Legale Steuertricks: Apple minimiert Steuerzahlungen

| 15:25 Uhr | 3 Kommentare

In einem aktuellen Bericht widmet sich die New York Times mal wieder dem Hersteller aus Cupertino und erklärt, wie Apple mit völlig legalen Steuertricks die hauseigenen Steuerzahlungen minimiert. Apples Vorgehensweise ist völlig legal, wird weltweit angewandt und natürlich auch von zahlreichen weiteren Unternehmen genutzt. Da Apple jedoch mittlerweile das weltweit wertvollste Unternehmen an der Börse ist, fällt ein besonderes Augenmerk auf den iPhone-Hersteller.

Durch Tochtergesellschaften in Nevada, Irland, den Niederlanden, Luxemburg und den Britischen Jungferninseln sowie das Lenken der Umsätze durch diese Länder lassen sich die Steuerabgaben deutlich senken. In den USA schleust Apple z.B. soviel Umsatz wie möglich durch das Steuerparadies Reno. Anstatt 8,84 Prozent Steuern wie in Kalifornien muss Apple in Nevada keine Steuern zahlen.

Luxemburg ist für den europäischen Raum ein gutes Beispiel. Apple’s iTunes S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg ist für den europäischen, afrikanischen Raum sowie den Mittleren Osten verantwortlich. Der Sitz in Luxemburg ist ganz gewiss nicht ohne Grund gewählt. Auch Irland ist von Apple clever gewählt. Irland soll unter anderem den Vorteil bringen, dass Apple besonders effektiv die eingehenden Patent-Zahlungen verbuchen kann. So bucht Apple die Patentlizenzen in Irland und muss lediglich 12,5 Prozent anstatt 35 Prozent (wie in den USA) für die Einnahmen zahlen.

Alles in allem zahlte Apple in 2011 bei einem Gewinn von 34,2 Milliarden US Dollar 3,3 Milliarden US Dollar Steuern, ein Steuersatz von 9,8 Prozent. 70 Prozent aller Apple Umsätze werden außerhalb der USA geführt.

Auf Nachfrage hat die New York Times einen Kommentar seitens Apple erhalten. Insbesondere auf die zahlreichen neuen Arbeitsplätze, die Apple geschaffen hat, geht der Hersteller aus. Zudem heißt es, dass die Praktiken mit allen Gesetzen und Vorgaben konform sind.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • John

    Legal, aber trotzdem fragwürdig! Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise könnte auch Apple einen Teil dazu beitragen, die Haushaltsdefizite zu verringern…

    30. Apr 2012 | 16:12 Uhr | Kommentieren
  • ThugImmortal

    So wie Apple es macht funktioniert eben der Kapitalismus, jeder versucht, für sich das beste rauszuholen:)

    30. Apr 2012 | 17:40 Uhr | Kommentieren
  • Dr. Pepper

    Macht nicht jeder deutsche Bürger mit ein wenig wirtschaftlicher Intelligenz das selbe in seiner Steuererklärung? Beim kleinen Mann sind es die Werbungskosten, beim großen verschiedene Länder…

    01. Mai 2012 | 13:03 Uhr | Kommentieren

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