Vorinstallierte Software: Apple bemängelt neue russische Gesetzgebung

| 19:33 Uhr | 0 Kommentare

Der russische Präsident Vladimir Putin hat gestern eine neue Gesetzgebung unterzeichnet, die Hersteller dazu verpflichtet, die in dem Land verkauften Smartphones, Computer und Smart TVs mit vorinstallierter russischer Software auszuliefern. Das Gesetz soll am 1. Juli nächsten Jahres in Kraft treten, wobei noch nicht bekannt ist, was diese Software sein wird. Wie jedoch MacRumors berichtet, ahnt Apple nichts Gutes und ist alles andere als zufrieden mit dieser Entwicklung.

„Äquivalent zum Jailbreak“

Dem Bericht zufolge sagte eine ungenannte Apple-Quelle gegenüber Kommersant, dass „ein Mandat, Drittanbieteranwendungen zum Apple-Ökosystem hinzuzufügen, einem Jailbreak gleichkommt.“ Weiterhin heißt es, dass die Vorgabe eine Sicherheitsbedrohung darstellt, die das Unternehmen nicht akzeptieren wird.

Auch der Elektronik-Einzelhandel ist offensichtlich mit dem neuen Gesetz nicht einverstanden. So wird kritisiert, dass die Maßnahme ohne Rücksprache verabschiedet wurde. Das Gesetz hat auch Befürchtungen geweckt, dass Russland die vorinstallierten Apps als Möglichkeit nutzen könnte, seine Bürger auszuspionieren.

Die Befürworter des Gesetzes argumentieren hingegen, dass es russischen Entwicklern helfen würde, besser mit ausländischen Technologieunternehmen zu konkurrieren. Die Gesetzgebung wurde auch als eine Möglichkeit angeführt, die den Verbrauchern den Kauf oder Download von Software ersparen kann, wenn sie ein neues Gerät kaufen.

Vorinstallierte Software

Laut The Moscow Times wird die Regierung eine Liste der Apps erstellen, die Technologieunternehmen auf ihre Geräte vorinstallieren müssen. Apple hatte bereits im Vorfeld angedroht, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen, falls die kritisierte Gesetzgebung durchgesetzt wird. Ob es nun zu diesem Schritt kommt, bleibt abzuwarten – noch gibt es keine offizielle Aussage seitens Apple zu der Situation.

Kategorie: Apple

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