Qualcomm will mit der Hilfe von Ex-Apple-Ingenieuren den M1-Chip schlagen

| 11:33 Uhr | 2 Kommentare

Cristiano Amon, Chief Executive von Qualcomm, glaubt, dass Qualcomm bis zum nächsten Jahr Laptop-Chips anbieten kann, die es mit den Apple Silicon SoCs (System on a Chip) aufnehmen können. Wie Amon in einem Interview erklärt, hat sich der Chip-Hersteller ein Team von ehemaligen Apple-Ingenieuren aufgebaut, die den neuen Qualcomm-Chip entwerfen sollen. Mit im Team ist unter anderem der ehemalige Leiter der A-Serien-Chips Gerard Williams.

Konkurrenz für Apple Silicon

Im Gespräch mit Reuters sagt Amon, dass Qualcomm in der Lage ist, den besten Chip auf dem Markt zu haben, dank eines Teams von Chip-Architekten, die zuvor für Apple gearbeitet haben, aber inzwischen bei Qualcomm beschäftigt sind.

Anfang dieses Jahres hat Qualcomm das Chip-Startup-Unternehmen Nuvia für 1,4 Milliarden US-Dollar übernommen, das von einer Reihe von Apple-Chipdesignern gegründet wurde. Qualcomm will im Jahr 2022 mit dem Verkauf von Nuvia-basierten Laptop-Chips beginnen, die sich durch einen geringen Stromverbrauch und eine lange Akkulaufzeit auszeichnen sollen.

Anstatt Kerndesigns zu verwenden, die von ARM lizenziert wurden, möchte Qualcomm ein komplett eigenes Kerndesign für seine Chips verwenden, um mit Apple Silicon konkurrieren zu können. Sollte ARM eine bessere CPU als Qualcomm entwickeln, so sagt Amon, wird das Unternehmen versuchen, die bessere Architektur direkt von ARM zu lizenzieren, um sicherzustellen, dass seine Chips branchenführend sein werden.

Apples erster eigener Mobilfunk-Chip

Apple ist derzeit ein großer Kunde von Qualcomm, dessen Modem-Chips in allen iPhone 12-Modellen verwendet werden. Es wurde vielfach berichtet, dass Apple dabei ist, sein eigenes maßgeschneidertes Inhouse-Modem zu entwickeln, um die Komponente von Qualcomm zu ersetzen, wobei die ersten Apple-Modems bereits 2023 in neuen iPhone-Modellen eingesetzt werden könnten.

Auch wenn sich Amon den möglichen Konsequenzen eines eigenen Apple Mobilfunk-Chips bewusst ist, so verweist er doch auf die jahrzehntelange Erfahrung von Qualcomm und erklärt, dass es für jeden Mitbewerber schwierig sein wird, einen konkurrenzfähigen Chip zu entwickeln.

Dabei sollte Qualcomm jedoch nicht vergessen, dass Apple bei innovativen Technologien breit aufgestellt ist. Zu den hauseigenen Entwicklungen gehört unter anderem das U1 genannte Ultra-Breitband-Modul, welches in etlichen Apple-Geräten zum Einsatz kommt. Zudem verfügt Apple durch den Kauf von Intels Modem-Sparte über einiges an Erfahrung beim Design von Funk-Chips.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Bananarama

    „Anstatt Kerndesigns zu verwenden, die von ARM lizenziert wurden, möchte Qualcomm ein komplett eigenes Kerndesign für seine Chips verwenden, um mit Apple Silicon konkurrieren zu können. Sollte ARM eine bessere CPU als Qualcomm entwickeln, so sagt Amon, wird das Unternehmen versuchen, die bessere Architektur direkt von ARM zu lizenzieren, um sicherzustellen, dass seine Chips branchenführend sein werden.“
    Klar doch, schon mal einen Plan B in Stellung bringen, bevor Plan A überhaupt verwirklicht wurde. So viel zum Vertrauen in die Innovationskraft der eigenen Leute. LOL :)))

    04. Jul 2021 | 13:07 Uhr | Kommentieren
  • Gast1

    Ich hoffe das Apple sich bald auch von Q trennt. Jahrelang hat Apple immer nur den Mist vom Vorjahr bekommen und musste auch noch mehr bezahlen für den Schrott. Die ehemaligen von Apple haben hoffentlich gute Arbeit geleistet und Q läuft damit voll vor die Wand so wie Intel. Glaube kaum das Apple fähige Mitarbeiter ziehen lässt wenn sie nicht einen Plan haben was die Herrn machen sollen. Ein bisschen in die falsche Richtung entwickeln und schon fällt man um Jahre zurück.
    Deshalb wohl der Plan B , ist bestimmt eine Absicherung der Geschäftsleitung.

    04. Jul 2021 | 14:06 Uhr | Kommentieren

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