Warum muss auch der Mac geschützt werden? Intego Mac Premium Bundle X9 im Test

| 16:06 Uhr | 0 Kommentare

Digitale Bedrohungen wie Viren und Malware führen mittlerweile auch bei Mac-Nutzern zu einer Besorgnis. Leider ist die Apple-Plattform nicht nur bei den Konsumenten beliebter geworden. Mit der gestiegenen Popularität von macOS, haben auch Cyberkriminelle das Betriebssystem gewählt, jedoch nicht für die private Nutzung, sondern als Zielscheibe. Um die Daten auf dem Mac zu schützen, bietet der Entwickler Intego mit dem Mac Premium Bundle X9 ein Sicherheitspaket an, das uns im Testlauf nicht nur gut gefallen hat, sondern derzeit für unsere Leser auch zu einem satten Rabatt erhältlich ist.

Mehr Sicherheit für den Mac

Die Bedrohung aus dem Internet ist auf macOS zwar noch nicht so weit verbreitet, wie es bei Microsofts Windows der Fall ist, dennoch haben sich in den letzten Jahren immer mehr digitale Schädlinge auf Apples Plattform spezialisiert. Die Anzahl von Malware und Adware ist hier in den letzten 5 Jahren deutlich gestiegen. So wurden über 40.000 Varianten für den Mac im Jahr 2020 entdeckt. Ein Problem ist hier, dass Nutzer oft gar nicht erst bemerken, dass sich eine Schadsoftware auf dem System befindet, da in vielen Fällen der Programm-Code unauffällig im Hintergrund arbeitet.

Weiterhin wird ein wichtiger Aspekt des Themas oft nicht genügend Beachtung geschenkt. Manche Mac-Nutzer versenden unwissentlich Schadsoftware per Datenübertragungen. So könnte beispielsweise eine weitergeleitete E-Mail einen für Windows schadhaften Programm-Code im Anhang enthalten. Sollte der Empfänger Windows nutzen, hat dieser hoffentlich einen aktuellen Viren-Scanner aktiviert.

Aus diesen Gründen haben sich Entwickler von Antiviren-Produkten dem Mac zugewandt. Die Firmen bieten Lösungen von einfachen Viren-Scannern, bis zu umfangreichen Sicherheitszentralen mit Zusatzfunktionen. Hierbei wird das komplette System in Echtzeit überwacht. Firewalls kontrollieren zudem die aufgebauten Verbindungen und lassen neue zu oder blockieren unerlaubte Zugriffe.

Doch wie so oft kommt es auf den richtigen Einsatz des Sicherheitskonzepts an. Intego bietet mit dem Mac Premium Bundle X9 die wahrscheinlich umfangreichste Sicherheitslösung auf den Markt an, die speziell für den Mac entwickelt wurde. Regulär kostet eine Jahreslizenz für das Mac Premium Bundle X9 84,99 Euro. Für unsere Leser bietet der Entwickler die Jahreslizenz für das komplette Sicherheitspaket für 39,99 Euro an.

Intego Mac Premium Bundle X9

Der Entwickler Intego ist mittlerweile seit mehr als 25 Jahren auf den Schutz von Mac-Betriebssystemen spezialisiert. Die Software wird nicht, wie bei manchen Mitbewerbern, von Windows auf den Mac portiert. Nach eigenen Angaben werden die Sicherheitslösungen des Unternehmens von Grund auf für den Mac entwickelt und für die neuesten macOS-Plattformen optimiert, einschließlich macOS Monterey und M1-Macs. Das Intego Mac Premium Bundle X9 enthält 5 Apps:

VirusBarrier

VirusBarrier ist Integos Antivirus-Lösung. Diese ist die Hochburg des Pakets, wenn es um Sicherheit geht. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Kombination aus einem Echtzeit-Viren-Scanner und einem Programm, mit dem man manuell beliebige Dateien auf Bedrohungen untersuchen kann.

Abgesehen davon, dass VirusBarrier nach Mac- und iOS-Malware Ausschau hält, ist seine Standardeinstellung darauf ausgerichtet Gefahren wie bösartige Skripte sowie Hacking-Tools ausfindig zu machen und zu eliminieren. Dabei entdeckt die Software nicht nur macOS-Gefahren, sondern auch Windows-Schädlinge. Letztere können zwar nicht auf Macs einwirken, aber der eigene Rechner könnte als Einfallstor dienen und PCs von Familie, Freunde und Kollegen befallen.

Die Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet. Man hat die klassische Wahl zwischen Schnell- und Vollsuche. Im Test haben wir festgestellt, dass der erste Komplett-Scan deutlich länger ausfiel, als die späteren Scans. Es lohnt sich somit, erst einmal das System für sich einen kompletten Scan ausführen zu lassen. Weiterhin kann ein manueller Scan zeitlich geplant werden.

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Neben der manuellen Suche verrichtet der Viren-Schutz auch ständig im Hintergrund seine Arbeit, was natürlich System-Ressourcen in Anspruch nimmt. Im Fall von VirusBarrier hält sich die Software jedoch überraschend zurück. Je nach Bedarf kann das Schutzniveau festgelegt werden, entsprechend viel oder wenig arbeitet das Programm im Hintergrund. Zur Auswahl stehen: „Minimum”, „Standard” und „Maximum”. Wir empfehlen „Maximum”, da hier der beste Schutz geboten wird und wir bei dem Echtzeit-Scan keine störenden Auswirkungen auf die Systemleistung feststellen konnten.

Die Viren-Datenbank wurde stets mit Updates versorgt, was ein wichtiger Faktor für das erfolgreiche Aufspüren der Schädlinge ist. Die Identifikation von Schadsoftware erfolgt jedoch nicht ausschließlich auf Basis der bekannten Viren-Signaturen, sondern auch im Rahmen eines proaktiven Schutzes, der auch unbekannte Bedrohungen erkennen kann. VirusBarrier erreichte laut AV-TEST und vielen anderen unabhängigen Tests (AV Comparative etc.) stets 100%ige Erkennungsraten von macOS-Malware. Was auch immer an schädlichen Objekten auf dem Radar des Tools auftaucht, wird in die Quarantäne verschoben oder kann in manchen Fällen auch „repariert“ werden.

NetBarrier

Bei NetBarrier handelt es sich um die Zwei-Wege-Firewall der Sicherheits-Suite. Der Zweck von NetBarrier ist es, den Mac auf der Netzwerkebene zu schützen. Hierfür verfolgt das Programm die ein- und ausgehenden Internetverbindungen und warnt den Nutzer, wenn anomale Aktivitäten festgestellt werden und blockiert diese.

NetBarrier überwacht auch aktive Programme, die das Netzwerk nutzen. Dabei informiert die Firewall, wenn eine neue Verbindung geöffnet wird. Immer wenn eine App eines Drittanbieters oder ihre Komponente versucht, eine Verbindung mit einem Remote-Server herzustellen, zeigt NetBarrier ein Pop-up an, in dem man der App grünes Licht geben oder diese blockieren kann. NetBarrier merkt sich die Wahl und listet sie im Abschnitt Anwendungsregeln auf. Hier können bestehende Regeln bearbeitet und neue erstellt werden.

Die Konfiguration von NetBarrier ist denkbar einfach. Es gibt jeweils eine Voreinstellung, für das Heim- sowie Arbeits-Netzwerk und eine für öffentliche Hotspots. NetBarrier wechselt automatisch zur geeigneten Firewall-Einstellung für die beste Schutzstufe in der jeweiligen Situation. Profis dürfen auch mehr ins Detail gehen und eigene Regeln erstellen. Intego hat auch in diesem Jahr sehr gute Arbeit geleistet. Zudem lässt sich die Software einfach bedienen und ist verständlich.

ContentBarrier

Passend zu der NetBarrier-Firewall bietet Mac Premium Bundle X9 auch eine Mac-Kindersicherung. Ein Werkzeug, das unerwünschte Web-Inhalte, einschließlich Kategorien von Inhalten und bestimmte Webseiten blockiert. Dabei lässt sich der Schutz umfangreich anpassen. Beispielsweise können Tageszeitbeschränkungen für den Netzwerkzugriff festgelegt werden. Auch eine Zeitspanne pro Tag oder die vorübergehende Sperrung eines Nutzers für einen bestimmten Zeitraum kann eingestellt werden.

Nicht jedes Kind ist gleich und hat einen anderen Reifegrad. Das wird von Kindersicherungen oft nicht genügend bedacht. Insbesondere, wenn mehrere Kinder Zugang zum Rechner haben, ist es wichtig, dass der Schutz entsprechend angepasst wird. Im Test haben wir genau diese benötigte Konfigurationsvielfalt vorgefunden. Auch wenn Voreinstellungen angeboten werden, sollte man sich intensiv mit der Kindersicherung auseinandersetzen, dann erhält man eine der besten Kindersicherungen, die für den Mac angeboten werden.

Da man nicht immer alles im Überblick haben kann, informiert ContentBarrier umfassend über das Nutzungsverhalten, bei Bedarf sogar mit Screenshots und einem Chat-Log. Interessant ist hierbei eine Funktion, die auf gewisse Schlüsselwörter reagiert, beispielsweise, wenn diese in einem Chat eingegeben werden. Eltern können in diesem Fall sofort gewarnt werden. Auch wenn man sich nicht blind auf diese Warnfunktion verlassen sollte, so bietet sie jedoch eine zusätzliche Schutzschicht.

Personal Backup

Intego Personal Backup hilft beim Erstellen von System-Sicherungen. Im Gegensatz zu Apples Time Machine können bei Integos Lösung viele Einstellungen vorgenommen werden, damit die Sicherung auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Das hat sich in der Praxis als durchaus praktisch erwiesen. So haben wir beispielsweise eine stündliche Sicherung von dem Dokumenten-Ordner gewählt, während die Musik nur täglich gesichert wird. Die Sicherung wird manuell oder nach einen gewünschten Zeitplan abgearbeitet.

Egal ob man die Backups manuell oder automatisch durchführt, die Sicherungskopien können schnell wiederhergestellt werden, falls die Original-Dateien beschädigt, gestohlen oder versehentlich gelöscht wurden. Personal Backup kann auch identische Kopien des Systems auf einer externen Festplatte erstellen. Im Falle eines Systemfehlers kann die Sicherung sogar als startfähiges Backup genutzt werden.

Im Test hat sich Personal Backup als empfehlenswerte Alternative zu Time Machine herausgestellt. Die Sicherung und Wiederherstellung ging schnell vonstatten. Uns haben besonders die sehr anpassbaren Backup-Abläufe gefallen.

Mac Washing Machine X9

Mac Washing Machine X9 ermöglicht es einfach zu erkennen, welche Dateien den Mac langsamer machen. Dabei bietet das Tool drei grundlegende Optionen an: „Speicherplatz“, „Duplikate“ und „Organisieren“.

„Speicherplatz“ untersucht den Mac auf alte oder ungenutzte Dateien, dazu gehören unter anderem Cache-Dateien, Downloads und Dateien im Papierkorb. In unserem Fall haben sich so schnell 10 GB gefunden, die sich für den Frühjahrsputz angeboten haben. Bevor die Dateien gelöscht werden, kann man alle Daten vorher kontrollieren und entscheiden, welche Dateien letztendlich gelöscht werden sollen.

Gleiches gilt für die Option „Duplikate“. Hier werden doppelte Dateien ausfindig gemacht, um Platz auf der Festplatte zu schaffen. Dank einer Vorschau der Dateien, lassen sich diese schnell kontrollieren, bevor sie gelöscht werden.

Während die Optionen „Speicherplatz“ und „Duplikate“ bei ihrer Arbeit nicht sonderlich überrascht haben, kann Intego mit der „Organisieren”-Funktion herausstechen. Die Funktion bietet die Möglichkeit, automatisch Ordnung auf dem Mac zu schaffen. Diese Hilfe bietet sich natürlich nur an, wenn man tatsächlich zur digitalen Unordnung neigt. Unser Test-Rechner war somit der perfekte Kandidat für die virtuelle Waschmaschine.

Auch wenn die Skepsis zuerst groß war, die Funktion konnte tatsächlich eine nachvollziehbare Organisation der Daten schaffen. Sobald das System bewertet ist, können Dateien innerhalb der Programm-Oberfläche in eine neue Ordner-Struktur eingepflegt werden.

Fazit

Intego bietet ein starkes Paket für die Sicherheit am Mac. Zu den größten Stärken des Mac Premium Bundle X9 zählt der große Umfang. Dabei überzeugt die Sicherheits-Suite in jeder einzelnen Kategorie, wobei der größte Nutzen im Einsatz des Viren-Scanners und der Firewall liegt. Wir haben keine störenden Leistungseinbußen festgestellt und alle Komponenten haben mit macOS reibungslos koexistiert.

Für unsere Leser gibt es sogar ein Spezial-Angebot mit einem satten Rabatt. Dank der Aktion zahlt ihr für die Jahreslizenz 39,99 Euro (statt 84,99 Euro) für das gesamte Paket. Ihr könnt nochmals sparen, wenn ihr direkt eine Lizenz für zwei Jahre kauft, dann zahlt ihr für das Komplett-Paket nur 42,99 Euro. Das kleinere Internet Security Paket, welches nur VirusBarrier und NetBarrier enthält, kostet im Angebot 24,99 Euro (statt 49,99 Euro).

Kategorie: Mac

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