iOS 14: Apple passt Qualitätskontrolle an – interne Softwareentwicklung wird umgestellt

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iOS 13 wurde am 19. September freigegeben und hat seitdem unverhältnismäßig viele Updates erhalten. Jedes Update hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, allerdings drängt sich die Frage auf, warum es überhaupt so weit kommen musste. Was lief bei Apple falsch, dass man nicht frühzeitig Bugs erkannt und diese im Vorfeld der Freigabe beseitigt hat? Nun heißt es, dass Apple die interne Softwareentwicklung im Hinblick auf iOS 14 umstellt, um Fehler, die bei iOS 13 unterlaufen sind, zu vermeiden.

Apple stellt interne Softwareentwicklung um

Wir haben absolut Verständnis dafür, dass sich bei der initialen Freigabe einer neuen iOS-Version Fehler einschleichen oder Funktionen nachgereicht werden. Bei iOS 13 lief es in unseren Augen allerdings zu unrund. Dies hat augenscheinlich auch Apple erkannt und passt die Qualitätskontrolle sowie die interner Softwareentwicklung an.

Bloomberg berichtet, dass Apple eine große Umstellung in der Softwareentwicklung durchführt, um der immer komplexer werdenden Aufgabe gerecht zu werden. Es heißt, dass Apples Entwickler bislang angehalten waren, möglichst viele Funktionen in die internen Build zu implementieren, ohne dass diese vollständig getestet wurden. Dies wirkte sich auch auf die Beta und Public Beta aus. Niemand soll bei Apple einen echten Überblick darüber gehabt haben auf welchem Stand sich welche Funktion gerade befindet. Diese unterschiedlich stabilen Bausteine im System sollen die Entwicklung behindert haben.

Auch die interne Koordination zur Fehlerbehebung soll dadurch beeinträchtig worden sein, so dass erst die öffentliche Beta wieder ein Stück weit dazu beigetragen hat, die Probleme in den Griff zu bekommen. Weiter heißt es in dem Bericht, dass sich Funktionen, die einmal im System steckten, nur sehr schwierig wieder streichen ließen. Zudem saß den Entwicklern der iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max Verkaufsstart im Nacken, so dass diese gezwungen waren, fehlerbehaftete Funktionen in iOS 13.0 zu implementieren.

Aus den Erfahrungen der iOS 13 Entwicklung hat Apple nun seine Lehren gezogen und die Softwareentwicklung umgestellt. Nun verfolgt man in Cupertino den Ansatz, dass sich alle Funktionen, die sich noch in der Entwicklung befinden, deaktiviert werden und nicht standardmäßig zur Verfügung stehen. Es heißt, dass die Entwickler lediglich über ein spezielles Konfigurationsmenü die sich in der Entwicklung befindlichen Funktionen sichtbar schalten können. Auf diese Art und Weise haben die verantwortlichen Manager einen besseren Überblick, wie der aktuelle Sachstand ist.

Sollte es eine Funktion, nicht in das finale Release schaffen, so kann diese verhältnismäßig einfach entfernt werden. Im Hinblick auf iOS 14 (sowie iPadOS 14, tvOS 14, watchOS 7 und macOS 10.16) hat Apple die Entwicklung bereits angepasst. Apple erhofft sich auf diese Art und Weise, eine stabile iOS 14.0 an den Start zu bringen. Gut möglich, dass Apple im kommenden Jahr etwas intensiver kommuniziert, dass alle neuen Funktionen, die für iOS 14 vorgesehen sind, nicht zwingend mit iOS 14.0 freigeschaltet, sondern mit iOS 14.1, iOS 14.2, iOS 14.3 etc. implementiert werden. Hier erhoffen wir uns in der Tat eine höhere Transparenz durch Apple.

Kategorie: iPhone

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