DreameBot L10s Ultra: Ein Versprechen für sorglose Reinigung [Test]

| 21:11 Uhr | 0 Kommentare

Staubsaugerroboter sollen dabei helfen, Zeit und Mühe zu sparen, indem sie die Bodenflächen automatisch reinigen. Leider erfordern selbst einige der besten Modelle eine umfangreiche Wartung und Pflege, was dem Zweck der Automatisierung widerspricht. Außerdem sollten Saugroboter über eine präzise Navigation verfügen, dennoch haben einige Modelle Schwierigkeiten, um Schuhe, Kabel und andere Gegenstände herum zu navigieren. Diese Gründe haben schon so einige Kunden ihren Kauf bereuen lassen. Doch es gibt auch positive Ausreißer. Der DreameBot L10s Ultra will einer dieser Geräte sein, die vollständig autark den Boden sicher reinigen. Helfen soll dabei ein Selbstreinigungs- und automatisches Entleerungssystem. Ob der clevere Staubsauger- und Wischroboter diese Vorbildrolle erfüllen kann, schauen wir uns heute genauer an. Zudem könnt ihr euch gerade bei Amazon einen satten Rabat sichern und erhaltet den L10s Ultra für nur 999,99 Euro, statt für 1.199 Euro.

Design, Hardware und Verpackungsinhalt

Mit seinem runden, weißen Design ähnelt der DreameBot L10s Ultra den meisten Staubsaugerrobotern. Das 350 x 350 x 97 mm große Gerät verfügt über eine Bürstenwalze und eine einzelne Seitenbürste für die Kantenreinigung sowie eine oben angebrachte LIDAR-Kuppel für eine präzise Navigation. Die relativ geringe Höhe des Staubsaugers ermöglicht es ihm, unter den meisten Möbeln zu reinigen.

Eine verborgene Klappe an der Oberseite bietet einen einfachen Zugang zum HEPA-Filter, während die beiden großen Wischmopps und die Bürstenwalze durch Umdrehen des Roboters erreicht werden können. Die Bürstenwalze besteht aus Gummi und besitzt keine Borsten, was uns später bei der Reinigung noch entgegenkommen wird.

Im Lieferumfang ist auch eine Basisstation, inklusive Reinigungsmittel und weiteren Zubehör enthalten. Die Station dient als Lade-, Absaug- und Reinigungsstation. Entsprechend fällt die Station etwas größer aus. Sie mag zwar mit ihren 423 x 340 x 568 mm groß erscheinen, aber Dreame hat ein schlankes Profil beibehalten, indem die Wassertanks auf dem Staubbeutel gestapelt und die Reinigungsmittelkartusche in der Mitte platziert wurde.

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Die Dockingstation verfügt über eine relativ hochwertige Verarbeitung. Es ist zwar sicherlich Geschmacksache, aber dank der geschwungenen Linien und der glatten Oberfläche, empfinden wir die Station eher als eine moderne Ergänzung im Zimmer, anstatt als einen Gegenstand, der versteckt werden muss. Das ist bei vielen Konkurrenzprodukten nicht der Fall.

Neben dem Staubsauger und der Basisstation enthält die Verpackung auch eine Reinigungsbürste und einen Ersatzstaubbeutel. Es war jedoch enttäuschend zu sehen, dass keine Ersatzteile für die Mopps oder Filter enthalten sind, insbesondere in Anbetracht des hohen Preises, von 1.199 Euro (bei Amazon derzeit im Angebot für 999,99 Euro)

Software und Kartierungssystem

Der DreameBot L10s Ultra kann über die Dreamehome- oder Mi Home-App gesteuert werden. Beide Apps sind vollständig kompatibel mit Apples Siri, Google Assistant und Alexa für die sprachgesteuerte Bedienung.

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Der Roboter erstellt mit seinem eingebauten LIDAR-Sensor bei der ersten Fahrt eine virtuelle Karte der Wohnung. Diese Karte lässt sich speichern, um eine Wiederholung des Prozesses zu vermeiden. Der Prozess lief ebenso gut wie bei den meisten anderen Staubsaugerrobotern, wobei sich hier die gleichen Stärken und Schwächen bemerkbar machen. So erfolgt das Mapping sehr schnell. Wer möchte, kann bei der Gelegenheit auch gleich den ersten Reinigungsvorgang der Wohnung vollziehen lassen.

Fotocredit: Dreame

Leider hat jedoch auch der L10s Ultra bei der Vermessung des Raums Probleme mit bodentiefer Fensterflächen. So wurde unser Wintergarten zu groß vermessen, da der LIDAR-Sensor durch die Fensterwand hinweg den Bereich erfasst hat. Dieses Problem hatten wir jedoch bisher bei jedem Reinigungsroboter beobachtet. Nachdem der L10s Ultra jedoch auf Tuchfühlung mit der Glasbegrenzung gegangen war, haben seine zusätzlichen Sensoren den Fensterrahmen als Hindernis erkannt. Wer möchte, kann in der App auch eine virtuelle Grenze einzeichnen.

Ohnehin bieten die Apps zahlreiche Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten. Der Hauptbildschirm zeigt die Karte, den Status des Roboters und die letzten Reinigungsstatistiken an. Für den Reinigungsprozess stehen mehrere Anpassungsoptionen zur Verfügung, darunter die Auswahl des Raums, der Reinigungsmodus (Saugen, Wischen oder beides), die Saugleistung und die Feuchtigkeit des Mopps.

Dank der integrierten KI erstellt der Roboter einen Fahrplan und hat die Räume in unserem Test zielsicher gereinigt. Wie clever die KI ist, zeigte sich bei der Raumerkennung. So hat die Software sogar automatisch die Raumzugehörigkeiten erkannt und diese entsprechend kenntlich gemacht. Die Küche erhielt beispielsweise eine Kochmütze als Symbol, das Wohnzimmer eine Couch und das Schlafzimmer ein Bett.

Kamera

Die Kamera nutzt das hauseigene Action AI System. Hierbei handelt es sich um eine künstliche Intelligenz, die eine verbesserte Erkennung von Objekten ermöglicht. Das ist ein interessantes Konzept. Immerhin ist die Objekterkennung eine Schwachstelle vieler Saugroboter. Dies zeigt sich in der Regel mit vermehrten anrempeln von Tischbeinen oder das unheilvolle Überfahren von Kabeln. Viele Mitbewerber haben zwar Annäherungssensoren, die einen Kontakt mit größeren Möbelstücken verhindern soll, allzu oft kommt es jedoch vor, dass kleinere Gegenstände angefahren werden.

Das Action AI System hat es geschafft, alle Objekte in unserem Hindernisparcours sicher zu umfahren. Sogar um kleinere Gegenstände, wie Kabel, Socken und Spielzeug machte der Roboter einen Bogen. Das ist ein immenser Vorteil für Leute, die nicht immer alle „Fallstricke“ aus dem Weg räumen wollen, bevor der Roboter seine Arbeit verrichtet.

Die Apps bieten auch die Möglichkeit, die Wohnung über die integrierte Kamera des Roboters zu überwachen. Die Überwachungsfunktion wurde vom TÜV SÜD als sicher zertifiziert. Sie erfüllt die ETSI EN 303 645 Cybersicherheitsstandards für Internet of Things (IoT)-Produkte.

Reinigung

In Bezug auf die Reinigung schnitt der DreameBot L10s Ultra während des Tests sehr gut ab. Er ist mit einem leistungsstarken 5.200-Pa-Saugmotor ausgestattet und reinigt Teppiche mit seiner borstenlosen Gummibürste effizient.

Beim Test mit Mehl, Zucker und kleineren Verschmutzungen hat der Roboter alles bei der ersten Überfahrt gereinigt. Bei Katzenstreu zeigte sich jedoch, dass die Gummibürste erst bei einer erneuten Überfahrt alle Körner aufgenommen hatte. Hier sollte die stärkste Saugstufe gewählt werden. Die Ecken und Fußleisten wurden gründlich gereinigt, was der Seitenbürste zu verdanken ist. Wir hatten zunächst wegen der einzigen Seitenbürste bedenken. Manche Staubsaugerroboter in der Preisklasse haben zwei oder sogar mehr Seitenbürsten, die dafür sorgen sollen, dass der Schmutz in der Mitte des Roboters zusammenläuft. Trotz des Vorhandenseins von nur einer seitlichen Bürste, hat sich die Reinigung immer als gründlich erwiesen. Am Ende des Arbeitsvorgangs wies jeder Bereich, den der Roboter durchqueren konnte, keine Schmutzrückstände auf.

Dass Saugroboter auch feucht wischen können, mag zunächst nicht als große Neuerung erscheinen. Oft wird diese Funktion vollmundig angepriesen, hält jedoch am Ende leider viel zu selten, was sie verspricht. Das liegt daran, dass bei vielen Modellen lediglich ein Wischpad leicht befeuchtet wird und nur hinterher gezogen wird. Beim L10s Ultra sorgen hingegen die rotierenden Mopps, mit einer Reinigungslösung bestückt, für saubere Böden.

Zusammengefasst beherrscht der L10s Ultra das gleichzeitige Saugen und Wischen sehr gut, was vor allem für Parkett-, Laminat sowie Fliesen-Böden ein großes Plus darstellt.

Akkulaufzeit

Auch die Akkulaufzeit ist beeindruckend. Sie beträgt laut Hersteller bis zu 210 Minuten Dauerreinigung im leisen Saugmodus oder ca. 160 Minuten kombiniertes Saugen und Wischen. Nach dem Praxiseinsatz erscheinen die Angaben angemessen. Wir konnten die Genauigkeit in beiden Fällen jedoch nicht vollumfänglich testen, da der L10s Ultra nach jeder Reinigung, die nicht viel länger als 30 Minuten dauerte, zur Basis zurückkehrte. Bei der Gelegenheit macht sich bemerkbar, wie schnell der clevere Roboter ist. Die gesäuberte Wohnung misst rund 370 m², wobei viele der bisher getesteten Konkurrenten länger brauchten. Beachtet, dass hier nicht die Grundfläche der Wohnung zählt, sondern nur die freie Fläche.

Wartung und Pflege

Auch bei der Wartung und Pflege glänzt der L10s Ultra. Der einzige manuelle Eingriff, der während unserer einmonatigen Nutzung erforderlich war, war das Nachfüllen des Frischwassertanks und das Entleeren des Schmutzwassertanks. Der Staubsauger entleert seinen Staubbehälter, reinigt die Mopps und trocknet sie nach jeder Reinigung. Dadurch wird der Wartungsaufwand, der häufig mit Staubsaugerrobotern verbunden ist, erheblich reduziert.

Obwohl die Selbstreinigungsfähigkeit des Roboters beeindruckend ist, kann sich die Basisstation nicht selbst entleeren. So hatte sich in dem Staubbeutel nach einem Monat der Nutzung bereits viel Schmutz angesammelt. Bei einem belebten Heim mit Haustieren, schätzen wir im besten Fall, dass der 3-Liter-Beutel alle 60 Tage ausgetauscht werden muss. Nach dem Wischen sollte man zudem darauf achten, den Schmutzwasserbehälter zu leeren und auszuwaschen.

Auch die Hauptwalze benötigt hin und wieder eine Aufmerksamkeit. Erfreulicherweise wickeln sich um die gummierte Walze deutlich weniger Haare als bei einer Version mit Bürsten. Lediglich an den zwei Enden wickeln sich gegebenenfalls Haare herum. Die Walze lässt sich schnell abziehen, um die Haare bequem entfernen zu können.

Ganz ohne eine manuelle Reinigung geht es dann also doch nicht, doch der L10s Ultra kommt dem gewünschten „Rundum-Sorglos“-Paket sehr nahe.

Fazit

Der DreameBot L10s Ultra hat uns insgesamt überzeugt. Die starke Reinigungsleistung, die effiziente Navigation und der minimale Wartungsbedarf heben ihn von der Konkurrenz ab. Trotz der wenigen Nachteile, wie das Fehlen von zusätzlichen Ersatzteilen in der Verpackung und der hohe Preis, ist das Gesamtpaket sehr empfehlenswert – insbesondere für alle, die eine sorglose und intelligente Reinigungslösung suchen.

Technische Daten:

Saugroboter

  • Produktabmessungen: 350 x 350 x 97 mm
  • Gewicht: 3,7 kg
  • Akkukapazität: 5.200 mAh
  • Staubbeutelvolumen: 350 ml
  • Wasserbehältervolumen: 80 ml
  • Maximale Saugleistung: 5.300 Pa
  • Geringster Geräuschpegel: 59 dB(A)
  • Maximale Laufzeit: 210 Min (nur Saugen im Leise-Modus)
    160 Min (Saugen und Wischen im Leise-Modus)

Basisstation

  • Produktabmessungen: 423 x 340 x 568 mm
  • Gewicht 8,9 kg
  • Staubbeutelvolumen: 3 l
  • Reinwasserbehälter: 2,5 l
  • Schmutzwasserbehälter: 2,4 l
  • Schwellenüberschreitung: 2 cm

Preis und Verfügbarkeit

Das leistungsstarke System hat seinen Preis. Mit einer UVP von 1.199 Euro platziert sich der Saugroboter in der oberen Preisklasse. Glücklicherweise bieten einige Händler derzeit das Gerät mit einem satten Rabatt an. Bei Amazon kostet der DreameBot L10s Ultra aktuell 999,99 Euro.

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Kategorie: Allgemein

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