iOS 14: Werbekunden kritisieren neue Datenschutzkontrollen für App-Tracking

| 18:21 Uhr | 2 Kommentare

Eine von Google unterstützte Gruppe europäischer Verbände für digitale Werbung hat Apple dafür kritisiert, dass Apps in iOS 14 zusätzliche Genehmigungen von Nutzern einholen müssen, bevor sie über andere Apps und Webseiten verfolgt werden können.

Fotocredit: Apple

Erlaubnis für App-Tracking

Wie Reuters berichtet, sind Apple und die Werbeindustrie erneut im Konflikt. So stören sich die Werbeverbände an der Art und Weise, wie iOS 14 die Erlaubnis der Nutzer für das App-Tracking einholt. Es ist nicht das erste Mal, dass dies passiert ist – Apples Einführung der „Intelligent Tracking Prevention“ führte bereits 2018 zu Kritik seitens der Werbeindustrie.

Im Zuge der iOS 14 Präsentation auf der WWDC 2020 stellte Apple den Entwicklern einige neue Funktionen zum Schutz der Privatsphäre vor, darunter neue Steuerelemente zur Verfolgung von Apps. Insbesondere müssen Entwickler nun die Zustimmung des Nutzers einholen, bevor dessen Nutzungsverhalten verfolgt werden kann.

Wenn eine App den Nutzer zu verfolgen wünscht, erscheint ein entsprechender Einwilligungsdialog. Die Entwickler erhalten zudem mehrere Zeilen unterhalb des Haupttextes, um zu erklären, wofür die Erlaubnis benötigt wird. Das System sieht vor, dass Apps nur einmal zugelassen werden müssen. Nutzer können in den Einstellungen überprüfen, welche Apps eine entsprechende Erlaubnis erhalten haben.

Dem Bericht zufolge ist die Gruppe der europäischen Marketingfirmen der Meinung, dass die Pop-up-Warnung und die begrenzte Möglichkeit, sie individuell anzupassen, „ein hohes Risiko der Ablehnung durch Nutzer“ berge. Zudem führt die Gruppe an, dass Apples Beschränkungen über den vorgeschriebenen Genehmigungs-Standard für solche Anzeigen hinausgeht. So würde ohnehin eine Zustimmung über die Datenschutz-Grund­verordnung erfolgen.

Noch bevor die Kritik geäußert wurde, gab Apple bekannt, dass das Unternehmen an neuen Möglichkeiten für Entwickler arbeitet, mit denen Werbekampagnen anonym ausgewertet werden können, ohne das Nutzer getrackt werden. Das neue Tool würde somit das Tracking-Pop-up nicht auslösen.

Kategorie: iPhone

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2 Kommentare

  • Tom

    es gibt einen grund, warum die ganzen werbeblocker so beliebt sind. werbung ist nicht gleich werbung. an sich stört mich werbung nicht, wenn die seite nicht mit gefühlt 99 % werbung zugeballert ist und man aufpassen muss, wo man hinklickt, weil sich dann direkt 10 pop-ups öffnen…
    ich habe noch nie durch so eine werbung das verlangen gespürt, das beworbene produkt zu kaufen oder mich auch nur darüber zu informieren. von daher können die sich ihre personalisierte werbung sonst wo hinstecken. im gegenzug behalte ich meine persönlichen daten

    05. Jul 2020 | 18:43 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Tom…..
    da hast du vollkommen Recht , was bei deiner Aussage noch fehlt ist das Tracking.
    Was will eine Werbeseite mit Geo-Daten , Bankverbindung, , Wohnort , allen
    Webseiten die ich besucht habe usw.
    Hier muss der Riegel vorgeschoben werden.
    Apple hat dies mit ApplePay bereits. sehr ordentlich gemacht.
    Jetzt noch die Macs , Books , Pads und Phones und die Werbemafia
    angeführt von Don Googles und Enzo Facebuch wird der Eisboden
    ziemlich dünn.
    Warum braucht jemand Kaufprofile von mir ….nur um mir
    maßgeschneiderte Werbung zukommen zu lassen. Nein ich glaube
    da steckt noch viel mehr dahinter und der Aufschrei der jetzt gerade
    geführt wird sagt mir …..Rechts hast du , Augen auf.
    VPN Server werden nicht umsonst immer beliebter.

    06. Jul 2020 | 17:24 Uhr | Kommentieren

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