umfeld zu hören und darauf reagieren zu können

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • MauCreek

    Ich kann das fazit des test´ bestätigen.
    Der name der a-pros kann aber geändert werden und bleibt auch bestehen. Und das schon vor dem update.

    Ich bin mehr als zufrieden und kann die dinger echt nur empfehlen, trotz des hohen preises.

    17. Nov 2019 | 22:59 Uhr | Kommentieren
  • Sven77

    DIe AirPods Pro sind wirklich klasse. Habe sie mir direkt zum Start bestellt und bin nach wie vor begeistert.

    18. Nov 2019 | 7:04 Uhr | Kommentieren

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