Trotz Verbots: Apple im Iran sehr beliebt

| 9:33 Uhr | 1 Kommentar

Apple Produkte sind nahezu weltweit beliebt, doch nicht überall auf diesem Planeten lassen sich Apple Produkte offiziell kaufen. Eine Ausnahme ist z.B. der Iran, die USA verbieten ihren einheimischen Unternehmen Produkte im Iran zu verkaufen. Auf diese Art und Weise soll Druck auf das Land ausgeübt werden. Politische Differenzen haben zu dem Handelsembargo geführt.

Trotz Verbots und vielleicht gerade deswegen sind Apple Produkte im Iran beliebt. Die Einwohner müssen andere Wege finden, sich Produkte aus Cupertino zu besorgen. Wie es scheint, klappt das recht gut. Reuters hat sich in einem aktuellen Bericht dem Apple Boom im Iran gewidmet.

Der Artikel beschreibt Majid Tavassoli. Tavassoli ist Besitzer von RadanMac und somit einer von 100 „inoffiziellen“ Apple Händlern in der Hauptstadt Teheran. Seit 1995 betreibt Tavassoli sein Geschäft und verkauft Apple Produkte. Mittlerweile beschäftigt er 20 Mitarbeiter. Insbesondere die letzten drei Jahre seien sehr „boomende“ Jahre gewesen.

Seine Produkte bezieht Tavassoli nur über Umwege. Hier müssen Länder wie Hong Kong, Singapur oder Malaysia herhalten. Seine Verkaufspreise liegen nur marginal über dem US-Preis und somit weitestgehend unter denen in der Eurozone. Neben dem Verkauf bietet Tavassoli auch technischen Support an. Oftmals müssen normale Macs für die Ersatzteile herhalten, normale Ersatzteile seien nur schwierig zu beschaffen.

In den letzten Jahre habe er mehr als 4.000 Macs installiert, so Tavassoli. Apple wäre so stolz auf ihn, kenne ich jedoch nicht einmal. Das tut weh, wirklich weh, so der Händler.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • IHDN

    Erstaunlich! Ich selbst bin Iraner und kenne das schon sehr gut. Als ich letztes Jahr im Iran war, sah ich viele inoffizielle Apple Läden (mit Namen wie MacStore, Apple Store, iTunes etc.) in sehr professionellen Einkaufszentren in Teheran, wie die Europa Passage (Hamburg) zum Beispiel. Hatte mich schon sehr gewundert.
    Hoffentlich ändert sich die Situation zwischen USA und Iran, damit Apple dort „echte“ Apple Stores baut und die Iraner auch offiziell die iTunes, App & iBook Stores benutzen können.

    16. Jul 2012 | 23:25 Uhr | Kommentieren

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